Foto: Stöcklin
Service gut – alles gut!

Um dauerhaft auf die Ausfallsicherheit und Verfügbarkeit ihrer Staplerflotte vertrauen zu können, hat die MIFA AG einen Full-Service-Vertrag mit der Stöcklin Logistik AG abgeschlossen.

Das am Standort Frenkendorf implementierte Flottenmanagement fokussiert die Wartung, Instandsetzung und Ersatzteilbevorratung. Basierend auf den Ergebnissen einer vorangegangenen Einsatzanalyse konnte die Anzahl der in den Materialfluss eingebundenen Geräte um mehr als zehn Prozent gesenkt werden. Diese Einsparungen machen sich insbesondere bei den Unterhaltskosten positiv bemerkbar.

 


Im Verbund der zum Einzelhandelskonzern Migros gehörenden Mibelle Group, Nummer 3 auf dem europäischen Markt der Eigenmarkenanbieter, ist die MIFA AG das Kompetenzzentrum für die Herstellung von Waschmitteln und Speisefetten. Am Standort Frenkendorf nahe Basel betreibt der Schweizer Marktführer modernste Produktionsanlagen, die dem strengen Regelwerk der „Good Manufacturing Practice“ (GMP) unterliegen. Im Geschäftsfeld „Personal & Home Care“ sind es 17 Produktions- und 12 Abfülllinien für Pulver und Flüssigkeiten, über die ein Ausstoß von 224 Tonnen pro Tag beziehungsweise 205 000 Einheiten erzielt wird. Der Bereich „Nutrition“ wird durch fünf Produktions- und neun Abfülllinien bedient. Hier werden täglich 42 Tonnen beziehungsweise 76 000 Einheiten an Butter- und Fettprodukten hergestellt.

 

Systematische Optimierung des Fuhrparks


Entsprechend hoch sind die Anforderungen an die Verfügbarkeit eines jeden zum Einsatz kommenden Staplers. Die Aufgabe von Stöcklin Logistik aus Dornach in der Schweiz bestand zunächst darin, den tatsächlichen Bedarf an Fahrzeugen und Gerätetypen zu ermitteln. Damit verbunden war die Aussicht auf handlungsrelevante Informationen zur Reduzierung der Betriebs- und der Unterhaltskosten. „Im Zuge der sich anschließenden Potenzialanalyse sind wir zu dem Ergebnis gekommen, dass die erforderliche Produktivleistung auch mit einer deutlich verringerten Zahl an Flurförderzeugen erbracht werden kann“, sagt Markus Stohler, Regionalverkaufsleiter Nordwestschweiz im Geschäftsbereich Flurfördermittel bei der Stöcklin Logistik AG. Voraussetzung hierfür seien partielle Instandsetzungsarbeiten, eine Verjüngung der Staplerflotte sowie ein bedarfsgerechter und effizienter Ressourceneinsatz. Gesagt, getan. Auf Basis des entwickelten Flottenmanagement-Konzepts konnte die Zahl der Fahrzeuge gleich anfänglich von 66 auf 55 reduziert werden. 29 Geräte hat Stöcklin Logistik überholt und teils instandgesetzt sowie 26 Fahrzeuge gegen neue ausgetauscht. Dieser maßgeschneiderte Fuhrpark umfasst Elektro-Hubwagen, Elektro-Hochhubwagen, Elektro-Doppelstock-Geräte, Quersitzund 3-Rad-Stapler. Im Rahmen des auf eine Laufzeit von sechs Jahren angelegten Full- Service-Vertrages übernimmt Stöcklin Logistik sämtliche Unterhalts-, Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten und verantwortet zudem die Ersatzteilversorgung.


