Foto: Jungheinrich 
Breite Innovationsoffensive

Ein Unternehmen, das innovative Ideen in seine Produkte einfließen lässt, setzt auch bei Investitionen in die Flurförderzeugflotte auf zukunftweisende Konzepte.

Exemplarisch steht dafür die S. Spitz GmbH. Der Nahrungsmittel- und Getränkehersteller vertraut hinsichtlich Flurförderzeuge und Flottenmanagement auf Jungheinrich, Hamburg. 

 

 

Im Werk der S. Spitz Gesellschaft m.b.H. in Attnang-Puchheim, Oberösterreich, herrscht rege Betriebsamkeit. Vierradstapler entladen Lkw, Schubmaststapler lagern Waren ein und aus und Schlepper transportieren auf ihren Anhängern Material in die Produktion. Auf längeren Strecken sind auch Dreiradstapler zu sehen, auf kürzeren Elektro-Hochhubwagen. Zum Beladen von Lkw nutzt das Unternehmen Nieder- und Hochhubwagen, zum Containerbeladen Dreiradstapler. Insgesamt umfasst die Flotte 66 Geräte. Diese sind, soweit es aus Sicherheitsgründen notwendig ist, mit Floor-Spots ausgestattet, die dunklere Bereiche mit LED-Licht ausleuchten.

 

Automationslösung als Pilotprojekt


Selbst eine Automationslösung für Flurförderzeuge ist bei Spitz im Einsatz. Sie ist das erste Ziel, an dem Prokurist Günter Heimbuchner, Leitung Logistik und Technischer Einkauf, beim Rundgang stoppt. „Wir sind an der Zukunft der Intralogistik und infolgedessen auch an Innovationen in diesem Bereich interessiert. Vor diesem Hintergrund haben wir ein Pilotprojekt mit dem Auto Pallet Mover, einem fahrerlosen Transportfahrzeug von Jungheinrich, gestartet.“ Eine Maßnahme, durch die das Unternehmen, das sich zu den Vorreitern in der Automatisierung zählt, den Weg für neue Lösungen ebnet.


Mit dem Auto Pallet Mover ERC 215a (APM), der auf einem Elektro-Deichselhubwagen von Jungheinrich und folglich auf einem ausgereiften Standardflurförderzeug basiert, sammelt Spitz Erfahrungen. Der APM beliefert die Abfüllanlagen des Betreibers automatisch mit zehn Palettentypen, optimiert deren Bereitstellung im Füllbetrieb und zeigt letztlich Einsparpotenziale auf. Außerdem hat Spitz seine Mitarbeiter von anstrengenden körperlichen Tätigkeiten befreit und seine Produktivität gesteigert. Heimbuchner deutet auf den Boden. „Da sich durch den APM die Staplerverkehre mit Paletten im Außenbereich erübrigen, fällt in der Halle kein Schmutz mehr an, und es ist nicht mehr rutschig. Überdies profitieren wir heute von einem strukturierten Materialfluss.“


Zu den Vorzügen des APM gehört auch, dass sein Einsatz keine aufwendigen Fräsarbeiten am Boden erfordert, was in der Fertigung eines Lebensmittelherstellers sehr kritisch wäre. Es sind lediglich Reflektoren an den Strecken anzubringen, an denen sich der APM mithilfe eines Laserscanners orientiert. Die Kommunikation mit dem übergeordneten System läuft via WLAN. Pluspunkte sammelt der APM auch wegen seiner Flexibilität bezogen auf Kursänderungen sowie aufgrund seiner hohen Verfügbarkeit. Käme es dennoch zu einer Störung, ließe sich der APM durch manuell gesteuerte Stapler ersetzen. Das Gerät selbst könnte ebenfalls manuell genutzt werden, falls Spitz einmal einen normalen Elektro-Deichselhubwagen benötigen sollte.


Der APM transportiert Leerpaletten zu sechs Abfüllanlagen für PET-Flaschen und Dosen. Die unterschiedlichen Palettenstapel, beispielsweise bestehend aus Euro-, Düsseldorfer- oder Chep-Paletten, nimmt er an einem zentralen Übernahmepunkt auf und setzt sie auf die Zuführstrecken der Palettierer, die der Abfüllung im Materialfluss folgen. Ist der letzte Pufferplatz an einer Anlage leer, lösen Sensoren automatisch einen Nachschubauftrag aus.


Damit für Sicherheit gesorgt ist, hat Jungheinrich das Fahrzeug mit einem Personenschutzsystem in Antriebs- und Lastrichtung sowie mit Gabelspitzensensoren zur Palettenbrucherkennung ausgestattet. Außerdem sind an den vorderen Ecken des APM Laserscanner montiert, die über seine gesamte Länge Seitenschutz gewährleisten.

