Chefredakteur Christoph Scholze
Lagerlogistik quo vadis? 

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

die jährliche Herstellerumfrage von dhf Intralogistik zum Thema „Lagerlogistik und Materialfluss“ ist immer ein besonderes Highlight. Mit ihren ausführlichen Antworten geben die Lagerlogistik-Hersteller einen interessanten Überblick, welche Technologien aktuell forciert werden, in welche Richtung momentan die Kundenwünsche gehen und mit welchen Neuheiten in naher Zukunft zu rechnen ist.


Laut Umfrage nimmt das Thema Nachhaltigkeit nach wie vor einen Platz weit oben auf der Agenda der Hersteller ein. So steht beispielsweise das Kleinteilelager „Auto Store“ nach Aussage des Distributors Hörmann für hohe Energieeffizienz. Dazu Steffen Dieterich, Geschäftsführer des Unternehmens: „Das Verhältnis von Ladegewicht und Roboter beträgt sehr günstige 1:4 und zehn Roboter verbrauchen ungefähr so viel Strom wie ein Staubsauger.“ Gerald Hofer von Knapp erläutert, wie sich durch eine softwaregestützte Berechnung von Packbildern Transportvolumen und schädliche CO2-Emissionen deutlich verringern lassen. Auf einen wichtigen Aspekt verweist zudem Stefan Stumpf von Stöcklin: Der verantwortungsbewusste Umgang mit Ressourcen trägt auch dazu bei, „Betriebskosten in beträchtlichem Maß einzusparen.“ Nachhaltigkeit entlang der Supply Chain schont also nicht nur die Umwelt, sondern letztendlich auch den Geldbeutel.


Darüber hinaus haben uns im Rahmen der Umfrage in diesem Jahr auch die aktuellen Digitalisierungsstrategien interessiert. Stichwort: Industrie 4.0. Dr. Roland Thumm, Dambach, verweist in diesem Zusammenhang darauf, dass das 4.0-Konzept nicht zu einem Modewort abgewertet werden dürfte, das überall dort verwendet wird, wo Informationen fließen. „Zielrichtung von Industrie 4.0 ist die Abstimmung von Daten und Materialflüssen und die digitale Vernetzung.“ Um dies zu erreichen, nutzen die Lagertechnikanbieter durchgängig modernste Big-Data-Technologien und setzen zunehmend auf Dezentralisierung. Auch zeichnet sich ein Trend zum vermehrten Einsatz von autonom agierenden, fahrerlosen Transportsystemen (FTS) ab. Dies bedeutet aber nicht zwangsläufig das Ende manuell bedienter Flurförderzeuge. Wie Peter Golz von Dematic betont, würden sich vielmehr beide Konzepte hervorragend ergänzen. Auch „virtuelle Zwillinge“ sind auf dem Vormarsch, also digitale Kopien von ganzen Anlagen. Diese Zwillinge dienen quasi als geschütztes Experimentierfeld und sorgen für maximale Planungs- und Investitionssicherheit.


Die Ergebnisse und kompletten Antworten der Hersteller unserer Lagerlogistik- und Materialfluss-Umfrage 2017 lesen Sie ab Seite 12.


Herzlichst

Christoph Scholze
 

 

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Christoph Scholze
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Editorial aus dhf 10.2017

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