Industrie 4.0 kommt! 

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

die vierte industrielle Revolution ist in der Intralogistik in vollem Gange. Gerade bei produktionsnahen Materialflusssystemen sind heute Wandlungsfähigkeit und Flexibilität stärker gefragt denn je. Kurze Produktionszyklen mit kleinen Losgrößen sind nicht länger die Seltenheit, sondern fast schon die Regel.

 

Starre Strukturen konventioneller Logistiksysteme werden den aktuellen intralogistischen Anforderungen kaum mehr gerecht, da schnelle Anpassungen an neue Gegebenheiten nur schwierig realisierbar sind und zudem noch viel Zeit und Personal kosten.


Hier spielen Industrie 4.0-orientierte Konzepte für die Intralogistik ihre Stärken aus. Derart aufgebaute intralogistische Systeme zeichnen sich aus durch eine funktionsorientierte Modularisierung der Fördertechnikkomponenten, eine dezentrale Steuerung sowie eine intelligente Software, die für die Koordination der Transporteinheiten und Fördertechnikmodulen sorgt. Darüber hinaus stellen solche Anlagen durch die materialflusstechnische Vernetzung der einzelnen intelligenten Anlageneinheiten einen wesentlichen Baustein für die „Smart Factory“, die Fabrik der Zukunft, dar.“


Der Lehrstuhl fml der TU München beschäftigt sich seit längerem mit dem Thema „Internet der Dinge für die Intralogistik“ und entwickelte die Grundlage für die Umsetzung der Industrie 4.0-Vision in der Logistik. Dazu wurde eine Kommunikationsmethode entwickelt, die es allen am intralogistischen Prozess beteiligten Anlagen und Modulen ermöglicht, die Materialflüsse selbst zu kontrollieren und zu steuern.


Schon heute sind einige interessante Industrie 4.0-Anwendungen realisiert. Beispielsweise kann ein zu transportierendes Objekt bei Bedarf ein geeignetes Transportmittel eigeninitiiert anfordern, wird von diesem abgeholt und an seinen Zielort gebracht. Dabei wird der optimale Weg genutzt und berücksichtigt, dass es am Zielort nicht zu „Stauungen“ kommt. Im Mittelpunkt des „Augmented Reality im Stapler“-Projekts steht die Unterstützung des Logistikers im Lager. Durch Einblenden aller für den Fahrer relevanten Informationen via Head-up- Display in die Frontscheibe des Gabelstaplers soll eine ablenkungsfreie Informationsbereitstellung für den Fahrer sichergestellt werden. Dadurch wird die Arbeitssicherheit erhöht sowie die Konzentration des Fahrers auf seine Kernaufgabe, den Warentransport, gesteigert.


Die LogiMAT 2015 öffnet am 10. Februar in Stuttgart Ihre Tore und zeigt die neuesten Entwicklungen und Lösungen in allen Bereichen der Intralogistik. Natürlich wird Industrie 4.0 wieder eines der Fokus-Themen auf der Messe sein, und ich bin gespannt, welche zukunftsweisenden Industrie 4.0-Projekte in diesem Jahr präsentiert werden.

Herzlichst

 

 

Christoph Scholze

 


Ich bin gespannt auf Ihre Reaktionen und Anregungen:

Christoph Scholze
Ossietzkystr. 1
80686 München
Telefon 0 89 / 58 99 89 85
scholze@agt-verlag.de

 

Editorial aus dhf 1/2.2015

15_1_TITEL_188.jpg

 

Gerne können Sie dhf 1/2.2015 mit vielen interessanten Beiträgen bestellen:

E-Mail:  cedra@agt-verlag.de        

oder:      Kontaktforumlar

AGT Verlag Thum GmbH
Teinacher Straße 34
71634 Ludwigsburg

Vertrieb, Frau Beate Cedra
Tel.: 07141/22 31-56

 

 

spacer

 

Online Werbung @ dhf
  
  
spacer