Foto: H+H Herrmann + Hieber
Erfolgreiches Retrofit-Projekt

Im wettbewerbsintensiven Lebensmittelhandel nimmt die automatisierte Intralogistik eine Schlüsselrolle ein.

Sämtliche Transporte zwischen dem Lieferanten und der Auslieferung an die Filialen sind weitestgehend automatisiert und rechnergesteuert. Die Systeme müssen zuverlässig arbeiten und immer dem aktuellen Stand der Technik entsprechen.

 

Die in Fulda ansässige „tegut... gute Lebensmittel GmbH & Co. KG“ sah die Notwendigkeit, das Zentrallager der Gruppe grundlegend zu modernisieren und zu ertüchtigen. Das Lager beliefert einen Großteil der etwa 280 tegut…Märkte mit insgesamt mehr als 30000 unterschiedlichen Produkten. Beim Retrofit des Wareneingangs, dem ersten Abschnitt der geplanten Maßnahmen, entschied sich das Unternehmen für H+H Herrmann + Hieber aus Denkendorf als Logistikpartner. H+H befasst sich seit mehr als 50 Jahren mit der Installation komplexer Intralogistik-Systeme, daneben aber auch mit Modernisierungsprojekten.


Projektziele waren in diesem Falle neben dem zuverlässigen Betrieb auch ein gesteigerter Durchsatz und die größtmögliche Verfügbarkeit der Technik. Während der Umbauphase sollte der laufende Betrieb nicht beeinträchtigt sein.

 

Verschiebewagen mit Kettenförderer


Das von H+H vorgeschlagene Konzept sieht vor, dass die auf Paletten angelieferte Ware wie bisher im Wareneingang auf eine von acht parallel angeordneten Vierfach-Rollenbahnen aufgegeben wird. Am Ende dieser Pufferstrecke übernimmt ein Verschiebewagen die Paletten und transportiert diese programmgesteuert zum Übergabebereich an das Lager, wo sie an die Transportstrecke des Lagers übergeben werden.


Die entscheidende Komponente ist in diesem System der Verschiebewagen, der nach Maßgabe der hohen Anforderungen komplett neu entwickelt wurde. Der Wagen, für einen Verfahrweg von 40 Meter, maximal sechs Tonnen Belastung und eine Verfahrgeschwindigkeit von maximal zwei Meter pro Sekunde, musste konstruktionsbedingt niedrig gebaut und sollte wartungsfreundlich gestaltet sein. Auf dem Wagen sind vier Kettenförderer installiert, mit denen bis zu vier Paletten gleichzeitig von einem der acht Zuführstränge übernommen werden können. Die Übergabe an die Transportstrecke des Lagers erfolgt über einen Kettenförderer und vier Umsetzstationen. Neben den mechanischen Umbauten wurden umfangreiche steuerungstechnische Maßnahmen erforderlich, die auch modernen Sicherheitsanforderungen genügen.


Sämtliche Arbeiten wurden, nach sorgfältiger Planung und Vorbereitung, innerhalb von nur zehn Tagen ausgeführt. Darin beinhaltet waren auch die umfangreiche Demontage der Altanlagenteile und deren umweltgerechte Entsorgung wie Material- und Schrottseparierung. Um mit diesem sehr beengten Zeitfenster zurechtzukommen, waren insgesamt vier Monteure und zwei bis drei Mitarbeiter für die Elektroinstallation und Steuerungs-Inbetriebnahme kontinuierlich vor Ort tätig. Nach der Unterbrechung ging die Anlage wieder planmäßig in Betrieb und zwar mit einem gegenüber der alten Anlage deutlich erhöhten Durchsatz.

www.herrmannhieber.de

 

Beitrag aus dhf 3.2016

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