Keine Zukunft ohne Software

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

wenn am 14. März 2017 die 15. LogiMAT in Stuttgart ihre Türen öffnet, fällt der Startschuss für eine atemberaubende Hightech-Show. Präsentiert werden in diesem Jahr neben Innovationen wie schwarmintelligente FTS, Real Time Lokalisationssysteme und Virtual Reality-Anwendungen auch zukunftsweisende Cloud- und Software-Lösungen sowie modernste Mensch/Maschinen-Schnittstellen.


Schreiben sich große Messen wie die CES in Las Vegas oder die CeBIT in Hannover auf ihre Fahnen, Schaufenster für die „Technologien von Morgen“ zu sein, können wir Logistiker darüber milde lächeln. Denn gerade der vielbeschworene Technik-4.0-Hype mit seiner „Digitalisierung und Vernetzung“ wird in der Intralogistik schon seit vielen Jahren erfolgreich umgesetzt, wie auch Ferag CEO, Jürg Möckli, im Interview ab Seite 22 zu berichten weiß.


Fragen Sie sich jetzt: „Die CeBIT, aber das ist doch eine IT- und Software-Messe?“ Richtig, es ist eine der größten Software-Messen der Welt! Ein Vergleich lässt sich dennoch ziehen, da auch in der Intralogistik die Software der Dreh- und Angelpunkt für nahezu jede Anwendung ist. Prof. Dr. Michael ten Hompel, geschäftsführender Institutsleiter des Fraunhofer IML, rückte kürzlich bei einem Vortrag über FTS das Thema Software gar in den Mittelpunkt und bemerkte pointiert: „Wer nicht selbst Software produziere, könne auch nicht innovativ mit diesem Werkstoff umgehen.“ Mit der passenden Software finden sich heute fahrerlose Routenzüge mittels Laserscannern und Videotechnik in jeder Lagerhalle zurecht. Softwarebasierte Stapler-Managementsysteme mit 3D-Ortung, Steuerungs- und Traglastüberwachung ermöglichen automatisierte Verlade- und gegebenenfalls Unfalldokumentation. Die richtigen Programme lassen intelligente Behälter mit Hilfe integrierter Sensorik automatisch Bestände messen und Nachbestellungen übermitteln. Softwaregestützte Datenbrillen oder Pick-by-Voice-Lösungen ersetzen konventionelle Handscanner und Papierdokumente in der Lagerkommissionierung, reduzieren dadurch Fehler und erhöhen letztendlich die Prozessgeschwindigkeit.


Die Intralogistik ist im 4.0-Zeitalter angekommen. Intralogistische Anlagen, die konsequent diesem Konzept folgen, zeichnen sich durch den Dreiklang von funktioneller Modularisierung, dezentraler Steuerung und intelligenter Software aus. Allerdings bedarf es nicht nur hochentwickelter Steuerungssoftware, auch die Big Data-Analysesoftware muss in der Lage sein, aus den gigantischen Datenmengen, die während des Anlagenbetriebs erfasst werden, in Echtzeit die richtigen Schlüsse zu ziehen. Nur so macht die vollständige Vernetzung Sinn und lassen sich Anlagen mit nie dagewesener Effizienz betreiben.


Herzlichst

Christoph Scholze

 

 

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Christoph Scholze
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Editorial aus dhf 1-2.2017

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