Foto: Meyer 
Nachhaltige Gabelstapler-Anbaugeräte

Die Meyer GmbH gehört weltweit zu den führenden Herstellern von Gabelstapler-Anbaugeräten.

Das Unternehmen, das 1953 am Stammsitz in Salzgitter gegründet wurde, ist international in über 30 Ländern vertreten. Besonderes Augenmerk richtet Meyer auf die Qualität seiner Produkte sowie auf kontinuierliche Innovationen. 

 

 

 

Bereits im Jahr 1984 entwickelte Meyer die erste Mehrpalettengabel weltweit. Damit wurde ein Trend initiiert, der heute aus dem modernen Massenwarenumschlag nicht mehr wegzudenken ist. Im Jahr 1993 hat das Unternehmen ein neuartiges Führungskonzept auf Basis einer Achsführung konzipiert, das schon damals für die zukünftigen Trends in der Gabelstapler- und Palettenlogistik entwickelt wurde. Die Kombinationen aus optimalen Sichtverhältnissen und niedrigsten Lebensdauerkosten bei höchster Zuverlässigkeit sind auch noch heute die Merkmale der aktuellen Baureihen der Meyer-Mehrpalettengabeln. 1996 wurde dieses Produktprogramm dann um 4/2- und 6/4-Jumbo-Palettengabeln ergänzt, die für den Umschlag in der Getränkelogistik neue Maßstäbe setzten. Seit 2010 werden diese Geräte auf Wunsch mit einer patentierten Dauerschmierung geliefert. Mit dieser Erfindung bietet Meyer ein einzigartiges, in das Führungssystem des Anbaugerätes integriertes Konzept. Die so an die Gabelstapler-Serviceintervalle angepassten und verlängerten Schmierintervalle prädestinieren diese Anbaugeräte für einen Full-Service-Einsatz.

 

Trends in der Anbaugeräteentwicklung


Maßgebliche Trends der letzten Jahre haben die Einsatzbedingungen von Flurförderzeugen und Anbaugeräten in Logistikprozessen und auch die begleitenden Produktentwicklungen beeinflusst und geprägt. Die folgenden Ansätze und Paradigmen spielen dabei heute und für die weitere Zukunft eine wichtige Rolle:

 

1. Effizienzsteigerung


Der zunehmende Kostendruck in Logistikprozessen zwingt Unternehmen, zur Sicherung der dauerhaften Wettbewerbsfähigkeit Maßnahmen zur Effizienzsteigerung zu identifizieren und konsequent umzusetzen. In Bezug auf Flurförderzeuge und Zusatzkomponenten, wie Anbaugeräte, sind dabei insbesondere die folgenden Aspekte von hoher Bedeutung:


• Maximale Geräteverfügbarkeit im täglichen Einsatz; Minimierung von Stillstandzeiten

• Vergrößerung der Ladeeinheiten

• Optimierung der Be- und Entladezyklen

• Minimierung des Energieverbrauchs, zum Beispiel Verlängerung der Einsatzdauer zwischen Batterieaufladezyklen von Elektrogabelstaplern


Voraussetzungen einer maximalen Geräteverfügbarkeit sind eine robuste Bauweise bei weitestgehendem Verzicht auf Verschleißteile beziehungsweise einer Maximierung der Lebensdauer. Verlängerte Schmier- und Wartungsintervalle leisten einen weiteren wertvollen Beitrag. Durch eine auf den Bedarfsfall hin optimal abgestimmte Kombination aus Flurförderzeug und Anbaugerät können Wegstrecken, Personal- und Fahrzeugeinsatz reduziert, Energieverbräuche minimiert und Schadstoffausstöße verringert werden. Darüber hinaus sind mit den entsprechend dimensionierten Geräten insbesondere zu saisonalen Stoßzeiten, in heißen Sommermonaten mit hoher Getränkenachfrage, höhere Umschlagsmengen erreichbar, insbesondere, wenn bei Bedarf weitere Geräte zusätzlich über den entsprechenden Zeitraum angemietet werden können.

