Hallo, Kollege Roboter!

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

Digitalisierung spielt in der Intralogistik bereits seit vielen Jahren eine große Rolle. Hochautomatisierte, komplett vernetzte Logistiksysteme stehen für diese Entwicklung, und auch bei der Planung zukünftiger Intralogistikanwendungen nimmt die Digitalisierung einen immer höheren Stellenwert ein. Getrieben durch die groß angelegten Initiativen rund um Industrie 4.0, hat sich die Dynamik dieses Wandels in letzter Zeit nochmals deutlich verstärkt.

 

 Aber nicht nur die technischen Prozesse unterliegen schnellen Veränderungen – wie hält der Mensch Schritt mit der digitalen Transformation? Diese und weitere aktuelle Fragen erörterten Logistik-Experten auf dem 26. Deutschen Materialfluss-Kongress Anfang April 2017 in Garching bei München.


Menschenleere Logistikzentren sind auf längere Zeit nicht zu erwarten. Aber es ist davon auszugehen, dass sich die Anforderungen an die Mitarbeiter schon kurzfristig verändern werden. Für körperlich anstrengende und sich wiederholende Arbeiten kommen in Zukunft verstärkt Maschinen und Roboter zum Einsatz. Wird der Mensch als Arbeitskraft dadurch aus dem Lager verdrängt? Ich denke Nein! Aufgrund seiner hochentwickelten kognitiven und motorischen Fähigkeiten wird sich der Mensch auch in der Logistik 4.0-Welt behaupten und in übergeordneten Bereichen verantwortungsvolle Aufgaben finden. Allerdings wird für diese Tätigkeiten ein deutlich höheres Ausbildungsniveau verlangt. Logistiker von morgen sind hochqualifizierte Fachleute mit hoher IT- und Technikkompetenz. Der klassische Lagerist hingegen wird langfristig kaum mehr einen Arbeitsplatz in der Logistik finden.


„Der Mensch wird die wichtigste Komponente im Gesamtsystem bleiben. Allerdings werden sich die Anforderungen an die Fähigkeiten der Menschen und ihre Arbeitsplatzprofile stark verändern. Roboter werden enger mit Menschen zusammenarbeiten, ihnen schwere oder gefährliche Arbeit abnehmen und so zu Cobots werden. Für eine erfolgreiche digitale Transformation eines Unternehmens wird die Weiterbildung der Belegschaft eine entscheidende Rolle spielen“, erklärte Eva Zauke, COO Business Unit IoT and Digital Supply Chain bei SAP auf dem Kongress.


So wundert es auch nicht, dass der diesjährige VDI-Innovationspreis an die Münchener Firma Magazino für ihren Kommissionier-Roboter „Toru Cube“ ging. Der Einsatz des autonomen Pick-by-Robot-Systems ist parallel zum Menschen möglich. Der Roboter nimmt Personen wahr, weicht ihnen automatisch aus oder hält an. Dadurch wird ein sicherer Einsatz gleichzeitig mit Mitarbeitern etwa im Lagerbereich möglich – und die beschworene Mensch-Roboter-Kollaboration alltäglich.

 
Herzlichst

Christoph Scholze

 

 

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Christoph Scholze
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Editorial aus dhf 5.2017

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