Foto: Mobisys
Wie Davidoff Zigarren optimal lagert

Die Oettinger Davidoff AG, weltweit führend im Zigarren-Geschäft, setzt auf mobile Lagerprozesse. Dadurch lassen sich Effizienz, Prozesssicherheit und Zuverlässigkeit der Logistik noch weiter steigern.

Möglich macht dies der MSB Mobisys Solution Builder, ein SAP Add-On, das sich nahtlos in die SAP-Landschaft des Unternehmens integrieren ließ. 

 


Die Oettinger Davidoff AG ist ein engagiertes Familienunternehmen mit einem Markenportfolio rund um die Kernmarke Davidoff. Das schweizerische Traditionsunternehmen fertigt Premium Zigarren und Accessoires, die seit vielen Jahren den Maßstab in ihren Produktkategorien setzen. Mit mehr als 500 Vertragshändlern und über 70 „Davidoff-Flagship Stores“ weltweit ist Oettinger Davidoff Experte darin, seinen Kunden in aller Welt einzigartige Einkaufserlebnisse zu bieten. Mehrere Millionen Zigarren verlassen jährlich alleine das 10 000 Quadratmeter große Zentrallager im schweizerischen Reinach, eines von drei Logistikzentren für den weltweiten Vertrieb von Premium Tabakprodukten. Um den damit verbundenen hohen Anforderungen jederzeit gerecht zu werden, muss die gesamte Logistikkette effizient, zuverlässig und flexibel sein. Deshalb hat sich die Firma Oettinger Davidoff entschieden, in Reinach eine Lösung zu implementieren, die sich nahtlos in SAP ERP integrieren lässt und die zentralen Logistikprozesse mobil abbildet.

 

Gezieltes Auswahlverfahren


Den Zuschlag erhielten, nach einem ausführlichen Auswahlverfahren, der Walldorfer SAP Software Solution Partner Mobisys und dessen strategischer Partner Trimaster, eine in der Schweiz tätige SAP Consulting Manufaktur. „Nachdem wir zahlreiche Lösungen auf den Prüfstand genommen haben, war uns klar, dass die Integrationsplattform MSB die erste Wahl ist“, fasst Tobias Gysin, Director Logistics und Warehouse Operations bei der Oettinger Davidoff AG, die Entscheidung zusammen. Das SAP Add-On ließ sich problemlos in die bestehende SAP-Landschaft integrieren. Besonders überzeugt hat die Verantwortlichen um Beat Hauenstein, Senior Vice President Global Operations, Mitglied der Konzernleitung und Pate des anstehenden Projektes, jedoch die anwenderfreundlichen Benutzeroberflächen des MSB Clients und die Tatsache, dass sich mit der Lösung beinahe sämtliche Logistikprozesse mit den MSB-Standardtransaktionen mobil abbilden ließen. Ein Referenzbesuch bei Delica, einem Unternehmen des Handelskonzerns Migros, das Roh- und Handelswaren aus der ganzen Welt beschafft, veredelt, verpackt und vermarket, räumte die letzten Zweifel aus.

 

Mobile Prozesse schnellstens umgesetzt


„Durch den hohen Standardisierungsgrad konnten wir unsere Prozesse vom Wareneingang, dem Einlagern über das Kommissionieren und Konfektionieren bis hin zum Umpacken und Ausliefern innerhalb kürzester Zeit im SAP System mobil abbilden“, so Tobias Gysin. Dank striktem Projektmanagement, klarem Projektplan und vorbildlicher Dokumentation konnte so das interdisziplinäre Projektteam aus IT- und Logistik-Experten von Oettinger Davidoff gemeinsam mit den Trimaster-Beratern in nur sechs Monaten das Projekt Moblog erfolgreich abschließen. Das Team arbeitete Hand in Hand, die Prozesse ließen sich gezielt Schritt für Schritt in der neuen Lösung abbilden und diese schnell produktiv setzen. „Das komplette Einführungsprojekt verlief sogar derart reibungslos, dass wir beim Going Live komplett auf den Support unserer externen Berater von Trimaster verzichten konnten“, so Gysin weiter.


Da die Lösung die meisten Prozesse bereits im Standard abbildete, konnte Oettinger Davidoff auf ein zeitaufwendiges Customizing weitgehend verzichten. Um die Lösung im laufenden Betrieb kontinuierlich weiterzuentwickeln, nutzt das Unternehmen die Entwicklungsplattform des MSB Mobisys Solution Builders, den MSB Developer. „Mit dem Entwicklungstool können wir unsere Funktionalitäten selbst weiter verfeinern. Die Handhabung des Developers ist denkbar einfach und für einen IT-Experten mit Grundkenntnissen in der Programmierung selbsterklärend“, so Tobias Gysin.