Über dieses Gesamtpaket, das auch Sicherheitsaspekte sowie eine kontinuierliche Transportoptimierung berücksichtigt, ist die Einsatzbereitschaft der einzelnen Geräte und damit die Verfügbarkeit der gesamten Staplerflotte durchgängig sichergestellt. Die Höhe der monatlich anfallenden Full-Service-Raten orientiert sich an den Ergebnissen der Einsatzanalyse. Dabei gehen die Partner von durchschnittlich 6 600 Betriebsstunden pro Gerät und Jahr aus. „Eine solch fix definierte Pauschalvereinbarung schafft Transparenz über die Kostenstrukturen und bildet eine verlässliche Kalkulationsbasis für die nächsten Jahre“, berichtet Markus Stohler weiter.

 

Baureihen stimmig integriert


Neu bei MIFA sind beispielsweise zehn Elektro-Hubwagen des Typs EDP 20 von Stöcklin Logistik von einer Tragfähigkeit bis 2 000 kg. Diese werden überwiegend zu Be- und Entladezwecken an den Rampen genutzt, übernehmen temporär aber auch Aufgaben im Bereich der Produktionsver- und -entsorgung. Darüber hinaus sind in den Lagerhallen am Standort Frenkendorf ein EDP 2001-P mit Fahrerstand- Plattform und Seitenbügel sowie fünf Elektro-Hochhubwagen aus der EDI 14-Serie im Einsatz. Letztere sind auf eine Hubhöhe von 2 800 Millimeter und eine Tragfähigkeit bis 1 400 Kilogramm ausgelegt. Vornehmlich im Produktionsumfeld unterwegs sind zudem Elektro-Doppelstock-Geräte, Typ EDD 12, des Schweizer Markenherstellers von Flurförderzeugen. Ihre zentrale Aufgabe ist die Bereitstellung von Rohmaterialen zur Weiterverarbeitung. Dabei werden Lasten bis 2 000 Kilogramm bewegt.


Aufgrund ihrer geringen Abmessungen und der kompakten Bauweise bewähren sich diese robusten Geräte insbesondere beim Einsatz unter vergleichsweise beengten Platzverhältnissen im Bereich von Produktion und Logistik. Durch das Konstruktionsprinzip der seitlich angeordneten Deichsel hat der Führer des EDI 14 jederzeit freie Sicht beim Aufnehmen der Waren und deren Abgabe. Die weiteren Baureihen sind mit einer mittig positionierten Deichsel ausgestattet. Zentrale Vorteile dieser Lösung sind maximale Bewegungsfreiheit und erhöhte Wendigkeit. Sämtliche Deichselköpfe sind nach ergonomischen Prinzipen gestaltet und lassen sich auch mit Arbeitshandschuhen feinfühlig bedienen. Großzügig dimensionierte Wippentasten ermöglichen ein fein dosiertes, proportionales Heben und Senken der Last.


Kennzeichnend für die Geräte sind zudem moderne, energiesparende AC-Fahrantriebe und drehzahlgeregelte DC-Hubmotoren. Der Seitenantrieb mit seitlicher Stützrolle beziehungsweise die Mittelantriebe mit zwei gefederten und gedämpften Stützrollen sorgen für höchstmögliche Fahrstabilität und Traktion beim Warenumschlag. Über das integrierte LOS-System (Limited Operating Strategy) sind die Stapler im Fall eines Defekts nicht vollends manövrierunfähig, sondern lassen sich trotz Einschränkung über einen gewissen Zeitraum weiter führen.


