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Nachrichten 11 konfrontierte die Zuhörer gleich eingangs mit einem Zitat von Albert Einstein: „Der Gipfel des Wahnsinns ist es, auf Veränderungen zu hoffen, ohne etwas zu verändern.“ Damit zielte der Wissenschaftler auf den Umstand, dass Engagement und Tempo vielerorts noch schlicht zu verhalten ausgeprägt sind. „Wir müssen die Welt, in der Menschen und Maschinen partnerschaftlich zusammenarbeiten, aktiv gestalten. Wenn wir uns weiter nur damit beschäftigten, diese Welt zu regulieren und zu verwalten, verlieren wir das wichtigste Ziel aus den Augen: Menschen dürfen nicht zum Störfaktor einer hochautomatisierten Logistik werden, sondern zum Kopf einer Social Networked Industry“, appellierte ten Hompel. Um dies zu erreichen, dürfe keine Zeit mehr vergeudet werden und auch ein radikales Umdenken sei zwingend erforderlich. Denn: „Innovationen bleiben auf der Strecke, da wir unsere besten Köpfe daran setzen, unsere Welt zu vermessen, anstatt sie zu verbessern.“ Die Vortragsreihe der Wirtschaftsvertreter eröffnete im Anschluss Dr. Christoph Beumer, Chairman und CEO der Beumer Group aus dem westfälischen Beckum. Er gewährte vertiefte Einblicke in die Digitalisierungsstrategie eines mittelständischen Unternehmens. Es folgten Vertreter von T-Systems International, Huawei Technologies Deutschland, Daimler, Korne Commercial Vehicle, ThyssenKrupp, der Commerzbank und des Dinalog Dutch Institute für Advanced Logistics. Gründer bringen Schwung in die digitale Logistik Im Anschluss wartete das Zukunftsplenum erstmals mit einem Novum auf: Im Rahmen einer Pitch-Session traten erstmals ausgewählte Start-ups und Start-ins gegeneinander an. Es lockte der „1. Digital Logistics Award“, den der Digital.Hub Logistics in Dortmund im Juli 2017 erstmalig ausgeschrieben hatte. Acht Teams, die von einer mit Vertretern aus Wissenschaft und Wirtschaft besetzten Jury aus insgesamt 39 Einreichungen ausgewählt wurden, eiferten am ersten Kongresstag allerdings nicht nur um den Sieg, sondern auch um mehr als 25000 Euro an Preisgeldern und Sachleistungen. „Wir müssen die Welt, in der Menschen und Maschinen partnerschaftlich zusammenarbeiten, aktiv gestalten“ „Jedes dieser Digital-Teams hat das Potenzial, einen wichtigen Beitrag zur Digitalisierung der Logistikbranche zu leisten und Logistikunternehmen erfolgreicher zu machen.“ Mit diesen Worten zollte Prof. Dr. Michael Henke, Institutsleiter am Fraunhofer IML und Mitglied der Jury, den Endrundenteilnehmern im Vorfeld seinen Respekt. Jede Mannschaft hatte fünf Minuten Zeit, um seine Idee vorzustellen. Den Sieger kürte das Plenum mit einer Abstimmung direkt vor Ort; die Preisverleihung fand auf der anschließenden Abendveranstaltung des Digital.Hub Logistics statt. Platz 1 belegte das angehende Fraunhofer Spin-off Motion Miners, das eine Standard Serie Motorsport Serie Hydraulik Serie zöllige Serie Hochleistungsserie Sonderanfertigungen Reibungslos und unverwüstlich. Fluro Hochleistungs-Gelenklager setzen neue Massstäbe: Die spezielle PTFE-Gleitschicht “FLUROGLIDE“ macht das Lager auch für Ihre Anwendung zur ersten Wahl. • absolut wartungsfrei NEU • für höchste statische/dynamische Belastungen mit FLUROGLIDE • mit geringer stick-slip-Neigung • lange Lebensdauer FLURO-Gelenklager GmbH FLURO - Gelenklager GmbH Siemensstraße 13 72348 Rosenfeld Germany Telefon (0 74 28) 93 85-0 Fax (0 74 28) 93 85-25 Internet: www.fluro.de Lösung zur automatischen Aufnahme und Analyse von industriellen Arbeitsprozessen entwickelt hat. Der zweite Platz ging an das junge Unternehmen Wingcopter aus Darmstadt mit seiner hybriden Hochgeschwindigkeitsdrohne. Den dritten Platz sicherte sich Load Fox, die Münchner „Mitfahrzentrale für Fracht“, mit einer webbasierten Plattform für die Tourenplanung. Innovationen zum Anfassen und Ausprobieren Im Anschluss an das Tagungsprogramm bot das Fraunhofer IML in diesem Jahr auch Einblick in seine aktuelle Forschung: Mit autonomen Fahrzeugen, der Erfassung von Bewegungsdaten via Motion-Capture-Technologie und Laserprojektionen präsentierten die Wissenschaftler im ersten Teil des neuen „Innovationslabor Hybride Dienstleistungen in der Logistik“ das Zusammenspiel von Technologien, die in der „Social Networked Industry“ künftig selbstverständlich sein sollen. Am zweiten Kongresstag warteten die Veranstalter schließlich mit einer weiteren Änderung des Formats auf. Statt Vorträgen und Podiumsdiskussionen zu lauschen, hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, in der sogenannten „Digital Sandbox“ auf Erkundungstour zu gehen. Dort wurden reale Anwendungsfälle für die „Social Networked Industry“ präsentiert, von interaktiven Ladungsträgern über Augmented Reality und Drohnen bis hin zur physisch erlebbaren Blockchain. u www.zukunftskongress-logistik.de


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