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Supply Chain Management aus einem Guss

Die GSR Ventiltechnik GmbH nutzt neuerdings Infor LN und das Prognose- und Planungstool Infor Demand Planner und Infor Advanced Planning & Scheduling (APS) für eine langfristige und verlässliche Planung.

Ungenaue Liefertermine und Engpässe in der Produktion gehören damit der Vergangenheit an.

 

 

Seit über 40 Jahren gilt die GSR Ventiltechnik GmbH & Co. KG, ein Unternehmen der Indus Holding dAG, als erste Adresse, wenn es um die Entwicklung und Produktion von Sonderventillösungen geht. Im ostwestfälischen Vlotho-Exter arbeiten 130 Mitarbeiter an einem umfassenden Produktprogramm, das sowohl serienmäßig Magnet-, druckgesteuerte und Regelventile für den allgemeinen Maschinen- und Anlagenbau, als auch Sonderventile für den individuellen Kundenbedarf umfasst. Die GSR-Ingenieure erstellen aus einem großen Baukastenprogramm mit fast 1000 Ventiloptionen die optimale Lösung, wie beispielsweise für Hochdruckanwendungen bis zu 1200 bar für Wasserstoffapplikationen.

 

Die Aufgabe


In den Anfangsjahren kam GSR Ventiltechnik gut damit zurecht, Produktionskapazitäten und Lieferzeiten aufgrund von Erfahrungen zu schätzen. Rücksprachen mit der Produktion sorgten dafür, dass Aufträge rechtzeitig fertig wurden. Je weiter das Portfolio wuchs, desto schneller stellte sich heraus, dass eine Schätzung zu kurz griff und zu langen Lieferzeiten und hohen Beständen führte. Erschwerend kam hinzu, dass das Geschäft von GSR Ventiltechnik von kurzen kleinen Aufträgen geprägt ist: Der Auftragsbestand entspricht einem Zeithorizont von anderthalb Monaten; was für die nächsten sechs bis zwölf Monate ansteht, ist nicht ersichtlich. Auch eine Steuerung über Excel-Listen half nur bedingt weiter: Statt zu agieren, blieb es GSR nur zu reagieren. Der wachsende weltweite Wettbewerb erforderte jedoch, dass die Ventile aus Vlotho ihre Auftraggeber pünktlich erreichten.


GSR Ventiltechnik suchte daher nach einer Software-Lösung, die kleine Stückzahlen von 50, 100 oder 200 Einheiten sinnvoll prognostizieren und Produktionskapazitäten reservieren konnte.

 

Die Lösung


GSR Ventiltechnik entschied sich für Infor LN und das Prognose- und Planungstool Infor Demand Planner und Infor Advanced Planning & Scheduling (APS). Infor Demand Planner berücksichtigt automatisch den Umstand, dass einige Ventile ganz andere Nachfrage- beziehungsweise Verbrauchsmuster aufweisen und daher andere Forecast-Algorithmen erfordern. Auf der Basis längerfristiger, verlässlicher Forecasts über alle relevanten Stücklistenstufen ermöglicht Infor APS unter Planung gegen begrenzte Kapazitäten eine realistische Lieferterminermittlung und deckt gleichzeitig Engpässe auf. Dies bringt mehr Sicherheit und Transparenz in die Bestands-, Produktions- und Beschaffungsprozesse. GSR Ventiltechnik kann nunmehr auch unter Simulation von Bedarfsmengen rechtzeitig Kapazitätsengpässe durch gezieltes Vorziehen von Aufträgen vermeiden und auch in Spitzenzeiten Luft für Sonderbedarfe vorhalten. Dies erhöht den Kundenservice und schafft Wettbewerbsvorteile unter Ausnutzung höherer Margen bei Sonderbestellungen Außerdem werden ständige unproduktive Umrüstvorgänge so weit wie möglich vermieden. Der Einsatz der Planungslösungen lässt nun qualifizierte Aussagen zu: Welche Mengen sind für die nächsten zwölf Monate zu erwarten, und wie sieht die optimale Losgröße aus, um produktiver zu sein? Und wie müssen Aufträge getaktet sein, um den Durchlauf zu optimieren? Für welche Beschaffungsteile und welche Mengen können günstigere, längerfristige Rahmenverträge und Lieferabrufe mit Lieferanten vereinbart werden, um die Margensituation weiter zu verbessern?

 

Das Ergebnis


Bei GSR Ventiltechnik gibt es jetzt Supply Chain Management aus einem Guss: Durch die vorausschauende Planung wird in der Produktion effizienter, entspannter und vorausschauender gearbeitet. Konkret sind die Durchlaufzeiten mit Infor Demand Planning und APS von 30 auf 20 Tage gesunken. Ziel ist es jetzt, sie im Mittel um weitere fünf Tage zu verkürzen, auch bei Sonderventilen mit hohem Beschaffungsanteil. Die Umlaufbestände konnten um die Hälfte gesenkt werden, der Materialeinsatz um 20 Prozent. Weil sich durch die Planung herausstellte, dass ein vermeintlicher Engpass gar keiner war, konnte das Unternehmen auf die Anschaffung einer teuren Maschine verzichten. Das Wachstum der vergangenen Jahre meisterte GSR Ventiltechnik mit der gleichen Teamstärke, ohne dabei den Lagerbestand weiter aufzubauen. Im Gegenteil: Das Bestandsvolumen sank um weitere zehn Prozent, die Lieferperformance verbesserte sich um weitere fünf Prozent. Die Margensituation hat sich durch die verbesserte Preisstruktur mittels längerfristiger Rahmenverträge weiter positiv entwickelt. Artikel lassen sich nun besser klassifizieren. Gerade wird die Bestandsstrategie auf Planung gegen Service-Level umgestellt. Das Ziel ist die Planung mit zeitdynamischen Sicherheitsbeständen, um ein gezieltes strategisches Bestandsmanagement zu betreiben und das Working Capital weiter zu optimieren.

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Beitrag aus dhf 3.2016

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