Foto: Datalogic
Optimierte Rückverfolgbarkeit

Das Rad ist rund, doch Reifen ist nicht gleich Reifen. Wer einen Satz Winterreifen kauft, weiß das.

In der Produktion und in der Lagerhaltung mit hunderttausenden unterschiedlicher Reifensätze ist es eine logistische Meisterleistung, die jeweils gewünschten Reifen auf den richtigen Weg zu geben. Noch wichtiger für eine wirtschaftliche Produktion ist es, dies mit maximalem Tempo zu tun.

 

Die Abwicklung und Rückverfolgbarkeit in solch großen Dimensionen ist nur mit maßgeschneiderten Identifikationslösungen möglich. 

Continental Tire ist einer der weltweit führenden Reifenhersteller. Die Produktion beläuft sich auf durchschnittlich 40000 bis 80000 Reifeneinheiten pro Tag und Werk. Was für die Endkunden als ein einfaches Produkt aus einem Guss erscheint, ist hoch komplex. Ein Autoreifen besteht in der Regel aus mehr als zehn Gummimischungen und bis zu 25 einzelnen Bauteilen. Die Nachverfolgung und die Rückverfolgbarkeit der einzelnen Bestandteile und schließlich der fertigen Reifen unterschiedlichen Typs sind als Qualitätsindikator von großer Bedeutung. Die dadurch gesetzten Ansprüche an die Durchsatzleistung der Verfolgungssysteme in der Supply Chain sind hoch. Die bislang bei Continental eingesetzte Lasertechnologie konnte den erhöhten Anspruch schließlich nicht mehr erfüllen.


Jeder nicht gelesene Reifen musste zusätzlich manuell bearbeitet werden, was die Produktionskosten erheblich erhöhte. Zudem mussten Komponenten der herkömmlichen Lesetechnik oft gewartet werden: Optische Identifikationssysteme, die auf Lasertechnologie basieren, sind wartungsintensiv. Deshalb suchte Continental nicht nur nach einem Identifikationssystem mit überdurchschnittlicher Leseleistung, sondern auch mit stabilem Leseverhalten, denn die gewählte Lösung sollte in jeder Produktionsstätte weltweit einsetzbar sein. Außerdem sollte die Lösung eine effektive Leserate garantieren, da die Qualität der Barcodes auf dem elastischen Material während des Herstellungsprozesses der Reifen nachlässt: Zuerst hat die Vulkanisierung einen großen Einfluss auf die Qualität der Barcodes. Ebenso reduzieren Spraybehandlungen der Reifenoberfläche den Kontrast auf ein minimales Niveau und wirken sich auf die Lesbarkeit der Codes aus.

 

Präzise Erfassung an jedem Produktionsschritt


Die Wahl fiel auf den Anbieter Datalogic. Das Unternehmen aus Holzmaden/ Baden-Württemberg ist führend in den Bereichen automatische Datenerfassung und industrielle Automation. Eine besondere Spezialität dieses Anbieters sind optoelektronische Sensoren und elektronische Identifikation. Continental entschied sich schließlich für die Komponenten STS400, die Lösung von Datalogic Automation für Reifensortierung, und das auf Bildern basierende Lesegerät Matrix 410.


In der Supply Chain werden Reifen vom Produktionsprozess über die Qualitätskontrolle bis hin zur Auslieferung verfolgt. Angefangen beim „Green Tire“ der Reifenfertigung bis hin zur Endsortierung ist das Lesen von Barcodes zur Identifikation der Produkte erforderlich. Der Anspruch von Continental war von Anfang an klar definiert: den Prozess der Rückverfolgbarkeit zu verbessern. Die verwendeten Komponenten erfüllen diesen Anspruch. Vor allem ist das System STS400 in Installation und Handhabung intuitiv einsetzbar: 100 Prozent vormontiert und kalibriert. Weder Fokussierung noch Höhenlichtgitter oder gar Drehgeber werden benötigt. Das selbsterklärende mechanische Layout erlaubt den schnellen und einfachen Einbau selbst unter beengten Platzverhältnissen. In weniger als einer Stunde sind die Komponenten ohne Spezialwerkzeuge oder extra dafür ausgebildetes Fachpersonal ausgepackt und zum Lesen der Codes auf den Reifen in der Produktionslinie einsatzbereit. Die Datalogic Automation-Fabrikvalidierung garantiert zudem stets eine Leserate nahe 100 Prozent.

 

Wartungsfrei und zuverlässig


Die Installation der neuen Lösung führte bei Continental zu einer sichtbaren Steigerung der Effizienz in der Produktion. Die installierte Datalogic-Technologie hat die Erwartungen des Auftraggebers erfüllt: Ein grünes Licht, „Green Spot“, zeigt an jedem einzelnen Gerät an, dass es erfolgreich gelesen hat. Auf diese Weise erfolgt jederzeit eine sofortige Rückmeldung des Lesestatus ohne zusätzlich benötigte Software. Sollte dennoch eines der ID-Lesegeräte fehlerhaft sein und einen Austausch erfordern, erfolgt dieser automatisiert. In diesem Fall wird einfach ein neues Gerät mit dem Cluster verbunden und ist sofort einsatzbereit.


Dr. Siegfried Rainer, Informationstechnologie Reifen, Leiter Manufacturing Execution und Qualitätssysteme der Continental AG, Hauptsitz Hannover, Niedersachsen, ist mit der Wahl zufrieden: „Wir haben uns für Datalogic Automation entschieden, weil die Lösung für das omnidirektionale Lesen zur Reifenerkennung höchste Leseraten realisiert. Sie hat auch das Potenzial, sich an unsere Anforderungen in der Zukunft anzupassen.“ Darüber hinaus bietet das STS400 den höchsten Qualitätsstandard in der Zuverlässigkeit: Es sind weder bewegliche Teile, noch Motoren, ein Auto-Fokus-System oder kompliziertes Zubehör, wie Höhenlichtgitter oder ein Drehgeber vorhanden. Durch die hohe Flexibilität der Technik, die eine Installation ohne aufwändige Schulungen ermöglicht, steht dem Einsatz an den zahlreichen weltweiten Standorten der Continental AG aus technischer Sicht nichts im Wege. Durch den geringen Wartungsaufwand ist der Lösungseinsatz nachhaltig und auf eine langjährige Nutzung ausgelegt.

www.datalogic.com  

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Beitrag aus dhf 4.2015

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