Foto: Eisenmann 
Spezialist in der Schwergewichtsklasse

Betreiber von Lackieranlagen oder Fertigungsstraßen wissen es:

Der Weg von A nach B ist manchmal gar nicht einfach.

Der Materialfluss in und zwischen den Anlagen muss laufen, laufen, laufen. Das gilt im Besonderen für Prozesse mit schweren Lasten, ob in der Fertigung, Oberflächenbehandlung, Montage oder im Versand. 


Ein treibender Faktor bei der Ausarbeitung eines optimalen Materialfluss- Layouts ist die Wahl geeigneter technischer Transportsysteme. Wo Trailer oder schwere, sperrige Konstruktionen, beispielsweise von Land-, Nutz- und Baumaschinen, durch Hallen gewuchtet werden müssen, zählen höchste Anforderungen: sehr hohe Belastbarkeit auf oftmals engem Raum. Das neue Moveable Hoist System (MHS) des schwäbischen Anlagenspezialisten Eisenmann ist kompakt, robust und zuverlässig. Entwickelt wurde es für die Förderung bis zu 20 Meter großer und 10000 Kilogramm schwerer Teile, in der Montage und Oberflächenbehandlung. Bedarfsweise kann jeder Wagenzug auch noch höhere Lasten bewältigen. Das MHS wurde in Modulbauweise konzipiert und besteht aus beliebig kombinierbaren Passivlaufwerken, Längstransportstrecken und Transferbrücken. Die Laufwerke werden durch Reibradantrieb und Transfersysteme angetrieben. In der Praxis bedeutet das: gefahren wird ausschließlich in Längs- und Querrichtung. Das erspart flächenintensive Kurven, ermöglicht also platzsparende Integration in die Produktion und reduziert Investitionskosten. Das Moveable Hoist System lässt sich an praktisch alle Aufgabenstellungen anpassen.

 

Der Reibradantrieb ermöglicht ein Fördertempo bis zu 40 Meter pro Minute auf langen Transportstrecken; der frequenzgesteuerte Motor sorgt für sanftes Beschleunigen und Abbremsen. Teleskopierbare Transfersysteme können die Teile, je nach Anforderung, in den Behandlungs- oder Arbeitszonen links und/oder rechts des Fördersystems abliefern, unabhängig von verschiedenen Behandlungs- oder Arbeitszeiten. Anlagenbereiche werden variabel angefahren und Sortierungen nach Reihenfolge, Typ oder Farbauftrag durchgeführt. Die Bildung von Puffern lässt sich ebenso problemlos bewerkstelligen wie Mehrfach-Teiletransport durch Behandlungszonen; die Fahrt ist im kontinuierlichen Betrieb, in unterschiedlichen Geschwindigkeiten und Stop-and-Go möglich. Verkettungen und Übergaben mit anderen Fördertechniksystemen, etwa Hub- und Fahrwerksanlagen, sind unproblematisch möglich. „Für manuelle Arbeitszonen, Aufgabe- und Abnahmestellen können Absenkbewegungen für ergonomisches, sicheres Handling integriert werden“, führt Stefan Bachmann, Leiter Sales Conveyor General Finishing bei Eisenmann, weiter aus.

 

Nachhaltig wartungsarmer Betrieb


Ein typisches Schwerlast-Problem gingen die Eisenmann-Ingenieure mit Erfolg an: die erhöhte Abnutzung der Laufwerksrollen beim Überfahren der Laufschienen-Spaltstellen. Ein spezieller Drehpunkt, mit dem die Doppellaufwerke sowie der Zwischenraum bei den Lasttraversen ausgestattet sind, mindert wirkungsvoll den Verschleiß. Widerstandsfähige Bauteile und stabile Komponenten erhöhen die Anlagen-Lebensdauer und ermöglichen nachhaltig wartungsarmen Betrieb. Vorteile in der Ersatzteilbevorratung ergeben sich durch die Anwendung bewährter Standard- Bauteile. Die Steuerung des neuen Schwerlast- MHS übernehmen bewährte Systeme: Die Einspeisung erfolgt über Energieführungskette oder mitfahrenden Schaltschrank über Stromschienen. Die Weg-/Zielcodierung wird per binär codiertem Festnummernblech oder Transpondertechnik durchgeführt oder ganz elegant in übergeordnete Steuersysteme, wie das Eisenmann Manufacturing Execution System E-MES, eingespeist.

