Foto: Gepatec mbH
73 Millionen Doppelhübe ohne Leitungsausfall

Anspruchsvolle Anwendungen mit hohen Taktzahlen, Geschwindigkeiten und Beschleunigungen sowie widrigen Umgebungsbedingungen erfordern in der Energieführung zuverlässige Leitungen. Dies gilt speziell für die Fördertechnik, wie sie die Gepatec mbH anbietet.

Deren Palettieranlage für Kunststoffgranulat sorgt nun für Aufsehen, da sie seit ihrer Inbetriebnahme in Finnland vor mehr als 15 Jahren ohne einzigen Leitungsausfall arbeitet.

Die Gepatec mbH (Gesellschaft für Prozessautomations-Technik mbH) in Kummerfeld nahe Hamburg wurde 1988 gegründet. Gründer und Geschäftsführer Heino Axler, zuvor viele Jahre für einen Hersteller für Abfüll-, Transport- und Palettiermaschinen tätig, gibt Einblick in die Unternehmensentwicklung: „Vor 25 Jahren stieg die Nachfrage nach individuellem Service, Umbau- und Optimierungsmaßnahmen stetig an. Seither haben sich die Aufgabenstellungen ständig weiterentwickelt und erweitert. Heute gibt es kaum ein Gebiet der Automatisierungs- und Elektrotechnik, mit dem wir uns nicht beschäftigen.“ Zum Gepatec-Team gehören neben Axler sechs weitere Angestellte. Zusammen kümmern sie sich um das Erstellen von S5/S7-Programmen oder Schaltplänen. Auch kleine Schaltkästen oder komplexe Schaltanlagen werden im eigenen Hause geplant und gefertigt. Diverse Partnerschaften erweitern das Angebot. Beispielhaft sei die Metalltechnik Cornils erwähnt, die die Bereiche Konstruktion, Fertigung und Montage mechanischer Komponenten beziehungsweise kompletter Anlagen abdeckt. Bei der exklusiven Partnerschaft mit der Axler und Markmann GmbH (SAM), bei der Heino Axler ebenfalls als Geschäftsführer fungiert, stehen Planung und Konstruktion im Vordergrund. So entstehen unter der Federführung von SAM komplette Abfüll- oder Palettieranlagen inklusive Steuerung, für die die Kummerfelder bei Gepatec sowohl die Inbetriebnahme als auch die Wartung übernehmen. Die internationalen Auftraggeber befinden sich zwar auch in Kanada, der überwiegende Kundenstamm hat seine Wurzeln jedoch in Europa, speziell in den Beneluxländern, Spanien, der Türkei und in Finnland.

 

Hundertprozentige Anlagenverfügbarkeit


In Finnland arbeitet seit gut 15 Jahren eine Anlage, die in Säcke abgefülltes Kunststoffgranulat palettiert. Pro Stunde werden 1500 Säcke aufeinandergestapelt, fünf Stück in einer Lage, wobei elf Lagen dabei eine Palette ergeben. Die Energieführungskette mit den entsprechenden Leitungen vollzieht pro Lage zwei Doppelhübe. Bei Temperaturen von plus 5 bis plus 20 Grad Celsius ist die Maschine rund um die Uhr und an sieben Tage pro Woche im Einsatz.


Routinemäßig findet alle zwei Jahre eine Wartung der Anlage statt, wobei noch nie ein Leitungstausch aufgrund so genannter Korkenzieher und damit entstehendem Aderbruch notwendig war. Zuverlässige Technik ist für Heino Axler das Erfolgsgeheimnis Nummer eins: „In der Fördertechnik ist die Anlagenverfügbarkeit entscheidend für den Unternehmenserfolg. Und im Falle eines ungeplanten Stillstands dauert es eine Weile, bis ein Instandhaltungstechniker vor Ort ist. Erst recht, wenn der Kunde im Ausland sitzt.“ Im Bereich der Energieführung setzte Axler von Anfang an auf die Produkte von Igus aus Köln.

 

Umfassende Prüfreihen


So finden sich eine Energieführungskette des Typs 2500 sowie Leitungen aus dem Chainflex-Programm von Igus CF5.15.12 (12 x 1,5 Quadratmillimeter, ungeschirmte Steuerleitung) in der finnischen Palettieranlage. Andreas Muckes, Produktmanager für Chainflex verweist auf die umfangreichen Tests, die die Leitungen im Kölner Testlabor durchlaufen: „Die Energieführungssysteme absolvieren unter schwierigsten Einsatzbedingungen zahlreiche praxisnahe Prüfreihen. Zurzeit laufen parallel über 35 Aufbauten. Die Versuchsergebnisse werden in Datenbanken zusammengefasst, und es entsteht ein umfangreicher und aktueller Datenpool, der präzise und verlässliche Angaben über die tatsächliche Lebensdauer liefert. Auch viele neue Produkte entstehen aufgrund der Testergebnisse.“


Die Versuchsdaten für Energieketten und Leitungen, aber auch komplett fertig konfektionierte Systeme sind dabei so detailliert, dass Igus für seine Produkte je nach Anwendung eine Funktionsgarantie verbrieft. Dazu ergänzt Carsten Jeschke, bei Igus Technischer Verkaufsberater und Ansprechpartner für Gepatec: „Die in der finnischen Anlage eingesetzte Steuerleitung übersteht mehr als 41 Millionen Hübe. Dies garantieren wir über zig Tests im Technikum. Beim nun vorliegenden Mantelbruch haben wir einmal nachgerechnet und kamen auf rund 73 Millionen Doppelhübe, die die Leitung verkraftet hat. Dies hat uns und den Kunden begeistert. Hier wurde wirklich ein Rekord aufgestellt, der zudem zeigt, dass wir mit unseren Garantien eher konservativ und damit sicher unterwegs sind.“ Gepatec-Geschäftsführer Axler ergänzt: „Wenn man die Einbauvorschriften beachtet, quasi die Spielregeln für Innenaufteilung und Trennstege, machen die Energieführungssysteme keinerlei Probleme. Beim Endkunden sind wir ja die ersten und einzigen Ansprechpartner, und Leitungsausfälle fallen unmittelbar auf uns zurück.“

 

Gesicherter Qualitätsstandard


Über die von Gepatec verbauten Steuerleitungen hinaus umfasst das Chainflex-Sortiment auch Servo- sowie Messsystemleitungen, um nur einige Varianten zu nennen. Auch im Bereich der Bussysteme ist ein breites Spektrum enthalten. So sind alleine im Ethernet-Bereich 30 verschiedene Lösungen für den Kunden in seiner individuellen Qualität ab Lager erhältlich. Insgesamt sind 1244 Leitungstypen ab Lager verfügbar, die ebenfalls eine Funktionsgarantie beinhalten, getestet auf Kälte, Chemikalien, komplexe Bewegungen in Robotern oder auf anspruchsvolle Kettenanwendungen mit sehr kleinen Radien. Egal auf welche Leitung die Wahl fällt, jeder Kunde profitiert von mehr als 25 Jahren Erfahrung mit Spezialleitungen. Produktmanager Muckes führt außerdem das Schlagwort Garantie ins Feld: „Als einziges Unternehmen verspricht Igus, dass die Leitungen 36 Monate und bis zu 10 Millionen Doppelhübe halten und Energie und Daten zuverlässig zwischen Maschinen übertragen.“ Denn gerade der sichere Datentransfer über beispielsweise Ethernet in dynamischen Anwendungen ist eine zentrale Voraussetzung für eine erfolgreiche Maschine-Maschine-Kommunikation in der Fabrik.

www.igus.de

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Beitrag aus dhf 9.2016

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