Page 24

dhf_318

24 Krane + Hebezeuge Funksystem für Brückenkrane Damit Krananlagen wissen, zwischen welchen Orten Güter befördert werden sollen, ist eine kommunikative Anbindung an das jeweilige Steuerungssystem unerlässlich. Bei der Automatisierung von Brückenkranen sorgt eine Funklösung von Phoenix Contact für die robuste und verschleißfreie Übertragung der relevanten Daten. Die G. Siempelkamp GmbH blickt auf eine über 125-jährige Geschichte zurück. Das Unternehmen fungiert als Führungsgesellschaft   Verschleißfreie und umweltresistente Alternative   3.2018 eines Konzernverbunds, der sich aus den Geschäftsbereichen Maschinen und Anlagenbau, Gusstechnik sowie Engineering und Service zusammensetzt. 2016 haben die mehr als 3 000 Mitarbeiter des international tätigen Industrieausrüsters einen Umsatz von 732,8 Millionen Euro erwirtschaftet. Als 100-prozentige Tochtergesellschaft der Siempelkamp-Gruppe gehört die Siempelkamp Krantechnik GmbH zum Geschäftsbereich Maschinen- und Anlagenbau. Das 1987 gegründete Unternehmen, das sich im ostfriesischen Moormerland im Landkreis Leer angesiedelt hat, übernimmt für seine Kunden die komplette Abwicklung von der Planung bis zur Inbetriebnahme der Krananlagen, die in Standard- und Sonderausführung angeboten werden. Aktuell sind weltweit über 6 000 Krane aller Größenordnungen installiert. Automatisches Öffnen und Schließen der Tore Der internationale Kundenkreis von Siempelkamp Krantechnik kann aus einem umfassenden Portfolio unterschiedlicher Krananlagen auswählen. Zur ausgereiften Kransystemtechnik zählen Decken- t Als bewegliche Kranbauteile ist die Laufkatze entlang eines Trägers verfahrbar; an ihr ist das Hubseil zum Heben und Senken der Last angebracht (Fotos: Siempelkamp Krantechnik) und Hängekrane, Konsol-, Portal-, Kraftwerks, Wand- und Säulenschwenkkrane, Sonderkrane jeglicher Art sowie Brückenkrane in Ein- oder Zweiträger-Ausführung. Dabei bewegen die Einträger-Krane leichtere Komponenten oder Lasten bis 20 Tonnen bei einer Spannweite bis 40 Meter. Die Zweiträger-Krane sind kundenspezifisch ausgelegt. Mit Serienhubwerken ausgestattet können sie Güter bis 100 Tonnen und bei Nutzung von Windwerksausführungen sogar bis 200 Tonnen transportieren, und das aufgrund ihres geringen Eigengewichts bei einer Spannweite bis 50 Meter. Brückenkrane werden typischerweise unter der Decke der Produktionshallen angebracht. Beim Einträger Brückenkran handelt es sich um den am häufigsten in der Industrie verwendeten Krantyp. Am Unterflansch der Kranbrücke fährt hier eine Einschienenkatze, ebenfalls Laufkatze genannt, um die Last zu befördern. In einigen Anwendungen müssen die Laufkatzen Güter wie Betonfertigteile oder Pipelinerohre sowohl innerhalb als auch außerhalb der Produktionshalle verfahren. Da- Wie viele Transportanwendungen sind Industriekrane häufig durch lange Verfahrwege gekennzeichnet. Schleifleitungen, Schleppketten oder Kabeltrommeln, die üblicherweise zur Energieübertragung verwendet werden, eignen sich in diesem Umfeld weniger für die Datenübermittlung, denn die empfindlichen Leitungen unterliegen einem schnelleren Verschleiß. Schleifleiter erweisen sich zudem als anfälliger für Verschmutzungen. In der Praxis führt das zu Kommunikationsproblemen und daraus resultierend zu aufwändigen Wartungsarbeiten sowie oftmals zum Austausch des Übertragungsmediums, was hohe Kosten und längere Stillstandzeiten nach sich zieht. Darüber hinaus sind die elektromechanischen Lösungen gerade bei langen Strecken teuer. Als kostengünstige Alternative empfiehlt sich deshalb der Einsatz von Funktechnologie, weil die drahtlose Kommunikation verschleißfrei arbeitet. Schmutz und weitere industrielle Umweltfaktoren haben keinen Einfluss auf die Zuverlässigkeit des Übertragungsmediums. Ferner können Daten per Funk auch über größere Entfernungen sicher und wirtschaftlich weitergeleitet werden. Sollen Kran- oder andere mobile Automatisierungssysteme automatisch gesteuert werden, ist meist die Übermittlung sicherheitsgerichteter Daten zu berücksichtigen, damit sich eine Not-Halt-Funktion umsetzen lässt. Die Betätigung der an verschiedenen Stellen der Anlage montierten Not-Halt-Taster sorgt dann für das gefahrlose Anhalten des Krans. Wenn in der Halle zwei für schwere Lasten konzipierte Krane im Tandembetrieb arbeiten, müssen Safety-Signale zwischen den beiden Kranen ausgetauscht werden. Eine solche Kommunikation über das Netzwerk ist daher heute selbstverständlich. Bei Nutzung der Übertragungsstandards Profinet und Profisafe oder der Safety Bridge Technology von Phoenix Contact lassen sich die funktional sicheren Daten ebenfalls über WLAN- oder Bluetooth-Funkstrecken weiterleiten.


dhf_318
To see the actual publication please follow the link above