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Lösungen aus einer Hand: Wandel zum System- anbieter bringt Zusatznutzen für Kunden dhf Intralogistik sprach mit Daniel Fässer, CEO der Denipro AG, über Kirjavälitys Oy und andere Projekte. Herr Fässer, Denipro hat innerhalb kürzester Zeit den Umstieg vom Komponentenlieferanten zum Systemanbieter geschafft. Welche Vorteile ergeben sich daraus? Daniel Fässer: Durch den bewusst herbeigeführten Wandel zum Systemanbieter haben wir vor allem unsere Wettbewerbsfähigkeit am Markt gestärkt. Denn nun können wir unseren Kunden einen höheren Zusatznutzen offerieren. Etwa indem wir eine in sich geschlossene Problemlösung aus einer Hand anbieten. So stammen im Fall von Kirjavälitys Oy nicht nur die fördertechnischen Komponenten, sondern auch das komplette Konzept und Engineering für die Bücherkommissionierung von Denipro. Dies erklärt zugleich den vergleichsweise hohen Lieferumfang: Wir steuern bei diesem Projekt ja verschiedene Systeme aus unseren Haus bei, die auch in punkto Software-Anbindung und Steuerungstechnik miteinander verzahnt und optimal aufeinander abgestimmt werden müssen. Neben Denisort kommen unser Klassiker Deniway, ein speziell für die Anwendung bei Kirjavälitys Oy entwickelter Rollwagen, und die ebenfalls für diesen Einsatzzweck von uns kundenspezifisch konzipierte Vorrichtung zum automatischen Einspeisen der Bücher zum Zug. Insofern ist dieser Auftrag ein gutes Beispiel für das hohe Leistungsniveau, das wir als Systemanbieter bereits erreicht haben. Bücherkommissionierung ist nur eine Einsatzmöglichkeit für das Denisort- System. Welche weiteren Anwendungen sehen Sie? Eine ganze Menge. Das Spektrum reicht von der Warendistribution, wie im Fall Kirjavälitys Oy, bis zur Produktionslogistik. Auf der Motek in Stuttgart haben wir gerade eine Denisort-Variante vorgestellt, die kleine Bauteile, Leiterplatten und Elektronikkomponenten sowie Schrauben für Montageprozesse sortiert und bereitstellt. Da Funktionen wie Sortieren, Kommissionen und Transportieren in einer durchgängigen Anlage erfolgen, kann dabei eine Denisort-Linie ein AKL komplett ersetzen. Die meisten Denisort-Anfragen kommen derzeit noch vom Versandhandel. So zeichnen sich unter anderem Projekte für Online-Apotheken ab. Für diese zählt unter anderem, dass Denisort sehr schonend mit zerbrechlichem Material wie Ampullen und Arzneifläschchen umgeht. Genau der gleiche Systemvorteil ist bei einem Dienstleister gefragt, der die Reparatur von Mobilfunkgeräten durchführt. Bevor Sie CEO von Denipro wurden, waren Sie zehn Jahre lang für den WRHKonzernverbund in Südostasien und Australien. Welche Rolle spielen diese Märkte für Denipro? Sie werden für uns immer wichtiger. Zwei Beispiele dazu: Ich komme gerade aus unserer Vormontagehalle. Dort bereiten wir momentan einen Easychain-Rundkurs für die Reinraumproduktion des Pharmariesen Astra Zeneca in Macquarie Park bei Sydney vor. Beim indischen Mineralwasserabfüller Bisleri in Mumbai installieren wir derzeit Deniway- Wendeln, die sich über fünf Etagen nach unten winden. Bei einer Dimension von 23 Meter handelt es sich um die höchsten, jemals von Denipro konstruierten Spiralförderer. Speziell für diese Anwendung haben wir eine intelligente Bremsregelung entwickelt. Sie sehen, wir sind in Asien und Australien längst präsent. Das wird in Zukunft so weiter gehen. Denn mir liegen diese beiden Weltregionen sehr am Herzen. u www.denipro.com p Daniel Fässer ist seit kurzem neuer CEO bei Denipro in Weinfelden ALLES AUS EINER HAND INNOVATIVE LAGERSYSTEME BRANCHENSPEZIFISCHE LAGERLÖSUNGEN Vom Behälter bis zum Hochregal – von der Planung bis zur Inbetriebnahme. BITO – Ihr Partner für branchenspezifi sche Lagerlösungen. www.bito.com


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