„Einfach machen!“

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

weise Worte eines Wissenschaftlers und ein Appell zugleich. In seiner Eröffnungsrede zum diesjährigen Zukunftskongress Logistik in Dortmund richtete Professor Dr. Michael ten Hompel, geschäftsführender Institutsleiter des Fraunhofer IML, den Blick auf die Social Networked Industry der Zukunft.

In dieser Welt, so die Prognose, werden Mensch und Maschine als gleichberechtigte Partner in sozialen Netzwerken zusammenarbeiten. Wenngleich noch eine Zukunftsvision, sei Eile geboten. Statt lange zu diskutieren und immer neue Verfahren und Lehren zu entwickeln, gelte nun die Devise: Einfach machen! Dabei müsse auch akzeptiert werden, dass Fehler passieren. So wie es in der Gründerszene der Generation Y Usus ist.


Gleichwohl rät Professor ten Hompel davon ab, Rat allein bei „bärtigen Hipstern“ zu suchen. Diese hätten oftmals keine Ahnung von Logistik. Anders in Dortmund. In Kooperation mit dem Effizienz-Cluster Logistik Ruhr bieten die Fraunhofer-Forscher gerade kleineren und mittelständischen Unternehmen Hilfestellung an. Das Angebot: „Digitalisierung – konkret, greifbar, machbar“.


Im Anschluss referierte Michael Müller, Vorstandsvorsitzender von Müller – Die lila Logistik AG darüber, wie Logistikern der Spagat zwischen Tagesgeschäft und den richtigen Maßnahmen für die Zukunftsfähigkeit gelingt. In Zeiten, in denen sich Berufsbilder dramatisch verändern und mehr als die Hälfte aller Unternehmen künftig durch neue ersetzt werden, ist die Angst vor neuen Geschäftsmodellen, die aus dem Nichts kommen und abrupt die Spielregeln des Wettbewerbs ändern, so groß wie nie zuvor.


Die Gründe für die radikale Umwälzung der Wirtschaft erläuterte Karl-Heinz Land, Geschäftsführer der Neuland GmbH, in seinem Vortrag zum Thema „Digitaler Darwinismus“. Der schleichende digitale Angriff, der Geschäftsmodelle aushebelt und Marken gefährdet, werde dabei mehr Veränderungen mit sich bringen, als die drei ersten industriellen Revolutionen zusammen.


Den Bogen zur Social Networked Industry schlug im Zukunftsplenum Philipp Hahn-Woernle, CEO bei Viastore, mit der Frage, wie Industrie 4.0 und Mensch 1.0 zusammenpassen. Wesentliche Entwicklungen der Digitalisierung, wie Robotik und künstliche Intelligenz, schreiten in rasantem Tempo voran und finden ihren Weg in die Industrie und damit auch in die Wahrnehmung des Menschen. Über aktuelle Praxisbeispiele zu Digitalanwendungen, die bereits Einzug in die Lagerlogistik gefunden haben, berichten wir in unserem Themenschwerpunkt „Informationstechnologie“ ab Seite 12.


Bleiben Sie in Bewegung!

 

 

Herzlichst

Christoph Scholze

 


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Christoph Scholze
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Editorial aus dhf 9.2016

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