 

2. Full-Service-Leasing vs. Kauf


Ein wesentlicher Trend in der Gabelstaplerlogistik ist die ausgeweitete Bedeutung des Leasings im Gegensatz zum Fahrzeugerwerb. Die Gründe für diesen Paradigmenwechsel:


• Vermeidung einer langfristigen Kapitalbindung

• Verlagerung der Verantwortung insbesondere für Service beziehungsweise Instandhaltung

• Einsparung einer eigenen Werkstatt samt Personal

• Unabhängigkeit in Bezug auf kontinuierlichen Know-How-Transfer und Schulungen

• maximale Auslastung der Betriebsmittel durch garantierte Verfügbarkeit und Reaktionszeit

• keine Entsorgung der Betriebsmittel erforderlich, dafür ist der Leasinggeber zuständig

• hohe Kostentransparenz, eine Kalkulierbarkeit der Gesamtbetriebskosten ist gegeben


Dem Leasingnehmer sollte bei allen Vorteilen, die ihm dieses Modell bietet, bewusst sein, dass hierbei eine Verlagerung der Kaufentscheidung über Sekundärprodukte, hier Anbaugeräte, auf den Leasinggeber erfolgt. Eine Mitsprache ist nur bedingt möglich und kann sich auf die Leasingkosten auswirken. In jedem Fall wird der Leasinggeber bestrebt sein, das sich aus Full-Service-Betrieb ergebende Kostenrisiko durch entsprechende Sicherheitszuschläge auf den Leasingnehmer umzulegen.


Meyer ist bestrebt, dieses Kostenrisiko für alle Beteiligten zu minimieren und bietet über das Service-Programm „Fit für Full-Service“ eine Reihe von Modulen als Unterstützung für den Leasing- und Servicegeber:


• Ersatzteilservice: ausgeweitete Verfügbarkeit von Ersatz- und Verschleißteilen mit 24-Stunden-Lieferung

• Reparaturservice: defekte Geräte werden kompetent begutachtet und entweder vor Ort repariert oder in der zentralen Instandsetzungswerkstatt aufgearbeitet; in der Zwischenzeit werden nach Bedarf/ Möglichkeit Überbrückungsgeräte zur Verfügung gestellt

• Miet- und Vorführflotte: ein umfangreicher Gerätepool ermöglicht den Abruf von Mietgeräten zum Ausgleich von Kapazitätsspitzen, auch können Geräte vor dem Kauf im Einsatz erprobt werden

• Instandsetzung und Rückkauf: alte Geräte werden zurückgekauft oder im Auftrag aufgearbeitet

• Training: umfangreiches Schulungs- und Qualifizierungsangebot für Servicegeber und Betreiber

• 24-Stunden-Hotline: kompetente Beratung und Unterstützung auch an Wochenenden

 

3. Total Cost of Ownership


Der Begriff Total Cost of Ownership (TCO) beschreibt die Erweiterung der Kostenbetrachtung von ausschließlich den Beschaffungskosten hin zu den Kosten über den gesamten Produktlebenszyklus. Eine nähere Analyse zeigt, dass die Beschaffungskosten von Gabelstapleranbaugeräten bei einer Nutzungsdauer von fünf Jahren häufig gleich groß oder sogar geringer sind als die sich anschließenden Betriebskosten. Während eine TCO-Betrachtung bei Gabelstaplern bereits vollumfänglich zur Anwendung kommt, wird dies heute für Anbaugeräte noch nicht praktiziert. Dieser Trend wird sich aber auf die gesamte Kombination aus Flurförderzeug und Anbaugerät erweitern.


