Foto: Cabka-IPS 
Arzneimittel hygienisch lagern

Der Pharmaproduzent MSD Merck Sharp & Dohme hat in seiner belgischen Niederlassung die Lagerung und den Versand seiner Waren auf Kunststoffpaletten von Cabka-IPS umgestellt.

Damit können die Pharmaerzeugnisse bereits im keimfreien Produktionsbereich auf die Versandpalette gestapelt werden. 

 

Ganz in Weiß! Kein Schmutz, kein Staubkorn, kein Zutritt ohne weiße Schutzkleidung: So präsentieren sich bei der belgischen MSD Heist Operations selbst die Verpackungsbereiche, die den Reinräumen für Produktion und Abfüllung nachgelagert sind. MSD Heist Operations gehört zu Produktionseinrichtungen des internationalen Pharmakonzerns Merck. Außerhalb der USA und Kanada ist das Unternehmen bekannt als MSD Merck Sharp & Dohme und zählt zu einem der führenden Anbieter von Medikamenten, Impfstoffen, biologischen Therapeutika, Consumer-Health-Artikeln und Produkten für die Tiergesundheit.

 

Kunststoffpaletten sind eine saubere Sache


In der Arzneimittelproduktion ist eine sterile Umgebung Voraussetzung, weil schon kleinste Partikel zur Verunreinigung der Präparate führen können. Selbst in den peripheren Bereichen, in denen die medizinischen Wirkstoffe bereits in die produktberührenden Primärpackmittel, wie Ampullen, Flaschen oder Tuben, abgefüllt und in Schachteln und Kartons verpackt sind, hat Hygiene Priorität. Deshalb gibt es hier auch keinen Platz für Holzpaletten, die Staub freisetzen und im schlimmsten Fall von Pilzen oder Insekten befallen sind. Selbst ungefährdete, bereits verpackte Produkte, könnten über verunreinigte Holzpaletten Bakterien in die Produktion bringen. Klar im Vorteil sind hier Kunststoffpaletten wie beispielsweise die leichte Eco E5 von Cabka-IPS aus Weira. Sie ist sauber und umweltfreundlich aus recyceltem PO Kunststoff hergestellt.

 

Umpacken kostet Zeit und Geld


Der Materialflussprozess um die Arzneimittelproduktion der MSD Heist Operations ist äußerst komplex. Wareneingang, Herstellung und Distributionslager verteilen sich auf drei Standorte. Die Produktion befindet sich in Heist-op-den-Berg, wenige Kilometer entfernt von Antwerpen. Die Rohstoffe und Verpackungs-Komponenten werden von Zulieferfirmen in das zehn Kilometer entfernte Wareneingangslager gebracht, wo sie je nach Auftrag kommissioniert werden. Die fertige Ware kommt in ein Distributionszentrum, das weitere 20 Lkw-Minuten von der Produktion entfernt den Versand der Arzneimittel zu den Kunden abwickelt.


Im Wareneingangslager sind mehr als 8 000 verschiedene Artikel untergebracht. Die Herstellung von Medikamenten für unterschiedliche Länder erfordert vielfältige Verpackungsformen, Beschriftungen und Beipackzettel. Deshalb hat es Warehouse- Manager Jan Baert in seinem Wareneingangslager neben den etwa 400 Grund- und Wirkstoffen der Arzneimittel mit rund 7 600 unterschiedlichen Verpackungskomponenten zu tun. Die branchentypisch breite Lieferantenstruktur führt dazu, dass mehr als 1 000 Zulieferer ihre Waren auf unterschiedlichen Ladungsträgern liefern, überwiegend auf Holzpaletten. Diese wiederum können aus hygienischen Gründen nicht ohne weiteres in die Produktion geleitet werden. Deshalb muss die Ware auf hygienische Kunststoffpaletten umgepackt werden.

