Foto: GIS
Umfassendes Logistikkonzept

Die Produktion mit einem vollautomatisierten Herstellungsprozess von Brandschutztüren ist das Glanzstück der Riwag Türen AG.

Moderne Krananlagen aus dem GIS-Kranbaukasten bedienen hier die manuelle Fertigung von Spezialformen. Das Besondere: In Energieketten werden Druckluft und Strom verschleißfrei und platzsparend zugeführt. 


Die Riwag Türen AG mit Sitz im schweizerischen Arth ist ein Familienunternehmen, das hauptsächlich moderne Brandschutztüren in unterschiedlichen Größen und Ausführungen herstellt. Seit Firmengründung im Jahr 1943 ist die Firmengeschichte immer von innovativem Handeln geprägt worden. Neuster Beleg hierfür ist eine Minergie-Produktionshalle, in deren Keller Abfälle wieder in Prozesswärme verwandelt werden.

 

Vollautomatische Türenproduktion


Im Keller lagert auch das Rohmaterial, bis es stapelweise der Anlage im Erdgeschoss übergeben wird. Kerne und Beläge, auch Einlagen und Absperrungen genannt, werden im Stapellager automatisch verwaltet und der Rohlingstraße zugeführt. Aufträge mit Türen gleicher Einlagen sind zu Fertigungspaketen zusammengefasst. Nach dem Verleimen folgt der Zuschnitt, wobei jede Türe andere Maße aufweisen kann. Auf einer zweiten Linie sind Absperrungen zuzuschneiden. Bereits von der dritten Linie passend abgelängte Riegel, das heißt Kanten oder Umleimer, werden nun beleimt und von Roboterhand um die Einlage gelegt. Im Anschluss an das Riegelpressen wird die Absperrung mit der sogenannten Mittellage, bestehend aus Kern und Umleimer, „verheiratet“. Nach dem Verlassen dieser Presse müssen die Rohlinge gleichmäßig im Kühlförderer abkühlen, bevor sie anschließend beidseitig geschliffen werden können. Die Kunden, zumeist Schreiner, bestimmen die Fertigungstiefe, und durch diese Vorgabe ergeben sich die weiteren Bearbeitungsschritte, wie beispielsweise Fälzen, Schloss- und Bandeinlassen oder Beschlageinbau.

 

Manuell spezielle Formen gestalten


In derselben Halle erfolgt auch die manuelle Fertigung von Bogentüren oder Türen mit kundenspezifischen Ausschnitten. Das benötigte Rohmaterial wird ebenso vollautomatisch im Keller vorkommissioniert und mit dem Lift ins Erdgeschoss gebracht. Von hier transportieren GISKrananlagen die sogenannten „Puzzleteile“, aber auch ganze Türen. Der gesamte Hallenbereich wird flächendeckend bedient, indem zwei Kranbahnen die insgesamt neun manuell verschiebbaren Kranträger mit Elektrokettenzügen aufnehmen. Spezielle Lastaufnahmen bilden den sicheren Kraftschluss zwischen Elektrohebezug und Tür. Die Vakuumerzeugung erfolgt mittels Druckluft in einem Ejektor direkt in der Lastaufnahme. Energieketten führen in Längs- und Querrichtung die benötigten Medien zu. Sie laufen jeweils verschleißfrei in offenen Profilen neben Kranbahn und -träger. Auch an den Montagearbeitsplätzen sorgen GIS-Krananlagen für Arbeitserleichterung. Elektrokettenzüge mit Sanftanlauf ermöglichen dabei das präzise Positionieren von sperrigen Teilen, und durch Rutschkupplung ist die Sicherheit, selbst bei Überlast, immer gewährleistet. Die partnerschaftliche Zusammenarbeit beider Firmen garantierte eine reibungslose Planung und Realisierung dieses Krananlagen- Projekts. 

www.gis-gmbh.de


Details der GIS Krananlagen 

– Im Fertigungsbereich wird eine Fläche von rund 56 x 16 Meter mit drei GIS-Krananlagen erschlossen. Zwei Kranbahnen erstrecken sich hierzu nebeneinander über die gesamte Hallenlänge. Sie dienen zur Aufnahme von insgesamt neun Einträgerhängekrane mit je einem Elektrokettenzug. Deren Bereiche überlappen sich in Längsrichtung, sodass eine lückenlose Abdeckung erreicht wird.

– Befestigung der Kranbahnen mittels Längs- und Querabspannungen an der Hallenholzkonstruktion. Sämtliche Komponenten stammen aus dem Kranbaukasten.

– Kranbahnen und Kranträger bestehen aus GIS KB III Profilen. Müheloses manuelles Kranfahren wird dank Leichtlaufrollen ermöglicht.

– Ausgestattet ist die Anlage mit neun modernen Elektrokettenzügen des Typs GCH 250/1NF, mit einer maximalen Traglast von jeweils 250 Kilogramm und zwei Hubgeschwindigkeiten mit 8 sowie 2 Meter pro Minute und Sanftanlauf. Die Hubhöhe beträgt maximal 4,4 Meter.

– Strom- und Druckluftzuführung in Längs- und Querrichtung erfolgt über Flachkabel und PVC-Schläuche, die in Energieketten verschleißfrei und platzsparend geführt werden. Vertikale Versorgung via Kabel mit automatischer Aufrollvorrichtung und Spiral-Druckluftschlauch.

– Weitere GIS-Krananlagen erleichtern auch im Montagebereich das Materialhandling.

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Beitrag aus dhf 7/8.2015

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