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Lagerlogistik 41 dem es unter den harten Umgebungsbedingungen nicht nur zuverlässig arbeitete sondern ihnen auch dauerhaft standhielt“, erklärt Dr. Gork Ullrich, Senior Engineer Technology bei Kocks und zuständig für die Entwicklung des Gerüsterkennungssystems (Stand Identification - SID). Die extrem robusten Ganzmetall-Transponder werden bündig in die Walzgerüste integriert und fallen so kaum auf. Sie enthalten jeweils eine eindeutige ID, die einem Gerüst zugeordnet ist. Der Schreiblesekopf liest diese ID aus, die von einer spezielle PC-Software in eine Datenbank geschrieben wird. In der Datenbank sind die aktuellen Gerüstdaten hinterlegt, die über die ID den Gerüsten zugeordnet sind. Eigenentwickelte Softwarelösungen Um bei der Umstellung auf einen anderen Abmessungsbereich möglichst wenig Zeit zu verlieren, werden die auszutauschenden Gerüste für die nächste Aufgabe vorab vorbereitet. Werden beim anschließenden Gerüstwechsel Fehlbestückungen erkannt, wird dies dem Walzer über die zugehörige Benutzeroberfläche gemeldet, sodass dieser entsprechende Korrekturen vornehmen kann. Damit auch bei der Gerüstvorbereitung „Die robusten Ganzmetall-Transponder werden bündig in die Walzgerüste integriert und enthalten eindeutige IDs, die den Gerüsten zugeordnet sind“ alles zueinander passt und Fehler vor dem Einsetzen in den Walzblock ausgeschlossen werden können, entwickelte Kocks einen robusten Handscanner mit integriertem Schreiblesekopf für die Erkennung der Gerüste. Er erfasst die Daten des Gerüst- Transponders und leitet diese an einen PC weiter. Eine spezielle Bedienoberfläche zeigt dem Werker an, ob alles korrekt montiert und eingestellt wurde. Alle erforderlichen Softwarekomponenten für Datenauswertung, Benutzerführung und Bedienoberflächen entwickelten die IT-Spezialisten von Kocks in Eigenregie. Die Schreibleseköpfe werden zyklisch abgefragt und damit sämtliche Veränderungen des Systems erfasst und in die Datenbank geschrieben. „Unsere Anwendungen sind PC-basiert, und wir nutzen einen TCP-IP-Server zur Übertragung der Signale über das lokale Ethernet-Netzwerk (LAN) anstelle einer Anbindung und Auswertung über eine speicherprogrammierbare Steuerung“, erläutert Dr. Ullrich. Der Transponder enthält zurzeit nur die Gerüst-ID. Kocks hat sich jedoch die Möglichkeit offen gehalten, ihn künftig auch mit Informationen beschreiben zu können. Zudem arbeiten die Spezialisten des Hildener Unternehmens aktuell daran, die RFID-Technologie auch für Rohrwalzblöcke anzubieten. Robustes System Die Ganzmetall-RFIDDatenträger und -Schreibleseköpfe aus V4AEdelstahl von Contrinex eignen sich für einen Temperaturbereich von minus 40 bis plus 125 Grad Celsius. Kocks setzt Transponder vom Typ RTL 0262-001 mit einem Durchmesser von 26 Millimeter und der Schutzart IP 69K ein. Diese sind bündig in Metall einbaubar und können durch das Metall hindurch beschrieben beziehungsweise gelesen werden. Die Speicherkapazität der Tags beträgt 120 Worte zu je 16 Bit. Diese oder gleich ganze Speicherbereiche kann der Anwender mittels Passwort lese- und/oder schreibschützen. Die Anzahl der Schreibzyklen beträgt bei diesem Typ der Datenträger 100 000, die Zahl der Lesezyklen ist unbegrenzt. Für mindestens 10 Jahre garantiert der Hersteller die Erhaltung der Daten. Die von Contrinex gelieferten RFID-Auswertgeräte stehen wahlweise mit Schnittstellen zu RS485, PROFIBUS, Device Net und EtherNet/IP zur Verfügung. Kocks entschied sich für ein Gerät zum Anschluss von vier Schreibleseköpfen und serieller RS485- Schnittstelle in Kombination mit einem separaten TCP/IP-Interface, das die Daten aus der Auswerteinheit an einen PC überträgt. Die Ausrüstung der Stabwalzwerke mit RFID-Systemen hat neben der erhöhten Prozesssicherheit noch einen weiteren entscheidenden Vorteil: „Wir können mithilfe des Systems sämtliche Prozessdaten gerüstspezifisch erfassen und wissen nicht nur zu jeder Zeit den aktuellen Zustand der Gerüste, sondern auch, wann welches Gerüst wo und in welchen Zustand eingesetzt wurde, welche Tonnagen es in einem bestimmten Zeitraum gewalzt hat etc. Das gibt dem Walzwerkbetreiber die Möglichkeit zu einer besseren Ressourcenplanung, zum Beispiel bei der Wartung und Instandhaltung der Gerüste oder der Beschaffung der Walzen“, so Ullrich. u www.contrinex.de AZ_Druckschalter 210x82+3.qxp_Layout 1 18.03.17 13:53 Seite 1 EIN KOMPLETTES PRODUKTPROGRAMM. DRUCKSCHALTER. VAKUUMSCHALTER. DIFFERENZ-DRUCKSCHALTER. DRUCKSENSOREN. ELEKTRONISCHE DRUCKSCHALTER. 0,2bar - 400bar, 40 Typen MEHR: www.layher-ag.de


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