 

Kostenoptimierung durch einheitliche Ladungsträger


MSD Heist Operations stellt pro Jahr Pharmaerzeugnisse her, die in mehr als 150 Millionen Verpackungseinheiten geladen und versandt werden müssen. Bei der Verpackung und beim Versand wurden mögliche Einsparpotenziale untersucht. Dabei wurde nicht nur die Anzahl der Kartonformate drastisch reduziert. Die Umstellung auf Kunststoffpaletten erwies sich als nachhaltige Kostenoptimierung. Warehouse- Manager Jan Baert hat den Relaunch des internen Materialflusses mit organisiert: „Früher hatten wir es in unserem Wareneingangslager mit verschiedenen Palettentypen zu tun. Alle waren aus Holz. Nachdem wir diese aber nicht mehr in die Nähe der Produktion bringen durften, entschieden wir uns, alle Waren für die Produktion ausschließlich auf eine einheitliche Kunststoffpalette zu packen.“

 

Auch fit fürs Hochregallager


Die weißen Räume der Produktion sind zweifellos der sensibelste Punkt in der internen Logistik. In den Packbereichen am Ende der jeweiligen Produktionslinien kommt die Kunststoffpalette zum Einsatz. In den Zonen, die den Produktionslinien nachgelagert sind, werden Arzneimittel-Röhrchen und -Fläschchen, -Dosen oder -Tuben in größere Kartoneinheiten verpackt, die dann auf Paletten gestapelt werden. In direkter Nachbarschaft zu den Reinräumen werden die Kartons einzeln und von Hand direkt auf die Lager- und Versandpaletten gestapelt. Dabei handelt es sich um die Eco E5-Kunststoffpalette im Euromaß von Cabka-IPS. Die aus recyceltem Kunststoff gefertigte Drei-Kufen-Palette mit einem Gewicht von 13 Kilogramm trägt bis zu 2 500 Kilogramm dynamisch und 500 Kilogramm im Hochregal.


Die Mitarbeiter handhaben die Kunststoffpaletten mit Leichtigkeit. Sie setzen diese auf einen markierten Platz am Boden ab und bringen sie mit dem Scherenhubtisch auf bequeme Arbeitshöhe. Dann werden die Paletten mit den Kartons Schicht um Schicht bepackt und per Hubwagen in einen zentralen Wartebereich verladen. Fahrerlose Transportsysteme bringen sie zum Warenausgang. Vorläufige Endstation ist nach einer halbstündigen Lkw-Fahrt das Hochregallager der Distributionstochter Sentripharm.

 

Verletzungsgefahr für Mitarbeiter clever vermeiden


Die Umstellung auf Kunststoffpaletten hat die logistischen Abläufe und die Qualitätssicherung im Produktionszentrum der MSD nachhaltig verbessert. Jan Baert erinnert sich an Zeiten, in denen Mitarbeiter dicke Handschuhe zum Schutz gegen Holzsplitter tragen mussten und die Holzpaletten von Hand nur mit großer Mühe bewegt werden konnten. „Das Wichtigste ist aber, dass wir nun die Versandpaletten direkt an der hygienesensiblen Produktionslinie beladen können und unsere Waren nicht wie früher neu kommissionieren müssen. Das entlastet das Budget enorm. Die nur geringfügig teureren Kunststoffpaletten haben sich schnell amortisiert.“


Um die Prozesse durchgängig und sauber zu halten, konnte das Unternehmen manche Lieferanten bereits davon überzeugen, ebenfalls die Kunststoffpalette von Cabka-IPS einzusetzen. Dadurch können mehr als 40 Prozent der angelieferten Waren als Ganzpalette in die Produktion durchgereicht werden, wie zum Beispiel die für Salben typischen Aluminium-Tuben, die der Hersteller Karl Höll im rheinischen Langenfeld bereits auf die Eco E5 packt. Diese werden entsprechend gelabelt unverändert aus dem Wareneingangslager direkt in die Produktionsstätte gefahren.

www.cabka-ips.com

15_5_VT_cabka_SEI.jpg 

Beitrag aus dhf 5.2015

15_5_TITEL_188.jpg

Gerne können Sie dhf 5.2015 mit weiteren interessanten Beiträgen bestellen:

E-Mail:  cedra@agt-verlag.de         

oder:      Kontaktformular

AGT Verlag Thum GmbH
Teinacher Straße 34
71634 Ludwigsburg

Vertrieb, Frau Beate Cedra
Tel.: 07141/22 31-56

spacer
Online Werbung @ dhf
  
  
spacer