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Verladen + Transportieren 37 www.Dhf-magazin.com Industrie-Sectionaltore Um Öffnungen in der Außenhülle eines Gebäudes abzuschließen, werden häufig Industrie-Sectionaltore eingesetzt. Generell öffnen Industrie-Sectionaltore senkrecht nach oben und schwenken nicht aus, sodass der Platz davor und dahinter frei bleibt. Je nach Hallenarchitektur und -höhe sind sie mit unterschiedlichen Beschlagvarianten erhältlich: In der Regel wird das Tor waagerecht unter die Decke geführt. Bei einer großen Raumhöhe sind aber auch senkrechte Torführungen umsetzbar, sodass der Platz unter der Decke beispielsweise für Versorgungsleitungen frei bleibt. Diese Beschlagvariante schont zudem das Tor. Hersteller, wie Hörmann, bieten für eine gute Wärmedämmung doppelwandige, thermisch getrennte Stahl-Lamellentore mit einer Bautiefe von 67 Millimeter an. Die meiste Energie geht beim Öffnen der Tore verloren. Deshalb können Industrie-Sectionaltore mit einer Schlupftür ausgestattet werden, sodass ein Personendurchgang möglich ist ohne das Tor öffnen zu müssen. Für den Logistikbereich gibt es Industrie-Sectionaltore, die den Anforderungen von Verladestationen gerecht werden. Hersteller wie Hörmann ermöglichen mit dem teilbaren Industrie-Sectionaltor Parcel Walk, dass Nutzfahrzeuge mit diversen Größen an einer Verladestation be- und entladen werden können. Bei großen Lkw wird nur der obere Teil des Tores geöffnet, während der Lamellensockel am Boden bleibt. Kleinere Transporter werden auf Hallenbodenniveau beladen, sodass das gesamte Tor geöffnet wird. Industrie-Rolltore Für Gebäudeabschlüsse werden ebenso Industrie Rolltore gewählt. In der Regel besteht der Behang aus Stahl- oder Aluminiumlamellen. Rolltore sind besonders platzsparend und eignen sich durch ihre kompakte Konstruktion für Einbausituationen mit geringen Platzverhältnissen, da für die Montage nur ein sehr geringer Sturzbedarf benötigt wird. Das Tor rollt sich unter einer Behangverkleidung auf und somit bleibt der Deckenbereich frei. Auf dem Markt werden Rolltore mit einfacher Handbedienung, die sich unter anderem für den Einsatz selten betätigter Abschlüsse von Lagerhallen eignen, bis hin zu optimal abgestimmten Antriebsbedienungen angeboten. Dazu gehören Rolltore, die wie das Rolltor DD S6 von Hörmann mit Frequenzumrichter-Antrieb ausgestattet sind und damit Öffnungsgeschwindigkeiten von maximal 1,1  Meter pro Sekunde erreichen. Das verbessert die Betriebsabläufe und reduziert Wärmeverluste. Damit sind sie eine wirtschaftliche Alternative zu Schnelllauftoren. Schnelllauftore Schnelllauftore zeichnen sich durch ihre hohen Öffnungs- und Schließgeschwindigkeiten aus. Sie werden sowohl außen als auch innen eingesetzt, unterscheiden sich dann aber in ihrer Behangart. Zum einen können Schnelllauftore über doppelwandig ausgeschäumte Lamellen verfügen, die für eine hohe Wärmedämmung sorgen und damit vor allem für den Außenabschluss geeignet sind. Zum anderen sind Schnelllauftore mit besonders flexiblem Behang erhältlich, die oftmals im Innenbereich Gebäudeteile voneinander abtrennen, um beispielsweise Zugluft und dadurch krankheitsbedingte Ausfälle des Personals verringern. Aufgrund ihrer hohen Öffnungsgeschwindigkeit bleibt dennoch eine schnelle Durchfahrt, zum Beispiel mit Flurförderzeugen, möglich, sodass optimale Arbeitsabläufe erreicht werden. Mit diesen und weiteren Sonderanfertigungen für den Kühllager- oder Lebensmittelbereich, bieten Hersteller wie Hörmann eine große Auswahl an passenden Tortypen. Schiebetore Müssen im Innenbereich große Hallenabschnitte voneinander getrennt werden, vor allem aus brandschutztechnischen Gründen, werden häufig Schiebetore eingesetzt. Sie sind mit Feuer- und Rauchschutz, aber auch als Mehrzwecktore erhältlich. Neben sich zur Seite an oder in die Wand bewegenden ein- und zweiflügeligen Varianten können ebenfalls Teleskop-Ausführungen für Einbausituationen mit wenig Platz neben dem Tor eingesetzt werden. Feuerschutz-Schiebetore schließen im Brandfall automatisch und verhindern ein Übergreifen des Feuers auf andere Gebäudeteile. Im geöffneten Zustand liegen Schiebetore meistens vor der Wand. Die Nischenausführung ermöglicht ein unsichtbares Verstecken in der Wand. Damit ein Personendurchgang auch möglich ist, wenn das Tor geschlossen ist, können zusätzlich Schlupftüren ohne Schwelle in die Tore integriert werden. Fazit und Ausblick Das Angebot an Industrietoren auf dem Markt ist vielschichtig und komplex. Je nach Nutzung in den Logistikbauten stehen unterschiedlichste Torsysteme zur Auswahl, die dazu beitragen, einen reibungslosen und zügigen Transportablauf zu unterstützen. u www.hoermann.de


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