Page 14

dhf_1117

14 Titelthema u Frank Hanné, Leiter Service bei der Klinkhammer Group: „Durch die steigende Anzahl an smarten Geräten, die miteinander im Intralogistikbereich vernetzt sind, entstehen Daten, die zukünftig durch eine immer intelligenter werdende Software aufbereitet werden können“ ware nicht nur Materialflüsse einwandfrei abbilden, sondern auch intuitiv bedienbar und anpassungsfähig sein. Klinkhammer arbeitet stetig an der Verbesserung der Usability, so dass Benutzeroberflächen selbsterklärend und intuitiv sowie für mobile Geräte optimiert sind. Cockpitansichten mit den wichtigsten Funktionen sorgen dafür, dass der Bediener immer eine optimale Übersicht über seine Anlage hat. Die Software wird somit auf die Wünsche und Bedürfnisse des Kunden angepasst. Durch die modulare Entwicklung des gesamten Systems ist eine spätere individuelle Erweiterung und Anpassung an Anlagenveränderungen oder Kundenwünsche leicht möglich. Das macht Klinkvision zu einer individuell für den Kunden optimierten Software-Lösung. „Der mögliche Ausfall von elektrischen und mechanischen Bauteilen wird schon vor dem Defekt per Smart Data an den Techniker übermittelt“ Intuitive Anlagenvisualisierung zur Verminderung   11.2017 der Stillstandszeiten Keine Anlage läuft dauerhaft perfekt, Komponenten können trotz umfassender Wartung ungeplant Fehler verursachen. Die Gründe dafür sind unterschiedlich. Das kann ein Hardwareausfall wie beispielsweise ein defekter Motor sein, eine verstellte Lichtschranke oder defekte Ladehilfsmittel. Nahezu jeder Fehlerzustand kann über die Visualisierung entweder durch den Bediener selbst oder per Fernwartung durch Klinkhammer-Spezialisten schnell gelöst werden. Die Visualisierung unterstützt den Anwender mit der notwendigen Information und hilft bei der schnellen Fehlersuche und -beseitigung. Über die Visualisierung Klinkvision wird der Materialfluss, die Belegung der Förderplätze, die Aktivität der Regalbediengeräte und der Zustand einzelner Sensoren dargestellt und protokolliert. So können vor einer Wartung unsere Servicetechniker im Klinkvision-Archiv Meldungen auswerten und nach den häufigsten Fehlermeldungen filtern. Sollte die Fehlerursache an der Anlage liegen, kann gegebenenfalls auch die SPS-Steuerungssoftware optimiert werden. 99 Prozent aller Anfragen über Remoteeingriff lösbar „Bei den Ersatzteilen empfehlen wir den Kunden, je nach Sicherheitsbedürfnis die wichtigsten Bauteile selbst vorzuhalten. Einen Teil der gängigen Ersatzteile halten wir in unserem automatisierten Technikum mit AKL und Klincat-Multilevel- Shuttlelager vor. Dennoch können auch wir nicht alle Komponenten im Bestand haben, dazu sind die Anlagen zu unterschiedlich. Die Wartung betrifft mechanische und steuerungstechnische Komponenten sowie die Software unserer Anlagen. Hier kennen wir sowohl Mechanik, Elektrik und Software bis ins letzte Detail. Während die Wartung oft Routine ist, sind Notfalleinsätze immer eine Herausforderung. Nahezu 99 Prozent aller Probleme können wir über einen Remoteeingriff lösen. Lediglich bei circa 1 Prozent der Fälle rücken wir wirklich aus. Und das an 7 Tagen in der Woche, 365 Tage im Jahr, rund um die Uhr“, erklärt Frank Hanné, Leitung Service24 bei der Klinkhammer Group. Service mit vertraglich festgelegten Reaktions und Antrittszeiten „Je nachdem, wie systemrelevant eine Intralogistik-Anlage ist, entscheiden sich Kunden zusätzlich zur Anlagenvisualisierung Klinkvision für einen Servicevertrag, inklusive Hotline und mit geplanten Wartungsintervallen, oder nur für eine Dienstleistung nach Bedarf“, so Hanné. „Viele unserer Kunden haben einen Servicevertrag, andere nutzen unseren Service nach Bedarf. Es ist am Ende eine Frage der benötigten Sicherheit und der gewünschten Verfügbarkeit der Anlage, denn Kunden mit Servicevertrag werden im Notfall bevorzugt behandelt. Dies wird durch vertraglich festgelegte Reaktions- und Antrittszeiten geregelt, die für jeden Kunden nach Bedarf festgelegt werden können.“ Um die Verfügbarkeit der Anlage nochmals zu steigern, wurde die Visualisierungssoftware Klinkvision um das Diagnose- und Wartungstool erweitert, um „Industrie 4.0 und Smart Data“ stärker zu verknüpfen. Hier werden die benötigten Daten gesammelt und ausgewertet, damit eine vorausschauende Wartung durchgeführt werden kann. Service und Software der Zukunft Für Frank Hanné geht der Service in Zukunft mehr und mehr weg von der eigentlichen Mechanik. „Unsere Servicetechniker sind schon heute mit dem Laptop oder Tablet unterwegs oder schalten sich per Fernwartung auf die Anlage. Denn der mögliche Ausfall von elektrischen und mechanischen Bauteilen wird teilweise schon vor dem Defekt per Smart Data dem Techniker übermittelt. Dies wird durch die weiter fortschreitende Vernetzung der einzelnen Komponenten und durch die intelligente Sammlung von Daten möglich. Durch die steigende Anzahl an smarten Geräten, die miteinander und untereinander im Intralogistikbereich vernetzt sind, entstehen Daten, die zukünftig durch eine immer intelligenter werdende Software aufbereitet werden können. Der Einsatz komplexer Algorithmen ermöglicht es, der Datenflut Herr zu werden. Auch die Warehouse Management Software Klinkware wird somit in Zukunft noch schneller und einfacher dem Leitstand Informationen über ihre Performance und eigene Auslastung geben können.“ u www.klinkhammer.com


dhf_1117
To see the actual publication please follow the link above