 

Effizientes Warehousing durch transparente Prozesse


Seither greifen rund 40 Mitarbeiter im Logistikzentrum Reinach über Intermec- und Motorola-Handhelds auf den MSB Client zu. Dieser sorgt nun für die nahtlose Umsetzung zentraler Logistikprozesse direkt im SAP-System. Angefangen beim Wareneingang, dem Einlagern, über das Konfektionieren und Kommissionieren, bis hin zur handelsgerechten Auslieferung der Zigarren. Trifft eine Lieferung Rohzigarren in Reinach ein, buchen die Lagermitarbeiter den Wareneingang zur jeweiligen Bestellung und damit den Bestand direkt im SAP-System zu. Alle Logistikprozesse bei Oettinger Davidoff laufen damit ab Anlieferung der Waren und dem Moment der Verbuchung im SAP-System mittels Scanner komplett mobil ab. So ist der Wareneingang zu einer Bestellung bereits der erste Prozess, der mobil im SAP-System erfasst wird. Einmal SAP-System verbucht, lagern die Mitarbeiter die Zigarren, die in großen Liefereinheiten eintreffen, erst einmal ein. Entweder in dafür vorgesehene Lagerbereiche oder im Zuge einer chaotischen Lagerhaltung eben gerade dort, wo Lagerplatz zur Verfügung steht. Anschließend lassen sich die Rohzigarren und die dazu gehörigen Verpackungsmaterialien gezielt über einen Fertigungsauftrag aus dem ERP-System per Scanner kommissionieren und auslagern. Die zuständigen Mitarbeiter prüfen die Zigarren auf Qualität und packen diese in handelsübliche, kleinere Verpackungen um. Einmal umgepackt, werden die Zigarren wieder eingelagert. Die Bewegungsdaten erfassen die Mitarbeiter 1:1 via MSB Client im SAP-System.

 

Kundenauftrag individuell konfektionieren


Erhält Oettinger Davidoff eine Kundenorder, wird diese im SAP-System erfasst und ein Transportauftrag angestoßen, den die Lagermitarbeiter über ihre Handhelds und den MSB Client abarbeiten. Die Logistikexperten unterscheiden dabei zwischen Großaufträgen und Transportaufträgen, die sich aus mehreren, meist kleineren Positionen oder Accessoires zusammensetzen. Für die Großaufträge rüsten die Mitarbeiter Paletten direkt im Lager. „In diesem Fall legen wir das Picken und Packen der Ware sozusagen zusammen, indem wir große Packeinheiten direkt auf die Palette bringen“, erklärt Tobias Gysin. Ist die Palette bestückt, bucht der zuständige Sachbearbeiter den Transportauftrag mit dem MSB Client im Warenausgang im SAP-System. Die Palette wird anschließend in die Warenausgangszone transportiert, wo sie zur Endabnahme gescannt und mit den im System hinterlegten Daten abgeglichen wird. Sind Empfänger, Mengen und Artikel verifiziert, wird die Lieferung vom zuständigen Frachtführer an den Kunden ausgeliefert.

 

Mobil in SAP buchen


Anders verhält es sich bei kleineren Bestellungen mit vielen unterschiedlichen Bestellpositionen. Hier picken die Lagermitarbeiter zuerst die einzelnen Artikel aus den jeweiligen Lagerregalen und packen diese separat an einer eigens dafür vorgesehenen Theke. Diese ist mit stationären Scannern bestückt, mit denen jedes einzelne Accessoire und jede einzelne Zigarrenkiste eingescannt und mit den Positionen im Transportauftrag abgeglichen wird. So stellt das Unternehmen sicher, dass die Menge und Art der gepickten Artikel auch genau den Angaben der im System hinterlegten Bestellung entsprechen. Oettinger Davidoff profitiert durch den Einsatz des MSB Mobisys Solution Builders demnach auch in puncto Fehlerminimierung: „Bei rund 250000 Picks, die unsere Sachbearbeiter im Lager jährlich tätigen, hat sich die komfortable Kontrollfunktion des Systems absolut bewährt. Unsere Mitarbeiter können die Bestellung erst abschließen und den Warenausgang im SAP-System buchen, wenn sie die in der jeweiligen Bestellung georderten Artikel komplett über den MSB Client im System abgeglichen haben“, erklärt Tobias Gysin. So lassen sich selbst Kundenaufträge, die sich aus zahlreichen Positionen zusammensetzen, fehlerfrei kommissionieren.

 

Standortübergreifender Roll-Out der Lösung


Mit dem MSB Mobisys Solution Builder setzt Oettinger Davidoff eine leistungsfähige und zugleich einfach handhabbare Lösung ein, die sich mittlerweile bei den Anwendern großer Akzeptanz erfreut. Der Datenaustausch erfolgt in Echtzeit, wodurch laufende Logistikprozesse jederzeit transparent sind. Die Mitarbeiter erfassen sämtliche Artikel- und Lagerbewegungen direkt an Ort und Stelle mittels Handhelds, die kabellos über WLAN vernetzt sind und so unabhängig von stationären Arbeitsplätzen eingesetzt werden können.


Durch die mobile Erfassung der Lagerprozesse erhöht Oettinger Davidoff seine Lagermobilität und steigert die Effizienz im Logistikzentrum Reinach durch die Optimierung zeitintensiver Prozesse. Darüber hinaus lässt sich über den MSB Client die Fehlerquote beim Packprozess entscheidend reduzieren. „Der Einsatz des MSB Mobisys Solution Builders hat sich voll und ganz bewährt“, resümiert Tobias Gysin. „Wir planen bereits den Roll-out der Plattform an zwei weiteren Standorten und zwar in unserem Main-Warehouse in Weil am Rhein in Deutschland sowie in einem weiteren Logistikzentrum in der Schweiz, von dem aus wir die Detail-Kommissionierung unserer Schweizer Kunden vornehmen.“


Dabei agiert Oettinger Davidoff wie im gesamten Projektverlauf mit Weitsicht: Denn in absehbarer Zukunft wird der Gesetzgeber neue Traceability-Richtlinien anordnen. Richtlinien, die ein umfassendes Tracking der Lagerprozesse und eine zuverlässige Chargenverwaltung erfordern und die sich mit dem MSB Mobisys Solution Builder umfassend realisieren lassen.

www.mobisys.de

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Beitrag aus dhf 5.2015

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