Einen wichtigen Beitrag bei einer TCO-Betrachtung von Mehrpalettengabeln leistet die von Meyer entwickelte patentierte Dauerschmierung:


• lange Schmier- und Wartungsintervalle, angepasst an die der Gabelstapler, werden möglich

• Zwischenschmierungen, je nach Einsatzfall üblicherweise alle 500 Stunden, entfallen

• Reduzierung des Verschleißes durch permanent gleichmäßigen Fettauftrag

• verlängerte Lebensdauer der Verschleißteile, dadurch geringere Ersatzteilkosten

• Vermeiden von Über-/Unterversorgung mit Fett sowie der Verwendung von falschem Fett

• präventive Schadensvermeidung und Verbesserung der Geräteverfügbarkeit

• verlässlicher Betrieb, besonders im Mehrschicht- und Flotteneinsatz

 

4. Umweltfreundlichkeit


Der Begriff der Umweltfreundlichkeit übertragen auf Anbaugeräte umfasst eine Reihe verschiedenster Aspekte:


• Vermeidung/Reduzierung der Kontamination des Ladeguts beziehungsweise der Einsatzumgebung

• Reduzierter Schmiermittelverbrauch

• Minimaler Energieverbrauch zum Betrieb am Gabelstapler

• Maximale Lebensdauer von Verschleißteilen, Müllvermeidung und Ressourcenschonung


Mit seinem geschlossenen Achsführungssystem hat Meyer eine Systemlösung entwickelt, die sich von konventionellen und meist offenen Profilführungen wesentlich unterscheidet durch Schmutzunempfindlichkeit, Vermeidung von Fettaustritt, saubere Umwelt und sauberes Ladegut, lange Lebensdauer der Verschleißelemente, geringen Wartungsaufwand und hohe Energieeffizienz.

 

5. Nachhaltigkeit – Zusammenfassung und Ausblick


„Nachhaltigkeit“ oder „nachhalten“, also längere Zeit „andauern oder bleiben“: Das Prinzip der Nachhaltigkeit entstammt dem Bestreben einer umweltverträglichen Forstwirtschaft, bei welcher nicht mehr Holz gefällt werden darf als nachwachsen kann. Im modernen und industriellen Sinn wurde dieser Gedanke dahingehend erweitert, dass auch in anderen Bereichen etwas andauern, bleiben, nachwirken oder haltbar sein soll, noch lange nachdem es gebaut oder in Bewegung gesetzt wurde mit dem Ziel, die Umwelt nicht mehr als nötig zu belasten.


Wird dieses Prinzip auf Anbaugeräte für Gabelstapler übertragen, so bedeutet dies, dass


• nicht nur Beschaffungskosten, sondern die Gesamtkosten des Produktlebenszyklus einschließlich Betrieb, Service und umweltgerechter Entsorgung zu betrachten sind,

• neben der Produkt- beziehungsweise Anliefer- und Terminqualität auch der Servicequalität des Lieferanten eine wichtige Bedeutung beizumessen ist,

• auch Umweltaspekten durch Vermeidung von Kontamination durch Öle und Fette, Minimierung des Energieverbrauchs und Maximierung der Lebensdauer von Strukturelementen, aber auch Verschleißteilen Rechnung getragen werden sollte.


Die dargestellten Trends zeigen die bereits heute notwendige und zukünftig noch wichtigere Bedeutung der Einbeziehung der Einflussfaktoren von Anbaugeräten bei einem gesamtheitlichen Ansatz im Hinblick auf eine mögliche Optimierung von Lebensdauerzyklen und -kosten. Die Produktmerkmale an Mehrpalettengabeln von Meyer zeigen beispielhaft, wie Anbaugeräte für die Zukunft zu gestalten sind. In diese Richtung betreibt das Unternehmen ein Produktentwicklungs- und Innovationsprogramm im Trend der modernen Logistikprozesse.

 

Die neue Generation G Mehrpalettengabeln


Mit der neuen Generation G Mehrpalettengabeln stellt Meyer eine nochmals im Detail verbesserte Baureihe von 2/1- und 3/2/1-Palettengabeln vor. Neben einer deutlichen Reduzierung des Eigengewichtes ist es gelungen, die Freisicht weiter zu optimieren. Die Weiterentwicklung der patentierten Dauerschmierung minimiert die erforderlichen Bauteile und arbeitet jetzt auch mit konventionellen Schmierstoffen für nochmals reduzierte Betriebskosten. Aktuell führt Meyer diese neue Generation Mehrpalettengabel in allen Märkten ein.

www.meyer-world.com

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Beitrag aus dhf 12.2015

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