Smart Factory, wir kommen 

Liebe Leserin, lieber Leser, 

Ende März 2015 traf sich die Crème de la Crème der Intralogistik zum 24. Materialfluss- Kongress an der Technischen Universität München in Garching. Frei nach dem Veranstaltungsmotto „Logistik im Spannungsfeld zwischen Mensch und Technik” diskutierten Referenten und Teilnehmer zwei Tage lang über Themenschwerpunkte, wie Industrie 4.0, das Internet der Dinge sowie fahrerlose Transportsysteme.

 

Die technischen Neuentwicklungen im Bereich der Smart Factory sind mittlerweile aus den Kinderschuhen reiner Forschungsprojekte herausgewachsen. Selbststeuernde Maschinen, Roboter und Fahrzeuge lassen die sich stets an die aktuellen Anforderungen anpassende Fabrik immer mehr zur Realität werden.


Eine schöne Welt, wenn Kartons, Paletten und Behälter schon lange vor der Anlieferung ins Logistikzentrum wissen, an welchem Standplatz sie später eingelagert werden, welches fahrerlose Transportsystem sie pünktlich am Lkw abholen und sie anschließend behutsam transportieren wird. Natürlich behutsam, denn alle FTS haben detailliert auch die kleinsten Unebenheiten auf den Fahrwegen des Firmengeländes in ihren elektronischen Gehirnen abgespeichert und vermeiden jegliche Erschütterung beim Transport. Alle am Produktions- und Transportprozess beteiligten Maschinen, Systeme und Fahrzeuge wissen über alles Bescheid, kennen jedes Detail bis hin zur reibungslosen und pünktlichen Auslieferung an den Kunden. Und moderne PLM- und PDM-Systeme kennen zudem noch sämtliche Bauteile von jedem Produkt, deren Lebensdauer und vor allem, wie sich die einzelnen Werkstoffe am Ende der Lebenszeit am besten wieder recyceln lassen.


Bei der rasanten Entwicklung stellt sich natürlich die Frage: Welche Rolle hat der Mensch in der Smart Factory? „Roboter übernehmen immer häufiger die Aufgaben von Arbeitskräften, angesichts dieses Fortschritts kann die Intralogistik als Vorreiter auf dem Weg zur Smart Factory gesehen werden“, erklärte Prof. Willibald Günthner, Kongressleiter des Deutschen Materialfluss-Kongresses und Leiter des Lehrstuhls für Fördertechnik Materialfluss Logistik der Technischen Universität München, in seinem Vortrag. Deshalb wird der Mensch trotz seiner überlegenen Intelligenz eine neue Rolle in der Intralogistik einnehmen müssen. Bis dato war der Mensch aus Sicherheitsgründen immer strikt von Robotersystemen getrennt. Durch sensitive und sichere Robotik wird diese Trennung heute überwunden und damit die direkte Zusammenarbeit von Menschen und Maschinen ermöglicht. Einfache, sich häufig wiederholende Aufgaben erledigt dann der Roboter, und der Mensch führt dann komplexe, nicht reproduzierbare Abläufe durch.


Bleibt nur zu hoffen, dass die Smart Factory im Betrieb auch sicher gegen jegliche Zugriffe von außen abgeschottet ist, damit nicht am Ende ein böser „Stuxnet“ das perfekte Zusammenspiel von Mensch und Technik zu einer guten, aber technisch unbeherrschbaren, Idee werden lässt.

Herzlichst

 

 

Christoph Scholze

 


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Editorial aus dhf 5.2015

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