Es bleibt turbulent! 

 

Liebe Leserin, lieber Leser,

die deutsche Wirtschaft brummt. Laut Ifo-Index beurteilen die Unternehmen ihre Lage so gut wie seit langem nicht mehr. Auch in der Intralogistik-Branche erfreuen sich besonders die Hersteller von Systemtechnik und Automatisierungslösungen ihrer vollen Auftragsbücher.


Der große weltweite Wachstumsschub in den letzten Jahren ist insbesondere Schwellenländern wie Russland und China geschuldet. Viele deutsche Hersteller von Intralogistik-Lösungen haben regionale Stützpunkte in diesen Ländern etabliert und von deren Entwicklung profitiert. Ebendiese Länder waren Hoffnungsträger für weiteres Wachstum, das in Deutschland in diesem Maße nicht mehr generiert werden kann.


Seit Anfang 2014 schwächelt der Markt im Land des Drachens. Neue Konjunkturmaßnahmen seitens der chinesischen Regierung lassen bis jetzt auf sich warten. Zudem sorgt die Krim-Krise weltweit für Unsicherheit, da sich der Konflikt zwischen den Parteien zusehends verschärft. Eine Eskalation könnte schwere globale Auswirkungen nach sich ziehen und die Aktivitäten vieler Unternehmen auf dem russischen Markt beeinträchtigen. Die zwei wichtigsten Motoren der Weltwirtschaft haben sozusagen Sand im Getriebe. Dies zeigte bereits erste Wirkung – nicht zuletzt an der Börse, die schon mit nervösen Zuckungen geantwortet hat.


Auch der IFO-Index hat auf diese Entwicklungen reagiert. Erstmals seit Oktober sank der Ifo-Geschäftsklimaindex im März von 111,3 auf 110,7 Punkte, wie das Ifo Institut in München mitteilte. „Die Krise der Schwellenländer und die Ereignisse auf der Krim zeigen ihre Wirkung”, sagte Ifo-Präsident Hans Werner Sinn. Überraschend käme die Entwicklung nicht, denn Fachleute haben bereits mit einem Rückgang auf 110,9 Punkte gerechnet. Doch auf den zweiten Blick zeige der Ifo-Index doch mehr über die Befindlichkeit in den deutschen Chefetagen. Denn laut Ifo-Konjunkturexperte Klaus Wohlrabe beunruhige die Manager weniger die Währungs- und Konjunktursorgen in Wachstumsländern wie Brasilien, der Türkei oder China, als vielmehr die Krim-Krise. „Die Unternehmen sehen mit Augenmaß auf die Krim-Krise, wie das nur leicht gesunkene Geschäftsklima zeigt. Solange es keine umfassenden Wirtschaftssanktionen gegen Russland gebe, bleibe der Rückgang vorübergehend“, sagt KfW-Chefvolkswirt Jörg Zeuner. „Bislang bremst die Entwicklung das vorhergesagte Wachstum der deutschen Wirtschaft nicht.“


Aus Sicht von VP-Chefvolkswirt Thomas Gitzel wachse aber die Angst, denn würde sich die russische Wirtschaft zukünftig verstärkt Asien zuwenden, hätte dies auch Konsequenzen für die europäische Wirtschaft: „Wenn aus einer G8-Runde eine G7-Runde wird, mag das zwar für die Politik konsequent sein, für die Industrie sind dies aber keine erbaulichen Signale.” Merkel, Obama & Co. sollten also gut abwägen, wem sie mit welchen Sanktionen schaden. Eine ausgewogene Gesprächsrunde mit Russland und der Ukraine mit viel diplomatischem Geschick wäre sicherlich von Nöten. Denn im Falle einer Eskalation steht sicherlich nicht nur das Wachstum der deutschen Wirtschaft auf dem Spiel.

 

Ihre

Sabine Barde

 

 

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Editorial aus dhf 4.2014

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