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Flurförderzeuge 49 Ordnung und mehr Prozesssicherheit. Ein wesentliches Kriterium bildet die Standardisierung der zu transportierenden Gebinde. Zu Frage 8: Nein, die Batterietechnologie hat keinen Einfluss auf die Einsatzmöglichkeiten. Zu Frage 9: Ein Entwicklungsziel sind noch kompaktere Routenzugsysteme. Zudem dürfte sich das Angebot an automatisierten Lösungen weiter erhöhen. Und last but not least werden verstärkt Assistenzsysteme zum Einsatz kommen, die zusätzlich für Sicherheit sorgen und die Handhabung der Systeme vereinfachen. (Foto: Linde) u www.linde-mh.de Flexibilität ist in diesem System nicht erwünscht. Doch auch hier punktet der Routenzug durch regelmäßige Anlieferungen von Produkten in kleinen Gebinden. Er ist also die optimale Lösung, wenn ein Unternehmen unter Lean-Gesichtspunkten produzieren möchte, egal ob manuell oder automatisiert. Die generellen Vorteile manueller Routenzüge liegen in mehr Flexibilität hinsichtlich der Aufnahme- und Abnahmestellen. Diese kann man individuell festlegen und wechseln, sodass sich Ladungsträger und Waren unterschiedlicher Größe transportieren lassen, da sie keiner Konturenkontrolle bedürfen. Zu Frage 3: Grenzen setzen den Routenzügen schwere Lasten, falls diese manuell be- und entladen werden. Selbst wenn es darum geht, beladene Trolleys auf die Anhänger zu schieben und sie an Abgabestellen zu übergeben, kommt der Mensch bei circa 500 Kilogramm Gewicht an sein körperliches Limit. In diesen Fällen schlagen wir vor, die Be- und Entladeprozesse zu automatisieren. Zum Beispiel durch einen C-Rahmen mit zwei elektrisch angesteuerten, zweifach teleskopierbaren Gabelpaaren mit bis zu 1000 Kilogramm Tragkraft oder durch einen automatisierten Standard-E-Rahmen mit Übergabestationen. Der E-Rahmen, ausgestattet mit zwei elektrisch angetriebenen Rollenbahnen, ist für Lasten von bis zu 1,5 Tonnen ausgelegt. Zu Frage 4: Unter unseren fünf Modellen finden die Kunden Stand- und Sitzschlepper mit Zugkräften von 2 000 bis 25 000 Kilogramm. Herbert A. Fischer Head of Business Segment Tugger Train, Still GmbH Zu Frage 1: Neben der zunehmenden Elektrifizierung sämtlicher Produkte ist vor allem der Bereich der Voll- oder Teilautomatisierung zu nennen. Zu Frage 2: Routenzüge sind erste Wahl, wenn regelmäßig Transporte mit einem gewissen Maß an Flexibilität, beispielsweise bei wechselnden Ladungsträgern, zu realisieren sind. Zwar bieten Gegengewichtstapler durch ihre universal einsetzbaren Gabelzinken oder Anbaugeräte mehr Möglichkeiten im Hinblick auf das Transportgut, ihnen fehlt aber die Transportkapazität von Routenzügen, um getaktete Anlieferungen wirtschaftlich abarbeiten zu können. Automatisierte Fahrzeuge setzen hingegen eine vollkommene Standardisierung aller Prozesse, Ladungen und Abladestellen voraus.


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