Foto: Kahl Schwerlast GmbH
Umsetzung eines Hafenportalkrans

Ein 630 Tonnen schwerer Hafenportalkran ist im Zuge der Erweiterung des Duisburger Binnenhafens neu positioniert worden.

Die damit beauftragte Kahl Schwerlast GmbH aus Moers hat dafür PST-SL/E-Schwerlast- Module von Goldhofer eingesetzt. 

 

Um rund eine Million auf über fünf Millionen Standardcontainer-Einheiten will der weltweit größte Binnenhafen, Duisburg, seine Kapazitäten bis Anfang kommenden Jahres erhöhen. Neben vier zusätzlichen Containerbrücken und der Vergrößerung der Umschlags- und Depotfläche um 13 Hektar gehörte auch die Umsetzung des trimodalen 630 Tonnen schweren Portalkrans im logport-1-Areal zu den Erweiterungsmaßnahmen. Der bis dahin parallel zur Kaimauer aufgebaute Kran mit einer Länge von 139 Meter, einer Breite von 20 Meter und einer Höhe von 18 Meter musste um 90 Grad gedreht werden, damit er künftig gut 15 Meter ins Hafenbecken hineinragt. „Das war auch für uns eine besondere Herausforderung“, sagt Tim Kruse. „Einen Kran mit diesen Dimensionen auf engstem Raum zu drehen und fast zentimetergenau neu zu positionieren, das hatte es schon in sich“.

 

Auf Nummer sicher


Eingesetzt wurden dafür von der Kahl Schwerlast GmbH zwei sechsachsige sowie zwei vierachsige Selbstfahrer der Goldhofer-Baureihe PST/SL-E mit hydrostatischem Fahrantrieb, elektronischer Vielweglenkung und einer Nutzlast von 40 Tonnen je Achslinie. Die beiden Vierachser wurden zudem jeweils mit einem konventionellen dreiachsigen THP-Schwerlast-Modul gekoppelt, um so die Nutzlast nochmals zu erhöhen.


„Wir wollten nichts riskieren und gewichtstechnisch absolut auf Nummer sicher gehen“, erläutert Tim Kruse diese Entscheidung. „Denn so nahe an der Kaimauer zu rangieren, das ist immer ein bisschen gefährlich. Die sechs zusätzlichen THP-Achsen waren deshalb so etwas wie unser Backup, mit denen wir die Achslast bei den PST-Modulen etwas verringern konnten“. Angetrieben wurden die mittels Datenkabel verbundenen und synchronisierten Schwerlast-Einheiten von vier Power Packs, die über eine Leistung von 155 Kilowatt (210 PS) beziehungsweise 360 Kilowatt (490 PS) verfügen.


Nach der hydraulischen Aufnahme des Portalkrans durch die Goldhofer-Module wurde dieser um 300 Millimeter angehoben. Die Drehung um 90 Grad und die neue Positionierung erfolgten in fünf Arbeitsschritten, ehe der Kran in seiner finalen Position auf Trägern abgesetzt werden konnte. Sehr erleichtert wurde das Rangieren auf engstem Raum durch die auf einen Lenkeinschlag von ±135 Grad basierende elektronische Vielweglenkung, bei der neben den Standard-Lenkprogrammen, wie Normalfahrt, 90-Grad-Querfahrt, Diagonalfahrt und Karussellfahrt, weitere Lenkprogramme programmiert werden können.

 

Profi-Technik für schwere Lasten


„Mit den PST-Modulen von Goldhofer haben wir alle Möglichkeiten, um eine außergewöhnlich schwere und von den Dimensionen her wirklich große Ladung fast auf den Zentimeter genau platzieren zu können“, sagt Tim Kruse. Trotzdem hat die Umsetzung des Krans, an der acht Kahl-Mitarbeiter beteiligt waren, gut zwölf Stunden in Anspruch genommen, wobei der Duisburger Hafen zudem kurzzeitig für den Schiffsverkehr gesperrt werden musste. Abgeschlossen wurde das Projekt mit dem Einsatz von acht Großkranen, die den Portalkran anhoben, so dass er in seiner neuen Position montiert werden konnte. „Jetzt gut 30 Meter über die Kaimauer“, so Tim Kruse. Dass die Kahl Schwerlast GmbH, mit 130 Mitarbeitern und rund 250 Fahrzeug- Einheiten als einer der führenden Schwerlast-Logistiker in Nordrhein-Westfalen und international tätig, bei diesem Projekt ausschließlich Goldhofer-Fahrzeuge einsetze, hat einen Grund. „Als langjähriger Kunde haben wir das komplette Goldhofer-Portfolio in unserem Fahrzeugpark“, so Tim Kruse. „Und wir wissen, dass wir uns vor allem auch bei außergewöhnlichen Schwertransportprojekten auf die Spitzentechnologie des Weltmarktführers aus Memingen absolut verlassen können“. 

www.goldhofer.de

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Beitrag aus dhf 11.2014

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