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Titelthema 13 p Die Vorteile von Kunststoff-Energieketten liegen klar auf der Hand: Verschiedene Medien können auch unter schwierigen Umgebungsbedingungen in einem System über große Längen sicher, leicht und wartungsarm geführt werden (Fotos: Igus) bau. Die Dimensionen der Energieketten Igus genießt deswegen auch bei APM Terminals sind konfigurierbar, die Innenaufteilung mit Stegen und Einsteckböden veränderbar. Die Verfahrwege können Längen von bis zu 800 Meter erreichen, sich mit 10 Meter pro Sekunde einen guten Ruf. „Igus bietet nicht nur qualitativ hochwertige Produkte und innovative Lösungen, sondern auch einen hervorragenden technischen Support“, erklärt Ivy Li, Qualitätssicherungs-Managerin Sensoren erhöhen die Ausfallssicherheit Energieketten spielen im Kranbau eine Schlüsselrolle. Sie führen kontrolliert alle www.Dhf-magazin.com „1 000 STS-Krane, die mit Igus-Technologie ausgestattet sind – das bedeutet für uns einen Meilenstein“, stellt Theo Diehl, Leiter des Branchenmanagements Krantechnik von Igus, heraus. Er erinnert sich an den Startschuss der Zusammenarbeit mit ZPMC, einer der wichtigsten Kunden. „Vor 17 Jahren haben wir im Werk von ZPMC die erste Energiekette in einem STS-Kran installiert. Heute sieht man die Krane in Häfen auf der ganzen Welt, unter anderem in Terminals von APMT, MIT, DPW, Evergreen, ITCSI, HHLA, PTP und vielen weiteren.“ Die Hochleistungskunststoffe der Energieketten sind so robust, dass die Systeme jahrelang fast ohne Wartungsaufwand arbeiten. In einer Krananlage in Xiamen, Südchina, zeigen die Systeme auch nach 15 Jahren in der tropischen Sonne noch volle Funktionsfähigkeit. „Das ist eine Leistung, die uns natürlich stolz macht und Ansporn ist, die Entwicklung, weiter voranzutreiben.“ Qualitativ minderwertiges Polymer wäre längst porös geworden und gebrochen. Igus hat das Material zudem harten Belastungstests in der Klimakammer unterzogen. Bei Temperaturen zwischen minus 40 und plus 120 Grad Celsius sind keine Veränderungen der mechanischen Eigenschaften zu erwarten. Hochleistungskunststoff sorgt für 200 000 Kilometer Laufleistung Igus überzeugt die Kranbauer mit seiner großen Expertise für Hochleistungskunststoffe. Für Energieketten ist Igumid der Werkstoff der Wahl – ein Polymer, das mehrere Eigenschaften vereint: Es hält hohen Druck- und Zugbelastungen stand, verhält sich bei Extremtemperaturen stabil, hat eine gute Zähigkeit und eine hohe Abriebfestigkeit, ist witterungs- und strahlungsbeständig. „Die Energieketten, die für die Kranindustrie in einer Heavy-Duty-Ausführung erhältlich sind, erreichen dank dieses Materials auch bei Extremwetter eine Laufleistung von bis zu 200 000 Kilometer. Das entspricht einer durchschnittlichen Einsatzdauer von zehn bis zwölf Jahren“, erklärt Diehl. Igus bietet jedem Hersteller mit einem Baukastensystem Flexibilität beim Kran- bei APM Terminals. „Energieketten in Heavy-Duty-Ausführung erreichen auch bei Extremwetter eine Laufleistung von bis zu 200 000 Kilometer“ Leitungen für die Katzversorgung. Befindet sich die Katze am Kranträgerende, liegt die Energiekette in der Führungsrinne. Fährt die Katze auf den Ausleger in der zweiten Endposition, legt sich das Obertrum der Kette auf das Untertrum. „Die Kette ist ein kleiner Teil des Krans, aber sie spielt eine wichtige Rolle“, weiß Ivy Li, Qualitätssicherungs Managerin bei APM Terminals. Versagt sie, fällt der Kran aus. Das können sich Betreiber von Containerterminals in Zeiten des hohen Kostendrucks nicht leisten. „Wir haben die Energieketten deswegen mit Sensortechnik ausgestattet, sie fit gemacht für das Internet der Dinge“, erklärt Diehl. Isense Sensoren und Überwachungsmodule von Igus messen den Abrieb bewegen und dabei ein Füllgewicht von bis zu 70 Kilogramm pro Meter tragen. Und die Energieführungssysteme werden immer leistungsstärker. Um das Zusammenspiel von Energiekette, Führungsrinne und Leitungen zu optimieren, betreibt Igus in Köln das mit 2750 Quadratmeter weltgrößte Testlabor der Branche. Auf einer Außentestanlage testen Ingenieure praxisnah Energieführungssysteme und Chainflex-Leitungen auf mehreren hundert Meter langen Verfahrwegen. Kranbau fordert individuelle Lösungen Ingenieure von Igus stehen den Kranbauern zudem bei der Konzeption mit jahrelangem Branchen-Know-how zur Seite. „In der Krantechnik gibt es eine Menge Besonderheiten, etwa große Temperaturschwankungen und starke Vibrationen“, sagt Diehl. „Man kann keine Lösungen von der Stange anbieten, sondern muss jedes Projekt in Kooperation mit dem Kunden konzipieren und montieren.“ t „Anfangs wurden wir für unsere Vorhaben von unseren Wettbewerbern in dieser Branche belächelt“, blickt Theo Diehl, Branchenmanager Krantechnik, zurück. Seit rund 23 Jahren treibt er bei Igus die Verbreitung von Energieketten in Krananlagen voran


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