 

Transparente Flurförderzeugflotte


Spitz hat auch einen Teil seiner Flurförderzeuge in das ebenfalls zukunftweisende Flottenmanagementsystem ISM Online (Informationssystem für das Staplermanagement) von Jungheinrich eingebunden. Dadurch erhält das Unternehmen Daten über die Betriebsstunden seiner Geräte und die Zahl der auftretenden Gewaltschäden. Hinsichtlich der Schäden steht vor allem der Verladebereich im Fokus, wo meist Betriebsfremde die Lkw beladen.


Heimbuchner weist einen Mitarbeiter an, seinen Gabelhubwagen langsamer über eine Rampe in einen Lkw zu lenken. „Das ISM Online soll in erster Linie dazu beitragen, die Gewaltschäden an den Fahrzeugen und die sich daraus ergebenden Kosten zu minimieren. Noch gravierender wären aber Beschädigungen an Betriebseinrichtungen und die damit verbundenen Ausgaben, verursacht durch einen unsachgemäßen Umgang mit den Flurförderzeugen.“


Überdies gehe es um Sicherheit, was auch ein höheres Verantwortungsbewusstsein der Fahrer voraussetze. Zudem wolle man unterbinden, dass einzelne Personen Beschädigungen auslösen und dann behaupten könnten, sie träfe keine Schuld. Dies verhindere das Modul Sicherheit des ISM Online, indem es die Schocks erfasse, die beim Betrieb der eingebundenen Geräte aufträten. Davon ausgehend ließe sich die Schuld jeweils klar zuweisen. Die wesentlichen Vorteile des intuitiv zu bedienenden, webbasierten und ganzheitlichen Jungheinrich- Flottenmanagementsystems zum analytischen Sammeln, Beobachten und Auswerten und somit zur maximalen Transparenz von Flottendaten liegen für Spitz in dem schonenderen Umgang mit den Geräten sowie in einer höheren Verfügbarkeit und Effizienz. Bereits das Modul Basis informiert über die Stamm- und Vertragsdaten der Fahrzeuge, liefert Reports und Analysen zur Anzahl der Geräte, zu ihrem Alter und zu den Gesamtkosten der Flotte am Stichtag. Ergänzend dazu bietet das Modul Betriebskosten eine Übersicht über Fakturen und Serviceberichte sowie eine detaillierte Kostendarstellung.


Neben den Gewaltschäden hat das Unternehmen primär die Zahl der Betriebsstunden der Flurförderzeuge im Blick. Ausführliche Angaben zum aktuellen Betriebsstundenstand der Geräte macht das Modul Produktivität, das obendrein eine Prognose über die zu erwartenden Betriebsstunden bis zum Ende des aktuellen Kalenderjahres ermöglicht. Insofern kann Spitz Abweichungen zeitnah erkennen und gegebenenfalls seine Flottenauslastung optimieren.


Heimbuchner verdeutlicht anhand einer Liste, wie stark Spitz sein Typenspektrum eingeschränkt hat. „Früher haben wir mit sehr unterschiedlichen Gerätetypen gearbeitet. Durch das Modul Produktivität sind wir in der Lage, unsere Flotte im Hinblick auf ihre Auslastung exakt zu analysieren und sie effizienter zusammenzustellen.“ Heimbuchner betont, die Investitionskosten für das ISM Online seien gering, verglichen mit der Gesamtinvestition in eine Flurförderzeugflotte. „Entscheidend ist, dass wir unsere Mitarbeiter sensibilisieren konnten, sorgfältiger mit den Geräten umzugehen. Ein Erfolg, der sich vor allem in der Fertigung zeigt, wo jedem ein bestimmtes Fahrzeug zugeteilt ist.“

 

Umfassende Paketlösung


Spitz nutzt das Gros seiner Flurförderzeugflotte, einschließlich Sonderbaufahrzeuge, innerhalb eines mit Jungheinrich über fünf Jahre abgeschlossenen Finanzdienstleistungsvertrags inklusive Full-Service. Eine Lösung, die in Deutschland unter der Bezeichnung Rental läuft und bei Spitz Standard werden soll. Heimbuchner öffnet eine Tür. „Hier war früher unsere Werkstatt, heute kommen wir ohne sie aus. Zumal wir durch den Vertrag auf eine reine Nutzung der Technik setzen, nicht auf deren Erwerb. Die Fahrzeuge funktionieren praktisch immer, und wir haben unsere Prozesse vereinfacht.“ Der Vertrag garantiert eine Reaktionszeit von maximal zwei Stunden bis zum Erscheinen eines Servicetechnikers vor Ort. Außerdem profitiert der Betreiber davon, dass er keine Ersatzteile mehr bevorraten und bestellen muss sowie von gleichbleibenden Raten über die gesamte Laufzeit und damit von Planungssicherheit.

www.jungheinrich.de

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Beitrag aus dhf 12.2015

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