Bild: Stöcklin
Sorgenfreier Staplereinsatz

Im Rahmen einer Projekt-Ausschreibung überzeugte die Stöcklin Logistik AG mit einer umfassenden Flottenanalyse und einem ganzheitlichem Flottenmanagement für verschiedene Pilotbetriebe der Unternehmensgruppe M-Industrie.

VALENTIN ADELFIO 

Die M-Industrie gehört mit 18 Unternehmen in der Schweiz und drei Betrieben im Ausland zur Migros-Gruppe. Von der Konfitüre bis zum Waschmittel stellt sie mehr als 20 000 Produkte her.

Mit über 11 000 Mitarbeitern – darunter 415 Auszubildende in mehr als 20 Berufen – ist die M-Industrie eine der bedeutendsten Arbeitgeber der Schweiz und zählt weltweit zu den größten Produzenten von Eigenmarken. Der Firmenverbund beliefert nicht nur die Migros, sondern exportiert Schweizer Qualitätsprodukte in mehr als 50 Länder. Eines der M-Industrie-Unternehmen ist die ELSA in Estavayer-le-Lac, eine Gemeinde im Kanton Freiburg.


Das in Estavayer-le-Lac ansässige Unternehmen ELSA ist mit 600 Mitarbeitern die größte Molkerei an einem einzigen Standort. Das hohe Automatisierungsniveau sowie das ausgewiesene Technologie- und Prozess-Know-how versetzen ELSA in die Lage, ein vielfältiges Sortiment anzubieten, das höchste Hygiene- und Qualitätsansprüche erfüllt. Jahr für Jahr werden mehr als 269 Millionen Kilo Milch verarbeitet. Der Vertrieb verschiedener Schweizer Käsesorten sowie von Import-Käse aus Frankreich, Deutschland und Dänemark erfolgt über eine eigene Logistikplattform.


Im Oktober 2010 ist die Gruppe ELSA-Mifroma eine langfristige Partnerschaft mit dem Schwyzer Milchhuus in Schwyz eingegangen. Die Familienmolkerei ist vor allem in der Veredelung, Verpackung und im Vertrieb zahlreicher Schweizer Käsespezialitäten tätig.

 

Optimierungspotenziale gehoben


Die M-Industrie betreibt in über 18 Unternehmen an mehr als 30 Standorten Flurförderzeug- Flotten. Diese Fahrzeuge sind in den einzelnen Unternehmen organisch gewachsen beziehungsweise unter Berücksichtigung der individuellen Anforderungen laufend ergänzt worden. Somit sind heute über 1 200 Flurförderzeuge im Einsatz, die im Hinblick auf Fahrzeugtypen, Lieferanten, Finanzierung, Unterhalt, Service, Ersatz und Management pro Betrieb jeweils unterschiedlich bewirtschaftet werden.


Im Vordergrund der beauftragten Flottenanalyse standen die Überprüfung des richtigen Einsatzes der Fahrzeuge sowie des Bedarfs der Fahrzeugmenge und -typen. Ziel war, die Betriebs- und Unterhaltskosten zu minimieren sowie die Wiederbeschaffungskosten und Finanzierungskonditionen weiter zu verbessern. Im Zuge der Untersuchung durch die Schweizer Stöcklin Logistik AG aus Dornach wurde ein interessantes Optimierungspotenzial aufgedeckt, das im Anschluss erschlossen, das heißt schrittweise in Form eines einheitlich koordinierten Flottenmanagements für die gesamte M-Gemeinschaft umgesetzt worden ist. Auf diese Weise konnte allein am Beispiel von ELSA die ursprünglich 120 Geräte umfassende Staplerflotte um rund 10 Prozent auf 109 Geräte reduziert werden.

 

Bis zu 4 000 Betriebsstunden pro Jahr


In Estavayer-le-Lac meistern Stand-Sitzgeräte vom Typ ESI 1600 mit Doppelstockfunktion und einem Hub von 1 800 Millimeter härteste Dauereinsätze in den Bereichen Lkw- Verladung, Blocklagerung, Regalbedienung und Kommissionierung. Die Stöcklin-Lagertechnikstapler, die mit Fahrerstand ES oder mit Fahrersitz EF auf einer identischen Baugruppe basieren, überzeugen durch hohe Umschlagleistung sowohl auf langen Strecken als auch in schmalen Regalgängen. Sie sind mit einem starkem AC-Antrieb und moderner Technik ausgerüstet und lassen sich dank der kompakten Bauweise mit kurzem Vorbau und einer Breite von nur 800 Millimeter in allen Situationen einsetzen.


