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16 Herstellerumfrage Informationstechnologie – Die Trendumfrage zu Informationstechnologie Evolution eines Klassikers? Angesichts der fortschreitenden Automatisierung und Vernetzung gilt es, auch den Entwicklungsstatus von Warehouse Management Systemen auf ein neues Niveau zu heben. dhf Intralogistik hat nachgefragt, mit welchen konkreten Lösungsansätzen Die Trendumfrage macht deutlich, dass WMS der neuen Generation deutlich mehr und zudem anspruchsvollere Aufgaben zu erfüllen haben, als dies heute der Fall ist. Sie müssen „sämtliche Prozesse im Internet of Things (IoT) abbilden und führen können“, sagt beispielsweise Jens Heinrich von Ehrhardt + Partner. Ähnlich äußert sich Wilfried Pfuhl, Inconso. Seiner Einschätzung nach werden WMS „vom kategorisch in sich geschlossenen Bestandteil eines logistischen Ökosystems, das ganzheitliches Logistikmanagement Sollten moderne WMS also zunehmend zu Supply Chain Execution Systemen avancieren, eine Einschätzung, die das Gros der Befragten teilt, dann ist ferner die Zulaufsteuerung abzubilden. In den sogenannten „smart warehouses“ könnte es zudem möglich sein, dass WMS „aus den gesammelten Daten Muster erkennen und selbst lernen, wie ein Lager am besten zu steuern und zu para-   11.2017 WMS-Anbieter sich dieser Herausforderung stellen.  Sabine Vogel M.A., Freie Fachjournalistin Raum mehr und mehr gelöst und neu verortet: Als erfordert, bis zur letzten Meile.“ Im Zuge von Industrie 4.0 wird die Geschwindigkeit der Abwicklung zunehmen. Dies muss durch intelligente Prozesse unterstützt werden. Daran wird auch das WMS einen wesentlichen Anteil haben, indem es sich von der einfachen Lagerverwaltung zum komplexen Supply Chain-System entwickelt. Um eine unterbrechungsfreie Supply Chain zu garantieren, müssen WMS dabei stärker mit vor- und Folgende Frage hat dhf Intralogistik den Anbietern gestellt: Im Kontext von Logistik 4.0 befindet sich auch der WMS-Markt im Wandel. Welche über den heutigen Standard hinausgehenden Anforderungen werden die Systeme in naher Zukunft abdecken müssen? Stefan Weisshap Head of Software Consulting, Aberle Logistics GmbH metrieren ist“, so Sascha Tepuric von PSI Logistics. Und Andreas Wimmer von Klinkhammer ist überzeugt: „Das WMS-System kann sich in Zukunft selbst die benötigten Ressourcen zuteilen.“ Die Evolution ist bereits in vollem Gange, überzeugen Sie sich selbst! nachgelagerten Systemen kommunizieren. Dies bedeutet, dass Prozesse und Daten stimmig integriert sein müssen, etwa auf Basis eigener Softwaretools und -systeme sowie IT-Lösungen zur Integration in die SAP-Umgebung, wie sie die drei Geschäftsbereiche unter der Dachmarke Körber Logistics bieten. Dabei wird nicht am Wareneingangstor Schluss sein. Vielmehr werden auch die Nachfrage sowie Vorhersagen eine große Rolle spielen. Bisher liefern WMS noch keine Trendanalysen in großem Stil beziehungsweise reagieren erst, wenn die Auslieferung bereits begonnen hat und sich bei einem Artikel die Nachfrage erhöht. Im Zuge von Industrie 4.0 wird es möglich sein, dass auf Ereignisse, wie etwa neue Absatztrends, Wetterveränderungen und Katastrophen, direkt reagiert wird. Hierzu sind Schnittstellen zu weiteren Systemen, die primär keine Verbindung zur Logistik haben, notwendig, beispielsweise Nachrichtenportale und soziale Medien. Diese spielen heute noch keine Rolle, da ein WMS als Logistiksystem und nicht als Supply Chain-System bis zum Endkunden verstanden wird und noch keine fertigen Konzepte in der Schublade liegen, um diese Informationen optimal zu nutzen. Zudem werden sich Geschäftsmodelle mehr in Richtung Software als Service verändern. Der Bereich Aktionslogistik und Saisongeschäft wird steigen und damit die Notwendigkeit, für einen begrenzten Zeitraum in temporär genutzten Räumen professionelle Logistikprozesse abzuwickeln. Erste Unternehmen vermieten bereits automatische Fördertechnik für diese Art von Business. Ebenfalls gibt es WMS am Markt als Service. Dies wird zunehmen und weiter miteinander verknüpft werden. u www.aberle-automation.com u www.koerber-logistics.com


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