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23 terschiedliche Prozesse wie Reklamationen oder den Wareneingang. Die rollenspezifische FIORI-Oberfläche sorgt dabei für eine einfachere Abwicklung. SAP EWM bietet außerdem einen zentralen Warehouse-Monitor. Darauf können Lagerarbeiter beispielsweise technische Queues oder auch den Kommissionierfortschritt beobachten. Somit erhalten sie umfangreiche Informationen über die Aktivitäten im Lager auf einem Blick und können diese über den Monitor auch steuern, in SAP WM war das zuvor nicht möglich. Durch umfangreiche Analyse-Werkzeuge in SAP EWM können diese Informationen auch ausgewertet werden, in Kombination mit SAP S/4HANA sogar in Echtzeit. So können Logistiker schneller auf Unvorhergesehenes reagieren und langfristig Aussagen über künftige Warenbewegungen treffen. Von „alter Welt“ zu „neuer Welt“ Um künftig bestens in der Lagerverwaltung aufgestellt zu sein, müssen Logistiker das „Big Picture“ im Blick behalten. Denn auch die Lösung SAP Enterprise Resource Planning (ERP) wird bis 2025 aufgekündigt, eine Umstellung auf SAP S/4HANA steht daher ebenso bevor. Entscheidend ist dabei, ob SAP EWM dezentral oder als embedded-Version in SAP S/4HANA genutzt werden soll. Bei der dezentralen Version wird SAP EWM als Lagerprojekt in das bestehende SAP ERPSystem integriert. Für embedded-SAP-EWM hingegen müssen Unternehmen ihr SAP ERP zunächst nach SAP S/4HANA migrieren. Die Umstellung von „alter Welt“ zu „neuer Welt“ können Unternehmen ohne weiteres sukzessive durchführen. In einem ersten Schritt kann die Migration auf SAP EWM erfolgen. Da die Software mit S/4HANA kom- Informationstechnologie munizieren kann, ist es möglich, die Migration auf S/4HANA in einem zweiten Schritt anzugehen. Wer jedoch direkt komplett auf S/4HANA gehen möchte, muss beachten, dass dies große Auswirkungen auf das gesamte Unternehmen hat. Alle Unternehmensprozesse müssten migriert und gegebenenfalls angepasst werden. Eine weitere Variante ist die parallele Umstellung: Ein Team kümmert sich um den Rollout von SAP EWM im Lager, ein zweites Team konzentriert sich auf die Umstellung auf S/4HANA. Das funktioniert, weil S/4HANA aufgrund der Funktionen wie Beschaffung und Vertrieb unabhängig von Lagerprozessen ist. Unternehmen können dadurch das Projekt entkoppeln und so den Übergang weitgehend reibungslos schaffen. Die Reihenfolge der Umstellung ist natürlich individuell festzulegen, das Ziel jedoch steht fest: Spätestens 2025 müssen alle Unternehmen, die SAP ERP im Einsatz haben, ihre Systeme und Prozesse auf SAP S/4HANA migrieren, da der Betrieb in Zukunft auch hier sehr teuer und kompliziert wird. Eine solche Umstellung kommt einer kompletten Neu-Implementierung einer Software gleich, denn neben den IT-Lösungen müssen auch andere Faktoren wie Zeit und Mitarbeiter beachtet werden. Strukturiertes Vorgehen und zeitlicher Vorlauf sind gefragt Fast kein Unternehmen nutzt reine Standardlösungen. Daher muss vor der Umstellung eine Prozessanalyse stehen: Welche Funktionen nutze ich aktuell? Welche (neuen) Funktionen möchte ich künftig nutzen? Was kann ich mit SAP EWM abdecken, und welche Zusatzentwicklungen müssen gemacht werden? Aus dieser Analyse gilt es dann, eine genaue Roadmap zu erstellen, in der jeder Schritt der Umstellung definiert ist. Zwar gibt es Standard-Migrationstools, die den Umstieg erleichtern, doch aufgrund der unterschiedlichen Datenstruktur der beiden Lösungen sowie der individuellen Zusatzentwicklungen kommen Unternehmen dabei schnell an ihre Grenzen. Zudem darf der Zeitfaktor nicht unterschätzt werden: Gibt es viele eigene Zusatzfunktionen, ist auch die Migration des Systems sehr aufwändig. Allein die Umstellung an einem Standort kann bis zu zwei Jahre dauern. Da die meisten Unternehmen mehr als einen Standort haben, kann der gesamte Rollout bei größeren Betrieben bis zu zehn Jahre dauern. Daher ist es besonders wichtig, sich schon jetzt mit der Migration auseinandersetzen, um 2025 auf dem aktuellsten Stand zu sein. Mitarbeiter mit ins Boot holen Veränderungen und Neuerungen stoßen oftmals zunächst auf Widerstand. Daher bedarf es bei einer so umfangreichen Umstellung eines guten Change-Managements: Unternehmen sollten ihre Mitarbeiter motivieren, die neue Lösung gerne nutzen zu wollen. Anderenfalls sind Zeit und Geld umsonst investiert. Zeit und Geld sollten deswegen nicht nur in die neue IT-Lösung, sondern auch in Kommunikations und Schulungsmaßnahmen für die Mitarbeiter fließen. Die klassische Schulung ist dabei nicht immer das Mittel der ersten Wahl, da sie nur selten die Akzeptanz erhöht. Unternehmen müssen sich kreative Ideen überlegen, um bei Mitarbeitern Spaß und Lust auf die Nutzung der neuen Lösungen zu wecken. Nur so können Prozesse auch künftig effizient laufen und moderne Technologien in vollem Umfang genutzt werden. u www.abat.de Erreichen Sie maximale Transparenz. Mit uns. Egal wie komplex Ihr Lager ist – mit uns erhalten Sie jede Information in Echtzeit und können entsprechend schnell reagieren. Mit der Entwicklung unserer neusten iQ Software Plattform können Sie von überall Ihr Lager bis auf Lagerplatzebene im System steuern und Ihre Bestände jederzeit aktuell abrufen. Mit mobiler App eine Wartung durchführen? Auch das ist kein Problem. Wir machen Ihre Anlage in jedem Fall so transparent wie ein Glashaus. Garantiert. www.dematic.com Wir optimieren Ihre Supply Chain


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