Zuvor wurde ein Teil dieser Stapler im Dauereinsatz mit bis zu 4 000 Betriebsstunden im Jahr und mit bis zu drei Wechselbatterien pro Gerät betrieben. Durch den Einsatz des energieeffizienten Lithium-Ionen- Energiepaketes von Stöcklin-Power kann ELSA nun mit nur noch einer Batterie und kurzen Zwischenladungen die drei Schichten ohne Batteriewechsel problemlos und effizient bewältigen. In Zahlen bedeutet dies, dass pro Tag und Mitarbeiter bis zu 30 Minuten Zeit eingespart werden konnten. Zudem entfallen Wartungsarbeiten, wie zum Beispiel das Nachfüllen von Wasser. Einsatzbeschränkungen sind aufgehoben, da keine Gasung stattfindet. Durch den um zirka 30 Prozent niedrigeren Strombedarf beim Laden wird die Effizienzbilanz im Sinne der Nachhaltigkeit weiter positiv beeinflusst.

 

Mit Lithium-Ionen-Energiesystem sicher und effizient kommissionieren


Während andere Anbieter in ihrem System nicht ganz ungefährliche Lithium-Kobalt-Zellen einsetzen und mit Ladefaktoren von 1,0 arbeiten (entladene Batterie in 1 Stunde geladen), setzt Stöcklin Logistik mit ihrem LI-ON-System auf Lithium-Eisen-Phosphat-Zellen LiFePO4 auf absolute Sicherheit und garantiert mit einem Ladefaktor von 0,5, das heißt, die entladene Batterie ist in maximal zwei Stunden wieder geladen, eine Lebensdauer von 5 000 Ladezyklen bei 80 Prozent Entladung. Das speziell dafür entwickelte aktive Batterie-Management-System überwacht und schützt die Batterie zuverlässig. So werden Temperatur, Spannung, Strom und Ladezustand permanent und mit hoher Präzision gemessen. Eine Überhitzung, Überladung sowie Tiefentladung sind nicht möglich.


Dank ihrer kompakten Abmessungen, dem ergonomischen Design und dem Umstand, dass die Fahrzeuge mit allen Arten von Kommissionierhilfen kompatibel sind, sind die neuen Stöcklin-Kommissionierer ESPK 20 gern gesehene Helfer in den verschiedensten Kommissionierzonen von ELSA. Als Antrieb wird ein bewährter 2.5 kW Drehstromantrieb mit direkt angeflanschtem Lenkmotor und den entsprechenden CAN-Bus-fähigen Elektroniksteuerungen eingesetzt. Gelenkt wird mit einem sphärisch aufgehängten Deichselkopf mit den entsprechenden Bedienelementen für Fahren und der Hydraulik. Die Fahrfreigabe ist erst nach dem Betreten der im Fahrerstand eingezeichneten Kontaktmatte möglich, die dann auch eine automatische Geradeausstellung des Antriebsrades freigibt. Dies gilt ohne Einschränkung auch für die Ausführung mit optionalem Mannhub, auch in angehobenem Zustand. Dank des eingebauten Geländeausgleichs und der automatischen Geschwindigkeitsreduzierung in Kurven verfügt dieses Gerät über sehr gute „Straßenlage“, selbst bei hohen Fahrgeschwindigkeiten von 14 Kilometer pro Stunde. Die Energie, die beim elektronischen Abbremsen freigesetzt wird, kann per Stromrückspeisung wieder verwendet werden. Zudem sind die AC-Fahr- und Lenkmotoren des ESPL 20 energiesparend und somit auch ressourcenschonend ausgelegt.


Für die Lkw-Verladung und Lagereinsätze kommen moderne und ergonomisch konzipierte Niederhubwagen EDP 20 und Hochhubwagen mit Radarmhub und Doppelstockfunktion EDD 12 mit fein dosierbarem und drehzahlgesteuertem Hubantrieb zum Einsatz.

 

Universelle Gabelstapler von Hyundai


Als Generalimporteur für die Schweiz hat Stöcklin Logistik die Frontstapler-Geräte des Markenherstellers Hyundai in das Flottenmanagement integriert: Der südkoreanische Hersteller will mit der neuen -9 Baureihe neue Maßstäbe auf dem Staplermarkt setzen und hebt sich deshalb in einigen Punkten deutlich von der starken Konkurrenz ab. Nicht nur optisch, sondern auch auf der Leistungsseite hat Hyundai einen Schritt nach vorne gemacht, baut jedoch weiterhin auf seinen Kernkompetenzen auf. Basierend auf einer kompakten und schlichten, jedoch robusten und langlebigen Bauweise bietet das Unternehmen Frontstapler mit einer Tragfähigkeit von 1,0 bis 25 Tonnen an. Mit dem neuen Design und diversen Optionen wird dem Komfort und der einfachen Bedienung der Frontstapler Rechnung getragen.