Für die Ver- und Entsorgung des Kühllagers haben sich die Vertragspartner für einen Quersitz-Stapler EFI 1600 mit einer Hubhöhe von 2 800 Milimeter und einer Tragfähigkeit von bis 2 000 Kilogramm entschieden. Bei einer Breite von 800 Millimeter und einer Vorbaulänge von nur 920 Millimeter handelt es sich hierbei ebenfalls um eine äußerst platzsparende und dennoch höchste Qualitätsanforderungen erfüllende Fahrzeugvariante. Die Bedienung erfolgt über einen Multifunktionsgriff. Zum Ergonomiestandard zählen ferner die elektrische Lenkung, ein verstellbarer Schwingsitz, gepolsterte Armlehnen, Ablagefächer und eine höhenverstellbare Bodenplattform. In der Verladezone sind Querstand/-sitz-Geräte vom Typ ESI 1250 mit einem Masthub von 1 800 Millimeter im Einsatz. Der Seitenantrieb und eine seitliche Stützrolle in Kombination mit dem im Initialhub integrierten Geländeausgleich sorgen auch hier für optimale Traktion und ein Höchstmaß an Fahrstabilität.

 

Full-Service-Modus auch für Fremdgeräte


Komplettiert wird die Flotte der in die Prozesse eingebundenen Fahrzeuge durch sechs 3-Rad-Gegengewichtsstapler. Die Geräte stammen aus der neuen Baureihe 15BT-9 des südkoreanischen Herstellers Hyundai, für den Stöcklin Logistik seit 2013 die Vertriebsaktivitäten in der Schweiz verantwortet und darüber hinaus Leistungen in den Bereichen Service und Wartung sowie Ersatzteilbevorratung und -versorgung erbringt. Dank einer Breite von lediglich 1 074 Millimeter und einem Wenderadius von 1 540 Millimeter sind auch diese Elektro-Stapler geeignet für den Einsatz in den schmalen Gängen der Hallen. Um Euro-Paletten mit Rohstoffen oder Fertigprodukten je nach Platzverhältnis auch quer aufnehmen zu können, sind fünf der sechs Fahrzeuge mit hydraulisch verstellbaren Teleskopgabelzinken ausgestattet worden, die sich je nach Bedarf zwischen 800 und 1 200 Millimeter justieren lassen.


Im Rahmen des auf eine Laufzeit von sechs Jahren angelegten Full-Service-Vertrages übernimmt Stöcklin Logistik alle anfallenden Wartungs-, Reparatur-, Präventions- und, falls erforderlich, Revisionsarbeiten, sowohl bei den Fahrzeugen aus eigener Herstellung, als auch an den Hyundai-Geräten. „Über den gewählten Full-Service-Modus gewährleisten wir im Sinne von MIFA eine kontinuierliche Verfügbarkeit und Sicherheit beim Betrieb der Staplerflotte und tragen Verantwortung für die Einhaltung aller gesetzlichen Vorschriften“, betont Markus Stohler. Der Kunde werde von Arbeiten entlastet, die nicht primär zur Wertschöpfung beitragen und spare zudem bares Geld.

 

Werterhaltung sichert Wertschöpfung


„Ihre Erfahrung auf dem Flurförderzeugsektor hat Stöcklin Logistik bereits nutzbringend in anderen Unternehmen der M-Industrie eingebracht, die sich ebenfalls für ein integriertes Flottenmanagement entschieden haben. Daher haben auch wir dieses Angebot dankend angenommen und sind sehr zufrieden mit dem schon nach kurzer Zeit Erreichten, sowohl in monetärer Hinsicht als auch in puncto funktionaler und operativer Sicherheit“, sagt Marc Ursprung, Leiter Logistik bei der MIFA AG. Das Schweizer Traditionsunternehmen könne sich nun gezielt auf strategische Herausforderungen und seine Kernkompetenzen konzentrieren. Das Leistungsversprechen des Schweizer Staplerherstellers versteht sich als ein sogenanntes „Rundum-sorglos-Paket“ für die Betreiber von kleinen bis großen Fuhrparks. Es gliedert sich in die Prozesse Analyse, Optimierung und Umsetzung mit dem Ziel, Transparenz über alle im Einsatz befindlichen Geräte zu schaffen sowie die innerbetrieblichen Transporte sicherer, effizienter und nachhaltiger zu gestalten. 

www.stoecklin.com


Titelthema aus dhf 6.2015

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