 

Zuverlässiger Materialfluss mit Power & Free


In vielen Industriezweigen haben sich die Power & Free Overhead Systeme von Eisenmann aufgrund ihrer hohen Flexibilität etabliert. Nun wird die P&F-Familie um eine Ausführung für echte Schwergewichte ergänzt: Es fördert Lasten bis zu sechs Tonnen durch alle Bereiche zwischen Fertigung und Versand, etwa im Beschichtungsprozess sowie den vor- und nachgeschalteten Zonen. Auch hier gilt: Robustheit ist gleich Lebensdauer, kompakte Bauweise ist gleich Effizienz. Einen Beitrag zur hohen Anlagenverfügbarkeit leistet die verschleiß- und wartungsarme Konstruktion mit geräuscharmem und ölfreiem Lauf. Problemlos gelingt dem P&F für Schwerlasten der schnelle Wechsel der Wagenzüge von Ketten mit funktionsangepasster Geschwindigkeit, etwa in Vorbehandlungs-, Lackier-, Trocken- und Kühlkabinen, zu schnellen Ketten für den Transport vor, zwischen oder nach Prozessen. Für die Beförderung in unterschiedliche Behandlungszonen, zum Überholen, Sortieren, für Puffer oder Zeitfenster, lassen sich Wagenzüge über Weichen problemlos ein- und ausschleusen. Egal, ob gestapelt, getaktet oder kontinuierlich transportiert wird, Power & Free erlaubt eine wirtschaftliche und prozesssichere Produktion. Aufgrund seiner kompakten Bauweise ist das System platz- und energiesparend. Wie beim Moveable Hoist System auch, so können Mehrfachumläufe definierter Wagenzüge durchgeführt und bestimmte Prozesse direkt angefahren werden. Durchdachte mechanische Komponenten sorgen für die unkomplizierte Umsetzung der Verkettung und Übergabe an andere Fördertechniksysteme, wie Hub- und Fahrwerksanlagen oder bodengestützte Fördertechnik. Das Schwerlast P&F System ist mit durchdachten mechanischen Komponenten bestückt, die in Standardlösungen ohne zusätzliche Pushergeräte auskommen. Das heißt: es sind weniger elektrische Steuerungen erforderlich, der Installationsaufwand reduziert sich.


Die geringe Geräuschentwicklung verdankt das System seinen geschlossenen Profillinien, in denen Kreuzgelenk-Laschenketten laufen. Auch die spezielle Konstruktion der Wagenzüge trägt dazu bei: Die Kettenmitnehmer sind starr an der Powerkette befestigt, während sich die beweglichen Mitnehmernocken, wie alle für die Power&Free Bewegungen erforderlichen Komponenten, im Wagenlaufwerk befinden. Die sogenannten „Klick-Klack-Geräusche“ vieler anderer P&F-Förderer entfallen damit.

 

Sauberer, ölfreier Betrieb


„Insbesondere im Bereich Power & Free bieten wir durch den ölfreien Betrieb sehr saubere Systeme an. Durch den geringen Wartungsaufwand ergibt sich ein markanter Mehrwert für den Kunden“, erklärt Stefan Bachmann. Das für den Einsatz in Oberflächenbeschichtungsanlagen entwickelte Fördersystem wird mit Ketten ausgestattet, die in Kombination mit besonderen Werkstoffen und speziellen Schmiermitteln für die Lager diesen ölfreien Betrieb ermöglichen, auch im Hochtemperaturbereich. Die zu beschichtenden Teile, die Anlage und der Boden bleiben weitgehend sauber. Außerdem leistet der ölfreie Betrieb einen Beitrag zu Prozesssicherheit und Wartungsfreundlichkeit. Die auf Verschleißarmut ausgelegte Konstruktion aus hochwertigem Stahl, widerstandsfähigen Stahlgussbauteilen und robusten Laufwerken, Antrieben und Weichen erhöht die Verfügbarkeit und Lebensdauer des Fördersystems. Auch beim Schwerlast-P&F-Förderer setzt Eisenmann auf bewährte Standardbauteile und identische Komponenten, um den Wartungsaufwand zu minimieren und die Ersatzteilhaltung zu optimieren. Die Systemsteuerung erfolgt durch die seit Jahren erfolgreich eingesetzte ESM (Energy Saving Module)-Feldbus-Steuerung, die problemlos in übergeordnete Steuersysteme, wie das Eisenmann Manufacturing Execution System EMES, zu integrieren ist.

www.eisenmann.com

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Beitrag aus dhf 10.2015

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