Foto: Yale
Hohe Effizienz durch optimale Raumausnutzung

Am ehemaligen Stammsitz und Gründungsort des Druckspezialisten Ellerhold in Zirndorf hat der Yale-Vertragshändler M. + S. Bauer aus Nürnberg ein bestehendes Lager mit einer maßgeschneiderten Intralogistiklösung, bestehend aus einer Hochregalanlage und einem Schmalgangstapler, ausgerüstet und so den Lagerplatz optimiert.

 

 

Die Ellerhold Gruppe wurde im Jahr 1987 als Ellerhold Siebdruck Plakate KG in Zirndorf bei Nürnberg gegründet und entwickelte sich innerhalb kürzester Zeit zu einer renommierten Plakat-Druckerei mit aktuell circa 600 Mitarbeitern deutschlandweit und einem Gesamtumsatz von rund 76 Millionen Euro in 2015. Inzwischen sind eine Vielzahl an Druckerzeugnissen für die Innen- und Außenwerbung zum Produktportfolio hinzugekommen, doch die Produktion von Plakaten gehört auch heute noch zum Kerngeschäft. Im Plakatdruck realisiert das familiengeführte Unternehmen alle Plakatformate für die Innen- und Außenwerbung, vom DIN A1 über City-Light-Poster und klassische 18/1 Großfläche bis zu Big Easy-Riesenpostern, die bereits ganze Kraftwerke umhüllten. Darüber hinaus produziert der Betrieb als einzige Druckerei Hohlkammerplakate im auflagenstarken Offsetdruck, Nass- sowie Haftklebeetiketten und besitzt zahlreiche Patente, beispielsweise für das Stretch Board sowie für das Stretch Poster mit umlaufender Lochung als Alternative zum Klebeplakat.

 

Investition für die Zukunft in Zirndorf


In Zirndorf werden in erster Linie Plakate für namhafte deutsche Markenhersteller gefertigt. Mit 55 Mitarbeitern erwirtschaftete Ellerhold im Jahr 2015 einen Umsatz von zehn Millionen Euro. „In der Vergangenheit war der Exportanteil in Zirndorf durch das boomende Russlandgeschäft mit circa 20 Prozent sehr hoch“, erklärt Bernd Schmidt, Geschäftsführer bei Ellerhold in Zirndorf. „In den Jahren 2007/2008 brach das Auslandsgeschäft aber durch den schwachen Rubel stark ein, sodass wir uns heute auf den süddeutschen Markt konzentrieren.“ Und das Geschäft brummt auch in den heimischen Gefilden. Im Jahr 2014 platzte die Produktion aus allen Nähten, als man die Fertigung um Haftetiketten für die Getränkeindustrie erweiterte. Für die Herstellung der hochveredelten Haftetiketten für Winzer und Spirituosenhersteller musste Ellerhold nicht nur neue Druckmaschinen anschaffen, sondern auch den Standort Zirndorf erweitern.


Mit einem Investitionsvolumen von drei Millionen Euro baute der Druckereibetrieb im Jahr 2015 auf einer Grundfläche von circa 1500 Quadratmeter ein neues zweistöckiges Verwaltungs- und Produktionsgebäude inklusive Lagerhalle. Dazu wurden die Räumlichkeiten der alten Druckerei komplett abgerissen und ein neues Gebäude errichtet, das architektonisch dem typischen Ellerhold Baustil entsprach. Charakteristisch für die Ellerhold-Betriebe ist das geschwungene Dach, das im Lagerbereich der Druckerei Intralogistikausrüster vor hohe Herausforderungen stellt, da Lagertechniklösungen „von der Stange“ nicht eingesetzt werden können.

 

Intralogistik muss sich in bestehendes Hallenlayout einfügen


Im neuen Hochregallager der Druckerei lagern in erster Linie Fertigwaren, wie zum Beispiel Plakate, Rohmaterialien für den Etikettendruck, fertige Etiketten sowie Unterlagen aus der Verwaltung. „Es war uns wichtig, dass der vorhandene Platz optimal genutzt wird, damit wir im Regal die größtmögliche Anzahl an Palettenstellplätzen zur Verfügung haben“, erläutert Bernd Schmidt. „Es sollte zusätzlich noch genügend Platz für ebenerdige Stellplätze vorhanden sein, um Schnelldreher per Hubwagen zu kommissionieren.“ Im Schnitt erhält Ellerhold Zirndorf 40 Druckaufträge am Tag, und circa 100 Kommissionieraufträge werden täglich im Zweischichtbetrieb bearbeitet. Bei circa 50000 Einzelaufträgen im Jahr wollte der Druckspezialist auch bei der internen Logistik nichts dem Zufall überlassen. „Der Name Ellerhold steht im Markt nicht nur für qualitativ hochwertige Druckerzeugnisse, sondern auch für eine termingerechte Lieferung“, so Bernd Schmidt. „Aus diesem Grund wollten wir unser Lager mit einer modernen Intralogistiklösung ausstatten, die auch bei weiterem Wachstum ein gewisses Maß an Skalierbarkeit bietet.“


