Foto: RUD Ketten
Neuheiten am Anschlagpunkt

Nach dem Motto „Auffällig anders – in vielem besser“ haben die schwäbischen Kettentüftler von RUD (Rieger & Dietz) die für Konstrukteure so wichtige Nische der sicheren Aufhängeösen nochmals verbessert und mit weiteren Neuheiten optimiert. Modernste Prüfverfahren der Anschlagmittel garantieren zudem höchste Sicherheit.

 

Das Aalener Unternehmen ist unter anderem der Erfinder der VIP-Lastbock-Gewinde-Serie und hat diese die letzten 25 Jahre stetig verbessert. Durch die Entwicklung des ICE-Bolt-Schraubenmaterials konnte jetzt zum Beispiel ein weiterer Sprung in der Tragfähigkeitserhöhung, also auch in Güteklasse 12, realisiert werden. Daraus resultiert eine erheblich höhere Belastbarkeit bei gleichem Gewindedurchmesser, bei den Größen von M8 bis M30 um durchschnittlich 45 Prozent. Die neue Serie „VLBG-Plus“ unterscheidet sich zu der herkömmlichen Variante nicht nur durch die Beschriftung „Plus“. Zu den weiteren Merkmalen gehören hier ein geschmiedetes Oktagon-Relief am Aufhängebügel und die Farbe „Verkehrspurpur“, die auch als Überhitzungsindikator dient.

 

Drehen, Kippen, Wenden


Vor zwei Jahren brachten die Anschlagmittelspezialisten den kugelgelagerten „ICE-LBG“ auf den Markt. Auch diese unter allseitiger Volllast drehbare Version hat eine Aufwertung in ihren Tragfähigkeitsbelastungen um durchschnittlich 45 Prozent erhalten (Güteklasse 12). Die neue Variante „ICE-LBG-SR“ werde überall dort dringend benötigt, wo Lasten gedreht, gekippt und gewendet werden, so das Unternehmen, denn bei diesen Bewegungen sei ohne Spezialkugellager nie auszuschließen, dass sich die Befestigungsschraube unbeabsichtigt aufdreht.

 

Aufhängeöse aus ultra hochfestem Garn


Für Anwendungen, bei denen empfindliche Oberflächen durch ein metallenes Teil, zum Beispiel eine Aufhängeöse, ein Schäkel oder Ähnliches, nicht beschädigt werden dürfen, hat RUD mit dem Typ „Safety-Tex-Point STP“ eine spezielle Anschlagpunkt-Lösung geschaffen. Anstatt mit einer Öse aus hochfestem, vergütetem Stahl wird die Aufhängung durch eine aus einem ultra hochfestem Garn produzierte Schlaufe realisiert. Einsatzmöglichkeiten werden unter anderem im Werkzeug- und Formenbau und in der Flugzeug- und Aerospace-Industrie gesehen. Durch die Kugellagerung ist die allseitige Belastbarkeit garantiert, also auch Drehen unter Volllast. Die Größen M20/24 und M30 mit einer Tragfähigkeit bis vier Tonnen und einer Einsatztemperatur von minus 40 Grad Celsius bis plus 65 Grad Celsius werden bereits gefertigt.

 

B-ABA – der allseitig belastbare, schraubbare Anschlagpunkt


Auch an seiner ABA, eine schweißbare, starre Aufhängeöse bis 31,5 Tonnen Tragfähigkeit, hat RUD gearbeitet. Bei vielen Anwendungen sei eine starre Ausführung gegenüber klappbaren Anschweißpunkten im Vorteil, so die Meinung bei RUD.


Man habe deshalb eine schraubbare Version entwickelt, die alle Bedingungen einer modernen Aufhängung erfüllt. Sie wird unter dem Namen B-ABA, das „B“ steht für das englische Wort der Schraube-Bolt, in Gesenk geschmiedeten Größen von 1,6 bis 31,5 Tonnen angeboten. Die dazu gehörigen 100 Prozent magnetisch rissgeprüften Schrauben bestehen ebenfalls aus dem speziellen ICE-Bolt-Material und sind immer eine Schraubennenndicke dünner als eine 8.8 Schraube.

 

35 Jahre Erfolgsgeschichte „Prüfservice“


Als vor 35 Jahren, nach dreijähriger Entwicklungszeit eines mobilen Prüfservices, der erste Mercedes-Kastenwagen an die Abteilung Anschlagmittel ausgeliefert wurde, war das der Beginn einer bis heute andauernden Erfolgsgeschichte. Die damalige Vorschrift der regelmäßigen Überprüfung von Anschlagketten beinhaltete noch eine Prüfbelastung des 1,5-fachen der Tragfähigkeit vom jeweiligen Kettenstrang. Aus diesem Grunde wurde eine schwere Konstruktion als mobile, zusammenklappbare, hydraulische Zugvorrichtung entwickelt. Im Hause RUD wurde diese Prüfbelastung jedoch immer kritisch betrachtet, da durch die nur geringe Überlastung nicht wirklich eine sichere Beurteilung der Kette vorgenommen werden konnte.

 

Weltweite Sicherheitsprüfung


Parallel dazu führte RUD intensive Versuche durch, ob mit magnetischen Rissprüfgeräten auch die Kettenrisse im Rundungsbereich und unter der Farbschicht zu erkennen sind. Die Zuverlässigkeit dieser Prüfmethode konnte zu 100 Prozent nachgewiesen werden, und der gesamte Prüfservice wurde daraufhin auf das gegenüber einer 50prozentig höheren Prüflast viel sichere Prüfverfahren umgestellt. In den vergangenen 35 Jahren sind viele Tausend Kettengehänge, Bauteile und Anschlagpunkte auf ihre Einsatztauglichkeit geprüft und zertifiziert worden. Das Erfolgsrezept wurde von allen RUD-Fachhändlern übernommen, so dass heute in Deutschland täglich über 100 Fahrzeuge in Betriebe fahren und vor Ort für sichere Anschlagmittel sorgen. Mittlerweile wird dieses mobile Prüfverfahren nicht nur in ganz Europa genutzt, sondern ist auch das Erfolgsrezept weltweit, zum Beispiel in China, Mexiko und Brasilien.


Besonders erwähnenswert ist, dass Herbert Schmidt, der Mann des ersten RUD-Prüfwagens, auch heute noch mit einem Prüfwagen unterwegs ist und die vielen Prüftechniker der Wiederverkäufer schult. Herbert Schmidt ist damit das erfahrenste Prüf-Urgestein bei RUD und hat in seinem Prüfer-Leben schon viele kritische Lastaufnahmen aus dem Verkehr gebracht und dadurch die Arbeitssicherheit wesentlich erhöht.

www.rud.com

 

Beitrag aus dhf 7-8.2016

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