Hochmoderne Krantechnik

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

in dieser Ausgabe beschäftigt sich dhf Intralogistik ausführlich dem Thema „Krane und Hebezeuge“. Rede und Antwort zu aktuellen Entwicklungen in diesem Bereich stehen uns im Rahmen der alljährlichen Herstellerumfrage acht namhafte Anbieter von Kranen und Krantechnik. Gefragt wurde, ob die fortschreitende Automatisierung von Kranen mit steigendem Energieverbrauch und erhöhten Sicherheitsrisiken einhergeht. Außerdem wollten wir wissen, wie sich Krane am sinnvollsten in Industrie 4.0-taugliche Materialflusskonzepte integrieren lassen.


Weitgehend einig sind sich die befragten Hersteller darüber, dass die zunehmende Automatisierung einen positiven Einfluss auf die Sicherheit von Krananlagen hat. „Handarbeitsprozesse fallen weg, und Schnittstellen zwischen Mensch und Maschine werden durch moderne Sicherheitstechnik so optimiert, dass die Restgefahr für den Werker deutlich geringer ausfällt als vor der Automatisierung“, erklärt Jan D. Guthmann, Geschäftsführer der H+H Herrmann + Hieber GmbH. Und Andreas Pyzalski, Senior Sales Manager bei Vollert Anlagenbau, weist auf die Sicherheits-SPS zur Steuerung der Automatik-Krane hin, die über „sichere Geschwindigkeit“ beziehungsweise einen „sicheren Weg“ Arbeitsbereiche und Personen schützt. Darüber hinaus erhöhen intelligente Zusatzfunktionen, wie Positionierhilfen, Umfahrsteuerungen und geschwindigkeitsabhängige Präzisionsregelungen, noch weiter die Betriebssicherheit von Kranen.


Dass automatisierte Krananlagen einen höheren Energieverbrauch aufweisen, wird von keinem der Befragten dementiert. Sie halten jedoch dagegen, dass dieser durch moderne Komponenten, wie energieeffiziente Antriebe und Rückspeisesysteme sowie optimierte Verfahrwege, weitestgehend kompensiert wird. Andreas Klatt, Vertrieb Schwerlast- und Prozesskrane bei Konecranes, spricht sogar von „intelligenten Systemen mit Energierückspeisung, gespeist aus der Bremsenergie von allen Antrieben, die unter entsprechenden Voraussetzungen bis zu 30 Prozent der zuvor eingesetzten Energie ins Netz zurückspeisen können“.


Als Antwort auf die zweite Frage verweisen nahezu alle an der Umfrage beteiligten Hersteller darauf, dass das Einbinden von Kranen, insbesondere Prozesskranen, in Materialflusskonzepte im Sinne von Industrie 4.0 heute schon vielfach Realität ist. Voraussetzung dafür ist eine durchgängige Verknüpfung von Maschinen und Informationstechnologie. Dabei kommen Überwachungs- und Diagnose- Tools zur Anwendung, die in Echtzeit Betriebsdaten über den Anlagenzustand erfassen und zur Weiterverarbeitung bereitstellen. Bis Krane und Hebezeuge allerdings auf Basis dieser Daten autonom Entscheidungen treffen oder sich selbst warten können, wird es noch ein ganzes Weilchen dauern.

 

Herzlichst

Christoph Scholze

 


Über Ihre Antworten und Anregungen freue ich mich:

Christoph Scholze
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Editorial aus dhf 7-8.2016

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