Foto: Gassner 
Professionelle Verladetechnik für mittelständische Spedition

Wenn die großen Logistiker heute alle Register ziehen, um im nationalen und internationalen Wettbewerb mitzuhalten, sollte das zwangsläufig auch bei mittelständischen Speditionen zu entsprechenden Überlegungen führen.

Die Spedition Alois Gassner KG in Balzhausen in der Nähe von Augsburg hat sich dieser Herausforderung gestellt und mit einer Investition in einen Neubau unternehmerischen Mut und Zukunftsperspektive gezeigt.

 


Täglich werden von Balzhausen aus Teil- und Komplettladungen, Just-In- Time-Lieferungen und Kühlguttransporte im innerdeutschen Verkehr abgewickelt. Ein hohes Maß an Zuverlässigkeit und die sprichwörtliche Qualität bei der Abwicklung jedes individuellen Transportes sind die Trumpfkarten der mittelständischen Spedition Alois Gassner KG. Ein Rad muss in das andere greifen, um diesem hohen Anspruch gerecht zu werden. Verständlich, dass man bereits in der Planungsphase auf die Schnittstelle zwischen Lager, Rampe und Lkw ein ganz besonderes Augenmerk richtete. Auf einer Grundstücksfläche von 13 000 Quadratmeter entstand ein Gebäudekomplex mit Lager und Büro von insgesamt 3 000 Quadratmeter. Auf 6 000 Palettenstellplätzen lagern hier Produkte von mehr als 20 Firmen, die die wirtschaftlichen Vorteile einer outgesourcten Lagerlogistik zu schätzen wissen. Verspätungen bei der Auslieferung können bei der heutigen Wettbewerbslage schnell zu Kundenverlusten führen. Undenkbar für ein Unternehmen wie Gassner, das sich als Firmenphilosophie absolute Zuverlässigkeit auf die Fahnen geschrieben hat. Effizienz, absolute Zuverlässigkeit, Sicherheit und auch Nachhaltigkeit der Verladesysteme forderte daher die Ausschreibung, und der Verladespezialist Promstahl aus Gehrden bekam den Zuschlag. Kernkompetenz und Beratungsqualität gaben letztendlich den Ausschlag.

 

Perfekte Andocksituation


Vier Verladestellen, klar gegliedert und mit einer großzügig dimensionierten Rangierflächen vor den Andockstellen versehen, jeder Lkw-Fahrer weiß das sicherlich zu schätzen, wurden hier eingebaut und sind exakt auf die täglich anfallenden Umschlagmengen ausgelegt. Das gesamte Verladepaket umfasst die bekannte Standardlösung mit Überladebrücke, Torabdichtung und Sektionaltor. Die enge Zusammenarbeit zwischen Auftraggeber, Architekt und Promstahl-Beratung führte dann aber zu einer Variante mit überzeugenden Vorteilen für Bauherr und Verladepraxis.

 

Innenrampe gegen Loadhouse


Das Argument, das speziell die großen Logistiker heute vertreten, als Verladesysteme mehrheitlich auf Loadhouses zu setzen, stieß hier bei Gassner nicht auf fruchtbaren Boden. Die Einstellung mittelständischer Unternehmer wird in der Tat von anderen Einflussfaktoren gesteuert. Was jedoch deckungsgleich ausfiel, betraf die Einstellung zur Effektivität und zur Wirtschaftlichkeit. Man entschied sich hier in Balzhausen trotz guter Argumente für ein Loadhouse-Konzept, auch aus optischen Gründen, für eine klassische Innenrampen-Lösung. Die Vorteile der thermischen Trennung beim Loadhouse zwischen Verladesystem und Lagergebäude entkräftete man mit der klassischen Bauweise von in der Halle eingebauten ISO-Verladestellen. Alle vier hochisolierten Sektionaltore schließen bis auf Hofniveau vor den Verladestellen und kapseln die gesamte dahinterliegende Verladetechnik komplett nach außen ab. Bis zu 80 Prozent Energieeinsparung garantiert diese Bauweise gegenüber einer Standard- Verladelösung.

 

Klar gegliederte Außenfassade


Hier in Balzhausen vertragen sich die im Inneren der Lagerhalle eingebauten Verladesysteme in der Tat hervorragend mit der äußeren Fassade des Baukörpers. Interessant ist auch die Erklärung des Betreibers, die sicherlich stark mit der Bodenständigkeit zum Ort Balzhausen zusammenhängt: Julia Gassner, Geschäftsführerin, erklärt: „Die Logistikhalle ist komplett von der Straßenfront einsehbar, und wir legen hier in Balzhausen sehr viel Wert auf eine saubere Umgebung, also keine Schmutz- und Dreckecken im Umfeld der Verladezone, wie sie beim Einbau von vorgelagerten Loadhouses in der Regel nicht zu vermeiden sind.“

 

Verladetechnik für Sattelzüge


Alle Sattelzüge als Kühlgut- und Planenauflieger, dazu Schnelltransporter mit Ladekühlung, die hier die Verladeszene beherrschen, sind Eigentum der Spedition Gassner. Da keiner der Gassner-Lkw mit Ladebordwänden ausgestattet ist, wurde bei der Planung der innenliegenden Rampen auch keine Unterfahrbarkeit berücksichtigt. Das senkt die Baukosten und verstärkt sogar den Energiespareffekt der ISO-Verladestellen. Vermieden wurden bautechnisch komplizierte und somit kostenintensive Einschal- und Betonarbeiten. Bei den Überladebrücken entschied man sich bei drei Versionen für eine Länge von 2,5 Meter und um bei größeren Lkw-Höhenunterschieden auf der sicheren Seite zu sein bei der vierten Überladebrücken für eine Länge von 3 Meter. Alle Brücken arbeiten per Taster elektrohydraulisch und sind mit einem 500er Vorschub ausgestattet. Diese Technik spart gegenüber Klappkeilbrücken Zeit beim Andocken der Lkw, vor allem wenn ungenau angefahren wird.

 

Sicherheit senkt die Kosten


Neben der Wirtschaftlichkeit steht auch die Sicherheit des Ladepersonals bei Gassner im Fokus, denn Unfälle beim Be- und Entladen sind an der Laderampe nie ganz auszuschließen. Überwiegend sind hier Gabelstapler im Einsatz, also ist bei Unfällen in der Regel mit schwerwiegenden Folgen für Mensch, Maschine und Ware zu rechnen. Alle Brückenplateaus sind daher aus Sicherheitsgründen mit einem Antirutschbelag versehen. Schwenkbare Halogen-Verladeleuchten sorgen im Bereich der Verladebrücke und im Inneren des Lkw, falls mal wieder typisch deutsches Regenwetter mit entsprechender Dunkelheit angesagt ist, für optimale Sichtverhältnisse. Strapazierfähige Planen-Torabdichtungen als Wetterschutz, passend für jede Lkw-Größe, und hochisolierte Industrietore mit Elektroantrieb runden das ISO-Verladepaket ab. Weiter wurden Einfahrhilfen vor allen vier Andockstellen montiert. Eine große Hilfe für jeden Fahrer, um ohne Zeitverlust sicher anzudocken. 

www.promstahl.com

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Beitrag aus dhf 10.2014

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