Jahrzehnt der Logistik 

Liebe Leserin, lieber Leser,

passend zum Motto „Komplexität, Kosten, Kooperation“ des 31. Deutschen Logistik- Kongresses führt die Bundesvereinigung Logistik (BVL) eine Mitgliederbefragung durch, um festzustellen, wie deutsche Unternehmen das Thema „Komplexitätsmanagements“ behandeln.

Das Ergebnis ist durchweg erfreulich: Die Befragten haben gelernt, mit der gestiegenen Komplexität in ihren Wirtschaftsbereichen umzugehen. Über 70 Prozent der Unternehmen aus Industrie, Handel und Logistik-Dienstleistung haben bereits konkrete Projekte in Sachen Komplexitätsmanagement durchgeführt. Bei genauer Betrachtung wird das Komplexitätsmanagement so immer stärker zum Antrieb und Impulsgeber für betriebliche Prozessoptimierungen und Innovationen. Professor Raimund Klinkner, der Vorstandsvorsitzende der BVL, spricht deshalb vom Jahrzehnt der Logistik: „Die Logistik als drittgrößter Wirtschaftsbereich übernimmt zunehmend die Rolle des Innovationstreibers für Handel, Industrie und Dienstleistung.“


Immer breitere Produktangebote und steigende Vielfalt von Kundenwünschen sind in erster Linie für die höhere Komplexität der Prozesse verantwortlich. Ein effizientes und durchdachtes Komplexitätsmanagement wird deshalb mehr und mehr zum echten Wettbewerbsvorteil. Logistiker müssen heute Prozessversteher und -manager sein: „In der Industrie, im Handel und bei den Logistik-Dienstleistern setzen die Supply Chain-Experten den Wandel hin zur neuen Rolle der Logistik um: die optimierten Prozesse in der erweiterten Lieferkette im Unternehmen und unter den Unternehmen werden zum Treiber für Wertschöpfung und Innovation“, so Klinkner.


Als konkret durchgeführte Maßnahmen im Rahmen des Komplexitätsmanagements nennen die Unternehmen die Implementierung neuer IT-Lösungen (72,8 Prozent), die Koordination der Prozesse (36,1 Prozent) und die Materialwirtschaft (31,9 Prozent). Als nächsten Schritt sehen rund die Hälfte der Befragten die Optimierung von Kooperationsprozessen an, da Innovationen immer weniger aus dem eigenen Unternehmen als vielmehr aus den Kooperationen zwischen Unternehmen heraus entstehen. An den Schnittstellen werden neben Waren auch Daten und Ideen getauscht, und das treibt natürlich die Komplexität der Prozesse, aber auch die Dynamik für Innovationen maßgeblich voran.


Da die Anforderungen und Prozesse in der Logistik auch zukünftig eher komplexer als einfacher und die Ansprüche der Kunden noch weiter steigen werden, sollten Unternehmen sich neben dem Komplexitätsmanagements auch schon mit kommenden Themen, wie zum Beispiel Standardisierung, Einführung innovativer Managementsysteme und Aufbau der Mitarbeiterkompetenz beschäftigen, die die gesamte Logistik und das Supply Chain Management sicher prägen und vielleicht auch maßgeblich verändern werden.

 

Herzlichst

Christoph Scholze

 


Ich bin gespannt auf Ihre Reaktionen und Anregungen:

Christoph Scholze
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Editorial aus dhf 11.2014

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