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25 www.Dhf-magazin.com dell hinweisen. Pay per Use lautet das Stichwort. Entsprechende Modelle sind jedoch erst auf Basis der Daten möglich. Hierbei erhalten die Kunden das für den jeweiligen Bereich beste Fahrzeugmodell und bezahlen entsprechend der Nutzung. So würde der Betrieb auf einem rauen Außengelände zum Beispiel teurer als die Nutzung in einer trockenen Halle mit glattem Boden. Der Serviceanbieter kann seinerseits die Wartungsintervalle optimal aufeinander abstimmen und Fehler frühzeitig erkennen, um so die Verfügbarkeit der Flotte zu erhöhen, bei geringeren Kosten. So profitieren beide Seiten vom Einsatz der neuen Technologien. Übersicht und Transparenz für Flottenmanager Eines der wesentlichen Ziele eines Flottenmanagers ist es, die entsprechenden Transportkapazitäten kostengünstig bereitzustellen und flexibel auf die Anforderungen seiner internen Kunden zu reagieren. Dabei kann er die tatsächliche Verwendung der Fahrzeuge nicht persönlich überwachen und zum Beispiel auf neue „Rolf ist für eine Flotte von 45 Gabelstaplern prüft er den Nutzungsstatus der Stapler über die Fleet Management-App“ Bedürfnisse reagieren. Auf der Basis von Nutzenprofilen, die er mit den internen Nutzern wie zum Beispiel der Produktion abstimmt, werden Abweichungen erkannt. Wird ein Stapler zum Beispiel für größere Lasten oder im Außeneinsatz eingesetzt, kann der Flottenmanager diesen gegen eine robustere oder größere Maschine eintauschen und somit der Produktionslogistik helfen. Im Zusammenhang mit Serviceverträgen kann er auch die vereinbarungsgerechte Nutzung der Stapler gegenüber dem Servicepartner sicherstellen. Das reduziert mögliche Streitpunkte im Servicefall. Durch das Aufsetzen eines Benchmarking zwischen unterschiedlichen Bereichen eines Unternehmens können „Best Practices“ für die Intralogistik gefunden und die Leistung der Gesamtflotte kann kontinuierlich gesteigert werden. Durch die Integration von Planungsdaten wie zum Beispiel einem Auftragszuwachs ist eine frühzeitige Reaktion auf Engpässe in bestimmten Bereichen der Logistikkette möglich. Mithilfe einer Flottenmanagement-App kann der Flottenmanager, also beispielsweise Rolf Geschick, verschiedene Szenarien wie etwa Vertragsmodelle durchspielen und die optimale Lösung finden. Verbessertes Energiemanagement Ein weiteres Gebiet, das vom IoT-Einsatz profitiert, verantwortlich. Wöchentlich ist die Ladesteuerung von E-Staplern. So können optimierte Ladezyklen berechnet werden, die bei Schonung der Akkus die maximale Einsetzbarkeit der Stapler gewährleisten. Die Stapler werden dann geladen, wenn sie nicht im Einsatz sind. Für die neue Generation von Lithium-Ionen Staplern kann eine Überlastung der Werksnetze vermieden und es können günstige Tarife genutzt werden. Predictive Maintenance Mithilfe der IoTDaten zur konkreten Nutzung werden War- Informationstechnologie tungsintervalle individuell für jeden Stapler berechnet und untereinander abgestimmt, um Kosten zu sparen, ohne die Zuverlässigkeit der Maschinen zu beeinträchtigen. Anomalien in den Sensordaten führen zur automatischen Erzeugung von Diagnose-Tickets im Servicemanagement. Techniker können eine Remote-Diagnose durchführen und den Reparatur- und Wartungseinsatz zielgenau planen. Das hilft, die First-Fix-Rate zu erhöhen, Servicemitarbeiter zu entlasten sowie die Ausfallzeiten zu minimieren. Nahezu endlose Möglichkeiten Entscheidend für die Effizienz von Gabelstaplern sind natürlich die Fahrer. Ein genaues Feedback zu seiner Arbeitsweise und damit seinem Effizienzgrad gibt jedem Staplerfahrer die Aufarbeitung der Sensordaten, die mithilfe von Second Screens wie Smartphones oder Tablets genutzt werden. Das Ganze funktioniert wie ein „virtueller Coach“, der zur Arbeitseffizienz und Sicherheit beiträgt. Gerade in Gefahrbereichen können darüber hinaus virtuelle Geschwindigkeitszonen definiert werden, in denen die Maximalgeschwindigkeit des Staplers gedrosselt wird. Mit den gewonnenen Erfahrungen zum Einsatz von IoT- beziehungsweise Telematik Daten im Logistik-Umfeld können in der Zukunft zahllose weitere Ideen entwickelt und umgesetzt werden. Es ist davon auszugehen, dass die neuen Technologien in den nächsten Jahren in allen Logistikbereichen adaptiert werden. Der Logistiker von morgen wird massiv von dem Einsatz von IoTDaten profitieren, so wie Flottenmanager Rolf Geschick. u www.reply.com


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