Mit einer entsprechenden Ausschreibung ist die Druckerei an die Intralogistikhersteller herangetreten. „Unter den zahlreichen Lösungsvorschlägen hat uns das Konzept von Yale als einziges sofort überzeugt“, sagt Bernd Schmidt rückblickend. „Der Yale-Vertragshändler, die Firma M. + S. Bauer aus Nürnberg, hat uns das beste Gesamtkonzept angeboten, bestehend aus einer Hochregalanlage und einem Schmalgangstapler.“ Dass die heutige Intralogistiklösung aus einer Hand kommt, sieht Bernd Schmidt als zusätzlichen Pluspunkt. „In der Firma M. + S. Bauer haben wir jetzt einen verlässlichen Ansprechpartner, der das Projekt und alle Komponenten im Detail kennt und auch bei der Planung und Umsetzung mitgewirkt hat“, freut sich Bernd Schmidt. Mit der Yale-Lösung wurde nicht nur die gewünschte Anzahl an Palettenstellplätzen im HRL realisiert, sondern auch die ebenerdigen Stellplätze. Der vorhandene Lagerplatz wurde dabei bis auf den letzten Zentimeter perfekt ausgenutzt. Dazu Martin Gärth, V.M.L. Berater bei M. + S. Bauer: „Dadurch, dass am Hallenlayout nichts mehr verändert werden konnte, war es sehr schwierig, mit Standard-Regalsystemen die Anforderungen zu erfüllen. Es war eine Regallösung nach Maß gefordert, die wir mit dem Powerpal-Palettenregalsystem optimal abbilden konnten, da der Hersteller individuelle Maße liefert. Mit den flexiblen Powerpal-Regalsystemen hat Yale den vorhandenen Platz optimal ausgenutzt, so dass nun auf einer Fläche von circa 500 Quadratmeter ein Hochregallager (HRL) für circa 900 Palettenstellplätze entstanden ist. Das neue HRL umfasst jetzt insgesamt vier Gassen mit jeweils sieben Ebenen auf einer Länge von 17 Meter und einer Regalhöhe von 7,50 Meter. Um die vier Gassen und somit 900 Palettenstellplätze darstellen zu können, mussten die Gangbreiten auf 1,65 Meter ausgelegt werden. Hätte man sich für nur drei Gänge entschieden, wären 100 Stellplätze weggefallen. „Bei vier Gängen war es allerdings eine Herausforderung, ein entsprechend schmales Flurförderzeug zu finden, das in den schmalen Arbeitsgangbreiten von 1,65 Meter abzüglich Überstand der Paletten und beidseitig geforderten Sicherheitsabstand von 90 Millimeter eingesetzt werden konnte“, sagt Bernd Schmidt. „Nur Yale bot uns ein passendes Fahrzeug an.“ Dazu Martin Gärth: „Bei einer derart schmalen Gangbreite musste das Flurförderzeug sehr kompakt sein, um noch sicher im Gang arbeiten zu können. Der Yale-Schmalgangstapler der Baureihe MTC 10 mit Schwenkschubgabel und integriertem Pantograph war geradezu ideal für den Einsatz bei Ellerhold.“

 

Raumwunder in schmalen Gängen


Die Schmalgangstapler MTC 10 hat Yale speziell für Anwendungen konzipiert, in denen es auf eine effiziente Raumausnutzung im Lager ankommt. Das bei Ellerhold zum Einsatz kommende Fahrzeug hat eine Hubhöhe bis 7800 Millimeter bei einer Tragfähigkeit von einer Tonne. Durch den Einsatz eines Pantographen konnte die Fahrzeugbreite auf 1420 Millimeter reduziert werden. „40 Millimeter waren bei Ellerhold letztendlich entscheidend“, so Martin Gärth. „Mit diesem Maß bleibt die Ware immer noch innerhalb der Kabinenkontur, und ein sicherer Einsatz im Gang wird gewährleistet.“ Der in der Schwenkschubgabel integrierte Pantograph ermöglicht zudem ein schnelleres und präziseres Einlagern von Paletten ins Regal. Außerdem sorgt die oben und unten befestigte Schwenkschubgabel für ein perfektes Lasthandling und jederzeit gute Sicht auf Gabeln und Palette. Selbst in der unteren, abgesenkten Stellung hat der Bediener beide Gabeln im Blick. „Für uns ist ein einfacher und sicherer Umgang mit dem Stapler sehr wichtig, da die Fahrer nicht permanent auf dem Fahrzeug sitzen“, so Bernd Schmidt. „Mit dem neuen Yale Schmalgangstapler MTC sind diese Anforderungen erfüllt. Von Vorteil ist auch, dass die Kabine des Fahrzeugs mit nach oben fährt. So hat der Bediener jederzeit eine hervorragende Sicht auf die Palette und kann bei Bedarf sogar Kommissionieraufgaben ausführen.“ Mithilfe des patentierten Hydrauliksystems kann der Bediener mehrere Funktionen gleichzeitig ausführen. Er kann fahren, drehen sowie die Zusatzhubfunktion betätigen und dabei die Kabine anheben. Auf diese Weise erfolgt die Ein- und Auslagerung der Paletten deutlich zügiger. Betriebsunterbrechungen werden vermieden und die Produktivität wird verbessert. Bei allen Yale MTC-Staplern wird das Verhältnis von Geschwindigkeit zu Höhe und Gewicht serienmäßig überwacht. In der Praxis bedeutet das, dass anhand von Kabinenhöhe und Lastgewicht die schnellstmögliche Geschwindigkeit für den Stapler berechnet wird.

www.yale.com

 

Beitrag aus dhf 12.2016

16_12_TS_dhf_188.jpg

Gerne können Sie dhf 12.2016 mit weiteren interessanten Beiträgen bestellen:

E-Mail:  cedra@agt-verlag.de         

oder:      Kontaktformular

agt agile technik verlag gmbh
Teinacher Straße 34
71634 Ludwigsburg

Vertrieb, Frau Beate Cedra
Tel.: 07141/22 31-56

agt_logo_200_60.png



spacer
Weltrangliste Flurförderzeuge

16_12_WRL_link_154.jpg

spacer


SL_Banner_180x90-v2.jpg


Herstellerumfrage Flurförderzeuge
17_6_FFZ_UMF_start_188.jpg
spacer
Enzyklopädie der Flurförderzeuge
Enzy-cover-188.jpg
 
spacer
Online Werbung @ dhf