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36 Verladen + Transportieren Der Einsatzzweck entscheidet In Logistikbauten müssen unterschiedlichste Gebäudeöffnungen funktionsgerecht geschlossen werden. Das Angebot an Torsystemen, aus dem Architekt und Betreiber wählen können, ist sehr umfangreich. In der Planungsphase sollte immer die spätere Nutzung der Tore feststehen, um diese optimal auf die Anforderungen auslegen zu können. Damit die Industrietorlösung auf den Einsatzbereich abgestimmt   3.2018 ist, sollte zunächst genau geprüft werden, welchen Zweck das Tor erfüllen muss. Dabei müssen zum einen gesetzlich vorgegebene Anforderungen wie Brandschutz oder Wärmedämmung, zum anderen aus der späteren Gebäudenutzung resultierende Punkte wie Öffnungsfrequenzen oder Bedienkomfort berücksichtigt werden. Generell werden Industrietore sowohl im Außen- als auch im Innenbereich eingesetzt. Das passende Industrietor In Zeiten, in denen Heizenergie immer teurer wird und auch die Vorschriften der Energieeinsparverordnung (EnEV) verschärft werden, steigen die Anforderungen an eine gute Wärmedämmung. Insbesondere Tore in der Außenfassade müssen über eine gute Wärmedämmung verfügen, damit im geschlossenen Zustand keine wertvolle Wärme verloren geht. Definitiv kein Trend, sondern ein dauerhaft wichtiges Thema ist die Sicherheit bei Industrietoren. Alle Tore unterliegen t Die Auswahl an Torsystemen ist groß. Um eine Industrietorlösung genau auf den Einsatzbereich abzustimmen, sollte zunächst genau geprüft werden, welchen Zweck das Tor erfüllen muss p Müssen aus brandschutztechnischen Gründen große Hallenabschnitte voneinander getrennt werden, kommen häufig Schiebetore zum Einsatz (Fotos: Hörmann) „Individuell für jedes Bauvorhaben spielen neben gesetzlichen auch funktionale Vorgaben eine wichtige Rolle, die je nach Nutzung stark variieren können“ der europäischen Produktnorm EN 13241-1. Diese regelt Sicherheits- und Leistungsanforderungen für alle kraft- und handbetätigten Tore in privaten, gewerblichen und öffentlichen Bereichen. Laut EN 13241-1 müssen Tore beim Schließen automatisch stoppen, wenn sich Personen oder Gegenstände unter dem Tor befinden, und beim Auftreffen nur eine bestimmte Kraft freisetzen oder gar das Auftreffen vollends vermeiden, bevor es wieder nach oben fährt. Bei der Torauswahl sollte darauf geachtet werden, dass alle zu montierenden Tore eine entsprechende CEKennzeichnung tragen, um sicherzustellen, dass die entsprechenden Vorgaben eingehalten werden. Bei der sicherheitstechnischen Ausstattung von Toren muss außerdem berücksichtigt werden, dass in Deutschland gewerblich genutzte kraftbetätigte Tore der Arbeitsstättenrichtlinie ASR A 1.7 unterliegen. Das heißt, dass je nach Nutzung durch unterwiesenes oder nicht unterwiesenes Personal entsprechende Sicherheitseinrichtungen wie Schließkantensicherungen oder berührungslose Schutzsysteme vorhanden sein müssen. Da auch Bestandstore der ASR A 1.7 unterliegen, ist hier die Risikoanalyse vor Ort sehr wichtig. So kann die Sicherheit älterer Toranlagen überprüft und bei Bedarf nachgerüstet werden, um die erforderlichen Schutzniveaus für die Nutzer zu erreichen. Individuell für jedes Bauvorhaben spielen neben den gesetzlichen auch weitere funktionale Vorgaben eine wichtige Rolle, die je nach Nutzung stark variieren können. Zum Beispiel verzeichnen Logistikunternehmen viele Öffnungszyklen, während kleinere Werkstätten das Tor nur selten für eine Durchfahrt ganz öffnen müssen und deswegen einen Personendurchgang durch eine integrierte Schlupftür ermöglichen wollen. Hersteller wie beispielsweise Hörmann aus Steinhagen bieten eine große Auswahl an verschiedenen Torlösungen, vom Industrie-Sectionaltor und Rolltor bis hin zum Schnelllauftor oder Schiebetor.


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