Foto: Demag
Krane drahtlos steuern

Funk oder Infrarot? Anwender, die ihre Industriekrane vom Boden aus steuern möchten, können eine Systementscheidung treffen. Die große Mehrzahl der Kranbetreiber wählt heute ein Funksystem, aber auch die Infrarottechnik hat nach wie vor ihre Befürworter und eigene technische Argumente auf ihrer Seite.

 

Ein wesentlicher Unterschied zwischen Funk- und Infrarottechnik besteht in der deutlich geringeren Reichweite von rund 40 Meter zwischen IR-Sender und Sensor(en). Allerdings kann diese Einschränkung auch ein Vorteil sein, wenn zum Beispiel der Anwender aus Sicherheitsgründen die Entfernung begrenzen möchte, aus der der Kran bedient wird. Mit dieser kontrollierten Reichweitenbegrenzung kann sichergestellt werden, dass sich der Bediener immer in der Nähe der zu steuernden Maschine befindet und somit den Wirkbereich der Maschine einsehen kann. Darüber hinaus besteht kein Risiko, dass die IR-Steuerung von Funksystemen im Betrieb beeinflusst beziehungsweise gestört wird. Umgekehrt geht von ihr auch kein Störpotenzial für andere Funksysteme aus.

 

DIR – die neue Infrarotsteuerung


Für solche Anwendungen steht mit der DIR jetzt eine Infrarot-Steuerung der neuesten Generation zur Verfügung. Das robuste Handsendergehäuse ist von den Demag-Funk-Steuerungen her bekannt. Der Anwender muss sich also nicht umgewöhnen und kann bei beiden Übertragungstechnologien dasselbe Tastaturkonzept nutzen. Die DIR-Handsender werden in zwei Baugrößen für die zweistufige Steuerung angeboten: Mit sechs Tasten (DIR 6) und zehn Tasten (DIR 10) zur Steuerung von zwei beziehungsweise drei Achsen.


Vergleichbar mit den Funk-Steuerungen können mehrere Krananlagen, bis zu zehn, im gleichen optischen Raum betrieben werden. Beim Mehrsenderbetrieb sorgt eine überwachte Senderumschaltung für eine klare Zuordnung zwischen Steuerung und Kran.


Das kontrastreiche zweifarbige Display stellt Geräte- und Warninformationen übersichtlich dar und sorgt ebenso für Sicherheit wie der integrierte Vibrationsalarm sowie die Stopp-Funktion gemäß Kategorie 3/Performance Level „d“ nach EN 13849-1. Die Bedienung des Krans wird dadurch erleichtert, dass bei Distanzen bis circa 15 Meter auf das exakte Ausrichten des Senders auf den Sensor verzichtet werden kann, da die Strahlen der hochleistungsfähigen IR-LEDs von der Umgebung reflektiert werden.

 

Für Industriekrane und mehr geeignet


Die leistungsstarken Akkus gewährleisten eine Laufzeit von 30 Stunden mit einer Ladung. Die Aufladung erfolgt komfortabel über eine optional lieferbare induktive Ladestation.


Mit diesem Eigenschaftsprofil eignet sich die neue Infrarot-Steuerung DIR nicht nur für die sichere und zuverlässige drahtlose Steuerung von Industriekranen. Sie kann zum Beispiel auch für die Bedienung von Hängebahnen, Verschiebewagen und anderen fördertechnischen Anlagen genutzt werden.


Für den komfortablen und sicheren Einsatz bietet Terex Material Handling weiteren Zubehör zu den DIR-Handsendern an. Dazu gehören passgenaue Silikon-Schutzhüllen zum Beispiel für den Einsatz in Umgebungen mit abrasiven Stoffen und Tragetaschen mit Gurt.

www.demagcranes.de

 

Beitrag aus dhf 12.2016

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