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58 Verladen + Transportieren RFID-Technik senkt die Kosten „Der RFID-Technik gehört die Zukunft“, erklärt Rüdiger Bierhenke. Im Interview spricht der Verkaufsleiter Industrie von der Firma Hörmann aus Steinhagen/Westfalen über die Bedeutung der RFID-Technik und deren Einsatz bei der Hörmann Verladetechnik. Herr Bierhenke, welche Bedeutung spielt die RFID-Technik heute in der Logistik und was sind mögliche Einsatzgebiete? Rüdiger Bierhenke: Der Anwendung der RFID-Technik gehört die Zukunft. Viele Unternehmen beschäftigen sich bereits seit geraumer Zeit mit der Einführung. Wir sehen unsere intelligente Ladebrücke als entscheidende Schnittstelle zur schnellen und sicheren Erfassung von Warenein- und Warenausgängen. Wie kam es zu der Idee, die RFID-Technik in die Hörmann- Verladesysteme zu integrieren? Gab es bestimmte Auslöser für diese Entscheidung? Wir haben das RFID-Thema in der Fachpresse schon von Anfang an mit großem Interesse verfolgt und es in Hinblick auf die folgende Fragestellung immer wieder auf die Agenda gebracht: Handelt es sich um ein kurzfristiges Phänomen oder entwickelt es sich zu einem großen, nachhaltigen Thema in der Logistik? Nachdem wir auf der CeMAT 2008 auf die Möglichkeit   9.2017 Kurzer Weg für bessere Übertragung: Der RFID-Transponder an der Palette (siehe Barcode auf der Palette) wird von unter der Ladebrücke installierten RFID-Antennen ausgelesen. Durch die kurze Distanz ist die Funkübertragung besonders zuverlässig (Fotos: Hörmann) angesprochen wurden, die RFID-Technik in die Hörmann-Verladesysteme zu integrieren, haben wir dieses Projekt gestartet und drei Jahre später auf der gleichen Messe 2011 vorgestellt. Im selben Jahr haben wir auch den Industriepreis für unsere Entwicklung erhalten, bei dem wir uns gegen 500 andere Bewerber durchsetzen konnten. Da zeichnete sich bereits ab, dass die Entwicklung der intelligenten Ladebrücke viel Potential hat. Der nächste Schritt wird nun sein, unsere Innovation im Markt bekannt zu machen. Können Sie uns Näheres über den Entwicklungszeitraum und die einzelnen Entwicklungsschritte von der Idee bis zum fertigen Produkt erzählen? Es wurde über drei Jahre lang an der Lösung gearbeitet. Die ersten Skizzen beschäftigten sich mit der entscheidenden Frage: Wie können wir das Transpondersignal durch eine sechs bis acht Millimeter dicke Stahlplatte empfangen? Ziel war es, eine Lösung zu entwickeln, die das Sendesignal zuverlässig empp Durch Ladebrücken mit integrierter RFID-Technik lassen sich Warenbewegungen beim Be- und Entladen berührungslos und zuverlässig über Transponder und Antennen erfassen. Werden RFID-Antennen normalerweise in Form von Gates um das Verladetor installiert, befindet sich die RFID-Antenne bei Hörmann direkt unter der Ladebrücke, und damit in unmittelbarer Nähe zu dem an der Europalette platzierten Transponder. So können alle lieferscheinrelevanten Daten zuverlässiger ausgelesen und erfasst werden. Sind diese nämlich unterhalb der Palette angebracht, werden sie von oberhalb und seitlich der Verladestelle platzierten Antennen oft nicht ausgelesen, da der Signalweg zu lang ist oder die Übertragung durch die Waren auf der Palette gestört wird. Gleichzeitig ist die RFID-Antenne optimal vor Stößen und Kollisionen mit Flurförderzeugen geschützt. Während des mehrjährigen Entwicklungsprozesses hat Hörmann eine Möglichkeit entwickelt, Ladebrücken so mit Antennen auszustatten, dass die Signale nicht durch den Stahl abgeschirmt werden, ohne dabei die Stabilität und Langlebigkeit der Brücke zu beeinträchtigen. Hörmann-Ladebrücken können selbstverständlich mit der RFID-Technik nachgerüstet werden.   Die „intelligente Ladebrücke“ t Die in der Ladebrücke integrierten RFID-Antennen erfassen die Ware zuverlässiger als herkömmliche Lösungen und übertragen die Daten automatisch in das Warenwirtschaftssystem. Stimmen die Daten mit den gemäß Lieferschein im Warenwirtschaftssystem ausgewählten Daten überein, leuchtet eine grüne Lampe


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