Jonas Leifhelm, Leiter Sales und Marketing, Zetes GmbH
Alle im Griff 

Durchgängige Transparenz in der kompletten Supply Chain führt zur Effizienzsteigerung und Kostensenkung und schafft damit eine höhere Kundenzufriedenheit.

Im Gespräch mit dhf Intralogistik erklärt Jonas Leifhelm, wie Zetes mit seinem „Collaborative Supply Chain“-Konzept Unternehmen wettbewerbsstark machen will. 


Welche Dienstleistungen bietet die Firma Zetes an, und in welchen Branchen sind Ihre Kunden tätig?


Jonas Leifhelm: Zetes bietet sechs verschiedene Softwarelösungen für die Optimierung der Supply Chain und integriert diese beim Kunden. Vom Produktionsausgang über die gesamte Intralogistik bis in die Filiale nutzen Kunden aus der herstellenden Industrie, der Transport & Logistik-Branche sowie dem Handel unsere Lösungen. Sie erreichen zu allererst Transparenz in ihrer Supply Chain, um letztendlich Effizienzsteigerungen und Kostensenkungen, aber hauptsächlich Kundenzufriedenheit zu generieren.

 

Die Verwaltung der mobilen Geräte von Mitarbeitern stellt viele Unternehmen vor eine ernsthafte Aufgabe. Wie behalten Administratoren am besten den Überblick über die mobile EDV.


Im Wesentlichen geht es für Administratoren um drei Dinge. Erstens um das „Asset Management“. Wie viele und welche Geräte habe ich überhaupt im Einsatz? Für welche gibt es Wartungsverträge? Welche Geräte befinden sich wie häufig in Reparatur? Und vor allem, wo befinden sich die Geräte? Wenn ich diese Transparenz habe, kann ich einen teuren Sicherheitspool verkleinern. Zweitens geht es um die „Administration“ der mobilen Anwendung. Welche Software ist auf welchem Gerät? Welchen Release-Stand hat sie? Wie kann ich neue Software schnell aufspielen oder Bugs fixen? Wie schaffe ich es, die gleiche Anwendung sowohl auf einem Windows CE Handheld als auch auf einem 7-Zoll Android Tablet PC mit Touchscreen darzustellen. Und last but not least geht es um die „User-Verwaltung“. Wer darf und soll welche Berechtigungen haben? Wie kann ich diese schnell ändern, ohne lange zu suchen? Wie kann ich auf einen Blick Nutzerprofile, Sprachen und Zugangsrechte einfach managen? Darüber hinaus müssen Administratoren sich mit der Formfaktor-Frage sowie der Betriebssystemauswahl rumschlagen.

 

Ab welcher Anzahl von mobilen Geräten ist es sinnvoll eine Mobile Enterprise Application Platform (MEAP) einzusetzen, und was sollte bei der Auswahl der passenden Lösung beachtet werden?


Der Einsatz einer unabhängigen Plattform stellt sich nicht nur aufgrund der Anzahl mobiler Endgeräte. In der heutigen Zeit ändern sich die Anforderungen an mobile Anwendungen wesentlich schneller als früher. Daher ist jetzt der Zeitpunkt, bei einer Neuprogrammierung oder Neuanschaffung direkt zukunftsorientiert zu denken, und das bedeutetet, nicht Hardware-nah zu denken. Wenn Sie bereits Handhelds an Lagerstandorten oder im Filialbetrieb einsetzen und heute in Ihrem Unternehmen über den Einsatz von Tablets für die Unterstützung des Verkaufs- oder Servicepersonals nachgedacht wird, Sie eventuell eigene Applikationen entwickeln, dann rechnet sich eine Mobile Enterprise Application Platform schon bei 10 Anwendern.


Bei der Auswahl der Plattform sollte man darauf achten, dass sie Hardware- und Betriebssystem-unabhängig ist. Man sollte mit einer Plattform eine Anwendung von zum Beispiel einem älteren Windows Mobile Handheld auf ein Android Touchscreen Smartphone schieben können. Selbstverständlich sollte sie offen für zukünftige mobile Anwendungen und Technologien sein. Die IT-Abteilung sollte über die Plattform in der Lage sein, auf Zusatzgeräten, wie zum Beispiel einem RFID Scanner, eine Applikation aufzuspielen, ohne auf Geräte-Ebene programmieren zu müssen.

 

Welche Vorteile bietet die MCL Mobility Platform bei der Verwaltung von mobilen Geräten?


Firmen, die über eine eigene Abteilung Anwendungsentwicklung verfügen, können selbst auf Basis der Plattform entwickeln und Anpassungen an bestehenden mobilen Applikationen vornehmen. Sie können zentral, bequem vom Schreibtisch aus, die Applikation verwalten und auf jedes beliebige Gerät verteilen. Sie sehen auf einen Blick den gesamten Gerätebestand inklusive Status und können Nutzerprofile einfach verwalten.


Zeit und Geld sparen Firmen besonders dann, wenn eine einzige mobile Anwendung auf multiplen Plattformen, wie Android, Windows Mobile, Windows CE, Windows EH, und verschiedenen Geräten, zum Beispiel Handhelds, Smartphones oder Tablet, ausgerollt werden, ohne dass irgendeine Umwandlung notwendig wird.

 

Die Themen „Industrie 4.0“ und „Internet of Things“ sind in aller Munde. Werden die Anforderungen an Organisations- und Verwaltungsplattformen von mobilen Geräten zukünftig noch weiter steigen?


Auf jeden Fall. Es geht ja hier um Ressourceneffizienz und Ergonomie sowie dem optimalen Zusammenspiel aller Beteiligten in der Lieferkette. Hier werden wir Weiterentwicklungen sowohl in der Art und dem Rhythmus, wie neue mobile Lösungen entstehen, erleben. Wir gehen davon aus, dass Unternehmen, die in einer Supply Chain miteinander verbunden sind, noch enger miteinander arbeiten werden, das heißt, ihre Daten, mobilen Lösungen und Verwaltungsplattformen gemeinsam nutzen werden. Zetes hat hier den Begriff der „Collaborative Supply Chain“ geprägt. Wettbewerbsstark werden die Firmen sein, die innerhalb ihrer Lieferkette ihre Waren fehlerfrei, rückverfolgbar, skalierbar und flexibel „bewegen“.

 

Auf welche zusätzlichen Features und Funktionen in der kommenden Version der MCL Mobility Platform können sich Ihre Kunden freuen?


Wir unterstützen zurzeit sämtliche Betriebssysteme, die im Enterprise-Umfeld Anwendung finden und nahezu die gesamte Gerätevielfalt im robusten AutoID-Umfeld. Von Hersteller A mit einem Barcodescanner zu Hersteller B mit einem RFID Reader und anderem Betriebssystem zu wechseln, ist mit unserer Plattform sehr einfach möglich. Wir ergänzen permanent die Geräte, die wir unterstützen und sind mittlerweile von den klassischen AutoID Handhelds zu Consumer Smartphones und Tablets gekommen. An Features kommt jetzt der Aufruf von Navigation mitten in einer Anwendung dazu, was für Zustelllösungen interessant sein kann. Des Weiteren die Integration von Produktkatalogen für den Verkaufsaußendienst und die Verwendung von Technologien wie Beacons.

Herr Leifhelm, ich bedanke mich für das interessante Interview und wünsche Ihnen weiterhin viel Erfolg. 

www.zetes.com

 

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Beitrag aus dhf 3.2015

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