Foto: Adept
Erhöht Produktivität bei Continental

Im Februar 2016 wurden bei Continental mobile Roboter von Omron Adept zum Transport von Reifen im Produktionsprozess eingesetzt. Continental wollte untersuchen, ob die AIVs, mit der Steuerungssoftware des Werks verknüpft, als Transportflotte funktionieren, die Effizienz des Werks optimieren und die Herstellungskosten senken können.

 

Für die Untersuchung wurden im Reifenwerk von Continental in Sarreguemines, Frankreich, zunächst zwei Lynx-Transportroboter installiert. Die Hauptaufgabe bestand darin, die Reifenrohlinge vom WIP-Ort (Work in Progress) zu den Vulkanisierpressen zu bringen und damit die Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter zu verbessern. Diese monotone und körperlich schwere Arbeit wurde bis jetzt manuell ausgeführt. „Continental wendete sich vor zwei Jahren an uns“ sagte Fabien Benoteau, Anwendungsingenieur bei Omron Adept Technologies France. „Nach mehreren Simulationen im Februar 2015 wurden am Standort Sarreguemines zwei AIVs (Autonomous Intelligent Vehicles – autonome, intelligente Fahrzeuge) eingesetzt, um die Navigation und vor allem die Einsetzbarkeit dieser innovativen Technologie zu überprüfen. Der Automatisierungsprozess mit mobilen Robotern soll auch auf andere Produktionsstandorte von Continental ausgeweitet werden.“

 


Verbesserte Arbeitsbedingungen


Der Einsatz der mobilen Roboter von Omron Adept ermöglicht es Continental, das Bewegen von schweren physischen Lasten zu automatisieren und das Verletzungsrisiko der Mitarbeiter zu senken. Die innovative Technologie wirkt sich auch auf die Produktivität des Standorts aus. Mobile Roboter verringern die Bestückungszeiten und ermöglichen es, den Arbeitskräften höherwertige Aufgaben zu übertragen.

 

Vollkommen autonomes Fahrzeug


Im Gegensatz zu herkömmlichen AGVs (AGV = Automated Guided Vehicle – automatisiertes, geführtes Fahrzeug), die Modifizierungen der bestehenden Infrastruktur erfordern (eingelassene Magnete, Magnetbänder, Laserschranken und so weiter), benötigen AIVs keine Veränderungen an der Gebäudeinfrastruktur, sind vollständig autonom und werden von den Mitarbeitern des Unternehmens zudem leicht integriert. „Als in dem Werk die mobilen Roboter installiert wurden, haben wir eine 2D-Standortkarte angefertigt“, erklärt Fabien Benoteau. „Die Roboter erkennen alle feststehenden Komponenten wie Wände, Möbel, Säulen, Förderbänder und so weiter. Wir haben die Positionen wie Startposition, Beladen des Roboters, und Ankunftsposition, die Vulkanisierpresse für die Reifen, angelegt, und der Lynx ist in der Lage, selber zu festgelegten Zielen zu navigieren. Die AIVs sind mit einem horizontalen Sicherheitslaserscanner und zwei vertikalen Lasern ausgestattet, bewegen sich autonom und umfahren Hindernisse. Damit sie sich in ständig verändernder Umgebung bewegen können, sind sie zusätzlich mit einem Navigationssystem namens Acuity ausgerüstet, welches es den Robotern ermöglicht, mit Hilfe der Deckenbeleuchtung zu navigieren“, fügt Fabien Benoteau hinzu.

 

Schnelle und einfache Umsetzung


„AIV-Roboter verfügen über eine einzigartige Navigationstechnik“, erklärt Philippe Girardat, Verantwortlicher Prozessingenieur am Continental-Standort in Sarreguemines. „Früher, als AGVs noch an einen fest vorgegebenen Weg gebunden waren, mussten wir sie an den Hersteller zurückschicken, wenn wir die Route verändern wollten und die Infrastruktur am Boden erneuern. Der Lynx ist in der Lage, Route und Bahn in Echtzeit zu berechnen, Hindernisse zu umfahren und passt sich somit kontinuierlich der Umgebung und den unterschiedlichen Aufgaben an.“ Darüber hinaus geht die Einführung der Roboter sehr schnell. „Das ist ein sehr wichtiges Kriterium!“, bestätigt Mickaël Lallement, ein Automatisierungsingenieur für Elektrotechnik und Programmierung. „Dank der Unterstützung der Ingenieure von Omron Adept war die Installation in drei Tagen abgeschlossen.“

 

Zeiteinsparung und Produktivitätssteigerung


Als übergeordnete Instanz ist der Enterprise Manager, Flottenserver, in der Lage, den Verkehrsablauf einer AIV-Flotte zu managen und ihnen über die Schnittstelle zur Werkssoftware (WMS/MES) Aufgaben zuzuweisen. „Wenn der Prozess der Reifenpresse beendet ist, wird dem ersten verfügbaren Roboter die Anweisung erteilt, die Presse anzufahren und einen neuen Reifen bereitzustellen. Wir steigern Geschwindigkeit und Produktivität“, erläutert Mickaël Lallement. Außerdem sind die Roboter so konstruiert, dass sie im Flottenverband arbeiten. Dadurch können die Roboter untereinander kommunizieren und so Ziele und Aufgaben übernehmen, die sie vom Enterprise Manager zugeteilt bekommen. Nach dem erfolgreichen Test werden jetzt über 10 AIVs am Standort Sarreguemines und in Continental-Werken auf der ganzen Welt zum Einsatz kommen.

www.adept.com  

 

Beitrag aus dhf 12.2016

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