Auch die neu eingesetzten Frontstapler bei ELSA zählen zur neuen Baureihe und bieten zahlreiche Vorzüge. Im Einsatz sind Vierrad- Elektrostapler vom Typ 16B-9 mit einer Tragfähigkeit von 1,6 Tonnen und Hubhöhen von 3,7 und 5 Meter sowie Vierrad-Elektrostapler vom Typ 32B-9 mit einer Traglast von 3,2 Tonnen und einer Hubhöhe von 6,1 Meter. Alle Fahrzeuge sind mit zwei leistungsstarken AC-Fahrmotoren ausgestattet, die die Wendigkeit und Umschlageffizienz steigern. Zudem sind sie mit wartungsfreien Nassscheibenbremsen ausgestattet, die weniger Wärme erzeugen und dadurch eine höhere Bremsleistung bewirken.


Um die Sicherheit des Bedieners auch ohne Anlegen von Sitzgurten zu ermöglichen, hat sich ELSA für ein Rückhaltesystem bei den 16B-9-Geräten und für eine Vollkabine beim 32B-9 entschieden. Die Rückhaltesysteme sind mit einer Wegfahrsperre gekoppelt, so dass der Fahrer immer erst losfahren kann, wenn diese sicher geschlossen sind. Da der 32B-9 oft im Freien unterwegs ist, wurde hier ein besonderes Augenmerk auf eine angenehme Arbeitsumgebung gelegt. Die Lösung ist eine Vollkabine, die den Bediener vor Wind und Regen schützt. Optional wird dem Staplerfahrer durch die Fingertipp-Bedienung eine ergonomische und exakt regulierbare Lösung angeboten, welche für ein präzises Heben und Senken der Last sorgt. Durch die seitliche, um 180 Grad schwenkbare Batteriewechselklappe ist es möglich, bei Betriebsspitzen einen Batteriewechsel einfach und zeitsparend durchzuführen. Die standardmäßig aufgebauten Halogenscheinwerfer, LED-Heckkombinationsleuchten und Heckreflektoren verbessern die Sicht und erhöhen die Sicherheit für den Fahrer unabhängig von den Einsatzbedingungen. Des Weiteren vereinfacht die automatische Gabelnivellierung (Option) das Handling am Umschlagsplatz. Bei ELSA ist man jedenfalls hoch zufrieden: Mit den Elektro-Frontstaplern von Hyundai habe man robuste, universelle und leistungsstarke Arbeitsmaschinen, die sehr wartungs- und bedienerfreundlich sind.

 

Systematisches Flottenmanagement


Die gesamte Flotte, die 20 Prozent Fremdgeräte umfasst, wird durch erfahrene Stöcklin Servicetechniker, die regelmäßig vor Ort sind, im Full-Service ausgeführt. Mit dem Stöcklin-Power-Fleet steht ein effizientes Informationstool für ein ganzheitliches Management- System zur Verfügung, das die Staplerflotte kontinuierlich überwacht und laufend optimiert. Das Flottenmanagement- Tool ist in drei Stufen ausbaubar, ermöglicht unabhängig vom Staplerfabrikat eine detaillierte sowie transparente Analyse und steigert die Effizienz und Sicherheit der Stapler. ELSA nutzt vorerst die Stufe 1, bei welcher standortunabhängig die Fahrzeughistorie, wie unter anderem Wartung, Reparaturen, Gewaltschäden, Batterien, Beanspruchung und Auswertungen im Quervergleich jederzeit per Online-Zugriff abrufbar sind. Stufe 2 sieht ergänzend die Vergabe von Zutrittsberechtigungen zum Fahrzeug mit Schocksensoren vor. Nach Abschluss der Ausbau-Stufe 3 ist dann auch eine Real- Time-Datenübertragung mit bi-direktionalen Benachrichtigungen und Fahrzeugortung möglich. Bei ELSA ist man sehr zufrieden: Qualitativ sowie quantitativ entspräche das flexible Flottenmanagement-Angebot von Stöcklin Logistik den Vorstellungen für ein Rundum-Sorglos-Paket. Die Flotte sei heute um einiges produktiver und besser verfügbar als je zuvor. Stöcklin kümmert sich kompetent und professionell um die Fahrzeugflotte. ELSA kann diese nun effizient nutzen und sich auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren.

www.stoecklin.com

 
Titelthema aus dhf 6.2014

 
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