Foto: Winkel
Mehr Dynamik für die Produktion

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Zur Steigerung der Produktionsleistung entschied sich der schweizerische Bonbon-Hersteller Zile dafür, seine 20 Jahre alte Lagertechnik zu modernisieren. Im Behälterlager kommen jetzt zwei Colibri-Regalbediengeräte von Winkel zum Einsatz. Damit konnte Zile den Durchsatz deutlich erhöhen und den Platz im Lager optimal nutzen.

 

Die Zile AG mit Standort in Rupperswil in der Schweiz ist auf die Entwicklung und Produktion von Bonbons spezialisiert: Beinahe 70 Jahre Erfahrung und eine umfangreiche Produktpalette machen das Unternehmen zu einem der landesweit führenden Hersteller. Auch auf internationalen Märkten in ganz Europa sowie in Asien ist Zile aktiv, sowohl mit eigenen Marken wie auch als Lohnentwickler und -hersteller. „Wir bieten unseren Kunden von der Rezeptur über die Form bis zur Sortierung und Verpackung individuelle und ganzheitliche Lösungen, ganz nach ihren jeweiligen Anforderungen“, beschreibt Marc Lehnert, CEO bei Zile.


Das 1947 gegründete Unternehmen beschäftigt mittlerweile rund 60 Mitarbeiter. In der Produktion setzt Zile auf Qualität, Flexibilität und Leistungsfähigkeit. Das gilt auch für die Intralogistik: „Ein reibungsloser Materialfluss ist absolute Grundvoraussetzung für unseren Erfolg“, betont Marc Lehnert. „Wir arbeiten täglich mit einer Vielzahl an Rohstoffen, Produkten und Verpackungsmaterialien. Da sind Schnelligkeit und Zuverlässigkeit von großer Bedeutung.“ Der Bonbon-Hersteller verfügt über zwei Hochregallager: Eines für Behälter und eines für Paletten. Dazwischen befindet sich der sogenannte Verbund, wo die Bonbons automatisch abgefüllt, gewogen und endverpackt werden.

 

Zwischenstation auf dem Weg zur Endverpackung


In dem Automatischen Kleinteilelager (AKL) werden leere Behälter sowie die abgefüllten und gewogenen Bonbons aufbewahrt. Bei Bedarf fordert die Anlagensteuerung einen leeren Behälter an, der daraufhin einer von sechs Abfüllstationen zugeführt wird. Über Förderbänder gelangen die Bonbons in die Ladungsträger und diese wiederum auf eine Wiegestation, die das effektive Gewicht ermittelt. Anschließend kommt der volle Behälter zur Zwischenlagerung zurück in das AKL, bis die Bonbons schließlich für die Endverpackung wieder ausgelagert werden. Hier befördert eine Kippstation die Waren auf ein Verteilband, das sie zu den verschiedenen Verpackungslinien transportiert. „Dieser Prozess ist komplett automatisiert, das spart Zeit, vermeidet Fehler und entlastet unsere Mitarbeiter“, erklärt Marc Lehnert.


Seit 2015 sorgen in dem AKL zwei Regalbediengeräte (RBG) vom Typ Colibri des Intralogistik-Spezialisten Winkel für die effiziente Ein- und Auslagerung der Behälter. Rund 10000 Stück sind in jeder der beiden Regalgassen eingelagert. „Unsere bisherige Lagertechnik war nach rund 20 Jahren im Einsatz einfach veraltet“, erinnert sich Marc Lehnert. Zile entschloss sich daher dazu, das System zu modernisieren. Über den Intralogistik-Generalunternehmer Graber AG, der das Projekt verantwortete, stießen die Verantwortlichen auf das Unternehmen aus dem württembergischen Illingen. „Winkel konnte uns mit dem Colibri eine Lösung anbieten, die alle unsere Anforderungen in Sachen Schnelligkeit, Leistung und Effizienz erfüllte“, erläutert Marc Lehnert.

 

Einzigartige Antriebstechnik spart Energie


Der größte Vorteil des Colibri ist seine innovative Antriebstechnik: Anders als bei Wettbewerbsgeräten, bei denen der Motor seine Kraft reibschlüssig auf die Fahrschiene überträgt, werden hier die Antriebskräfte per Kardanwelle formschlüssig direkt auf Zahnstangen an der oberen und unteren Führung übertragen. „Dies verhindert, dass beim Beschleunigen und Abbremsen des RBG Schwingungen entstehen“, beschreibt Athanasios Loupas, Vertriebsleiter bei Winkel. „Um solche Schwingungen auszugleichen, ist bei anderen Geräten eine höhere Motorleistung nötig, auf die können wir beim Colibri verzichten.“ Die Winkel-Geräte sind aufgrund ihrer speziellen Konstruktion zudem deutlich leichter und steifer gebaut. „Damit sind sie erstens wesentlich dynamischer und zweitens energieeffizienter, da weniger Masse bewegt werden muss“, erklärt Loupas.


Im Lager der Zile AG sorgt der Colibri für eine erhebliche Leistungssteigerung: Mit einer Nutzlast bis zu 100 Kilogramm erreicht das RBG eine Beschleunigung von fünf Meter pro Quadratsekunde sowie eine maximale Geschwindigkeit von sechs Meter pro Sekunde. Da es auch keine Ausschwingzeit vor dem Regalfach oder am Übergabeplatz zur Fördertechnik benötigt, erreicht es einen um 25 Prozent höheren Durchsatz als vergleichbare Lösungen. „Damit kommt es auch in Stoßzeiten zu keinerlei Engpässen“, freut sich Marc Lehnert. „Darüber hinaus macht sich der geringere Energieverbrauch bei unseren Betriebskosten positiv bemerkbar.“

 

Geringe Anfahrmaße für mehr Platz im Lager


Der Bonbon-Hersteller kann zudem das zur Verfügung stehende Lagervolumen nun viel besser ausnutzen. Der Grund: Die Winkel-RBG sind mit einem integrierten Sicherheits-Bremssystem ausgerüstet, das zuverlässig reagiert, sobald das Gerät einen bestimmten Punkt in der Gasse überschreitet. Dadurch entfallen die hydraulischen Puffer, die bei sämtlichen Wettbewerbsgeräten am Ende einer Regalgasse angebracht sind. „Betreiber können damit auf dem Raum, den sonst die Puffer benötigen, zusätzliche Regalfelder einbauen und so rund zehn Prozent mehr Behälter auf gleichem Raum lagern“, bemerkt Loupas. „Auch lassen sich aufgrund der geringen Anfahrmaße des Colibri und unserer innovativen Lastaufnahmemittel bei gleicher Regalhöhe mehr Ebenen unterbringen, das schafft zusätzlichen Platz im Lager.“ Ein weiterer Vorteil: Für den Einbau der RBG musste Zile keinerlei Veränderungen am Gebäude vornehmen.


Marc Lehnert ist mit der innovativen Lösung von Winkel hochzufrieden: „Die Colibri-Geräte sind viel schneller als unsere alten RBG, wir konnten damit die Leistung in unserer Produktion deutlich steigern und das bei einem niedrigeren Energieverbrauch.“ Auch von der Zusammenarbeit zwischen Zile, dem Systemintegrator Graber und Winkel ist der CEO begeistert. „Das Projekt hat alle unsere Erwartungen erfüllt und teilweise sogar übertroffen. Mit unserer neuen Lagertechnik sind wir für steigende Auftragsmengen und ein wachsendes Produktsortiment bestens gerüstet.“

www.winkel.de

 

Beitrag aus dhf 1-2.2016

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