Smarte Lagertechnik

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

im Zeitalter von Logistik 4.0 sind Apps als mobile Kommunikationslösungen aus der Intralogistik nicht mehr wegzudenken. Fachleute behaupten sogar, dass Intralogistik-Apps künftig eine noch viel wichtigere Rolle spielen werden, als sie es heute ohnehin schon tun.

 

Dabei decken die aktuell verfügbaren Applikationen schon ein sehr breites Einsatzspektrum ab, helfen Prozesse zu optimieren, Abläufe transparent darzustellen, FTS-Strecken einzurichten oder den Palettentausch zu dokumentieren.


Musste früher jede Palette, die ausgetauscht werden soll, manuell erfasst werden, automatisieren heute Apps, wie zum Beispiel „Pallet Check Express“, diesen Vorgang. Dies spart Zeit und Geld, und durch die genaue Dokumentation müssen auch weniger Paletten abgeschrieben werden. Geht es um die Überwachung ganzer Logistikanlagen kommen Anwendungen, wie beispielsweise Ki Soft Scada von Knapp, ins Spiel. Durch die permanente Kontrolle der kompletten Anlage werden Störungen weitestgehend vermieden, und im Falle eines Falles ist es möglich, proaktiv auf das Ereignis zu reagieren. Zudem stehen dem Service-Techniker alle relevanten Informationen sofort auf seinem Smartphone oder Tablet-PC zur Verfügung.


Einen Schritt weiter gehen Firmen wie Beumer oder Logcom. Sie setzen bei der Datenbereitstellung auf modernste „Augmented Reality“-Technik. Ein am Kopf getragener Minicomputer blendet dem Service-Mitarbeiter von Beumer alle erforderlichen Reparaturinformationen direkt ins Livebild der Gerätekamera ein, ebenso wie jeden einzelnen Arbeitsschritt des Reparaturvorgangs. Bei sehr komplexen Fehlern kann der Techniker mit Hilfe seiner Datenbrille einen Kollegen anrufen und gemeinsam mit ihm per Live-Stream das Problem lösen. Gleichzeitig werden alle Messwerte aufgezeichnet und in Echtzeit auf das Back-End-System in der Firma übertragen. Somit lässt sich dank Videoaufzeichnungen und Fotoaufnahmen letztendlich auch aufzeigen, ob die Reparatur vorschriftsgemäß ausgeführt worden ist. Die Firma Logcom bietet mit Picavi ein intuitives Pick-by-Vision-Kommissioniersystem an. Dabei wird die Datenbrillen-Software bidirektional an das Lagerverwaltungssystem der Firma angebunden, das prozessgerecht aufbereitete, laufwegoptimierte Picklisten an die Datenbrillen beziehungsweise den Kommissionierer sendet. Ist ein Auftrag erfüllt, bestätigt Picavi diesen und fordert eine neue Pickliste an. Jeder Mitarbeiter wird sozusagen von seiner Datenbrille an die Hand genommen und den ganzen Tag durchs Lager geführt.


Die Software-Entwicklungen im intralogistischen Bereich gehen rasend schnell voran. Ich freue mich schon, auf der CeMAT in Hannover die nächste Generation an Lösungen für virtuelle Collaboration und Smart-Maintenance-Systeme zu sehen.

 

 

Herzlichst

Christoph Scholze

 


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Christoph Scholze
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Editorial aus dhf 4.2016

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