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22 Herstellerumfrage Lagerlogistik + Materialfluss Zu Frage 2: Logistische Prozesse können nicht länger einzeln und voneinander isoliert betrachtet werden. Das Thema Vernetzung betrifft nicht nur die internen Abläufe, sondern gilt auch unternehmensübergreifend für die Verbindung einzelner Standorte. Grundlegend dafür ist eine sichere und zuverlässige Technik mit Prozessoren, Systemen, Bedienelementen   10.2017 und Software. Hier bieten wir unseren Kunden ein umfangreiches Portfolio von automatischen Lager-, Transport-, Kommissionier- und Softwarelösungen. Als Standardsoftware haben wir das Warehouse-Management- und Warehouse-Execution Software-Paket Viadat im Programm. In Industrieunternehmen verbindet es den gesamten Materialfluss in der Intralogistik wie auch in der Fertigung und Montage und eignet sich besonders, um in die Jahre gekommene Software von Anlagen mit jeglicher Art von Automatisierung abzulösen. Um die Abläufe zusätzlich zu verbessern, können sich Benutzer Informationen und Kennzahlen, die sie aktuell oder permanent brauchen, aus einer umfangreichen Bibliothek ganz einfach zusammenstellen. Das sorgt für eine deutlich effizientere Gestaltung der Planung und der Abläufe im Lager. Zudem lässt sich Viadat per Wizard konfigurieren, und flexible Ressourcen, wie Mitarbeiter oder Lagerflächen, können einfach hinzugefügt oder herausgenommen werden. Durch das frei konfigurierbare Dashboard hat die Lösung einen hohen Nutzen für den Logistik-Manager und für den Leitstand. Und sie ermöglicht intuitives Arbeiten für den Lagerarbeiter und Kommissionierer, ohne aufwendige Schulungen. u www.viastore.com gepackte Auftragspaletten sowie optimal gefüllte Versandpakete. Unter Berücksichtigung der idealen Bestell- und Lieferzyklen und in Verbindung mit einer ausgereiften Frachtraumkalkulation sorgt dies dafür, dass auf den Lkw Ware und keine Luft transportiert wird und so signifikant weniger CO2 produziert wird. Eine hohe Kommissionierqualität senkt dazu die Retourenquote, was sich ebenso positiv auf den CO2-Foodprint auswirkt. Zu Frage 2: Die Welt wird immer vernetzter, und in der Logistik spüren unsere Kunden und wir diesen Trend ganz besonders. Informationen und Algorithmen spielen in diesem Zusammenhang eine zentrale Rolle. Die Digitalisierung darf jedoch nie reiner Selbstzweck sein, am Ende des Tages müssen sich Projekte und Geschäftsmodelle rechnen. Denn die Kunden bestellen nicht wegen der Schlagworte Digitalisierung oder Industrie 4.0, sondern weil sie einen Return-on-Invest (ROI) erreichen und wettbewerbsfähiger werden wollen oder etwa die Verfügbarkeit von Systemen steigern möchten. Ebenso müssen vor einem Praxiseinsatz Themen wie Datensicherheit und Rechtsicherheit seriös geklärt sein. An dieser Stelle sei aber auch zu erwähnen, dass man beides braucht: sowohl die Physik als auch die Informationstechnik. Denn bei aller Priorisierung auf die digitale Welt darf man nicht vergessen, dass die physikalische Ausprägung der Systeme die Voraussetzung für eine nachhaltige End-to-End-Integration ist. Um die physische Welt mit der digitalen verknüpfen zu können, findet zurzeit ein Paradigmenwechsel statt, weg von einer linearen Supply Chain, hin zu Echtzeit-Logistiknetzwerken. Auf dem Weg dahin müssen wir „End-to-End“ denken und handeln. Produktion, Lieferanten, Intralogistik, Transport und Konsumenten werden in diesem Netzwerk dank einer Vielzahl an Daten und Informationen immer mehr zu einem vernetzten Wirkungsgefüge. Ziel ist die übergreifende Optimierung des Wertschöpfungsnetzwerks. Um dies zu schaffen, sind zwei entscheidende Dinge notwendig: Die vertikale und horizontale Durchgängigkeit des „Ökosystems Intralogistik“ sowie die Integration der unterschiedlichen Netzwerk-Teilnehmer via Standard- Schnittstellen. Witron hat hierfür das sogenannte Witron-4.0-Portal geschaffen, welches die optimale Anbindung von Witron-Systemen an und in die Außenwelt sicherstellt. Neben dieser Integration der verschiedenen Ökosysteme hat Witron einen digitalen Zwilling realisiert, den „WiTwin“. Der WiTwin ist die digitale Kopie eines physischen Logistikzentrums und kann somit für eine Vielzahl von Aktivitäten über die gesamte Projektlaufzeit, inklusive Operation und Instandhaltung, effektiv genutzt werden. u www.witron.de Helmut Prieschenk Geschäftsführer Witron Logistik + Informatik GmbH Zu Frage 1: Energie- und Ressourceneffizienz sind und bleiben bei der Planung und Realisierung von Logistikprojekten zentrale Aspekte. Um ganzheitliche energieeffiziente Lösungen für unsere Kunden zu entwickeln, betrachten wir bei Witron daher die gesamte horizontale und vertikale Prozesskette, sehen den Logistikprozess sozusagen von innen nach außen. Denn Energieeffizienz findet auf vielen Ebenen statt: beginnend bei der Logistikplanung über die Software, Steuerung und der Mechanik bis hin zum Anlagenservice und dem Transport in die Filialen oder an die Haustüre. Voraussetzung für hohe Wirtschaftlichkeit und Energieeffizienz sind intelligent gesteuerte Anlagen. Das heißt, Anlagen mit optimalen Materialflussprozessen, kompakter Lagerung, hochoptimierten und flexiblen Kommissionierabläufen sowie multifunktionellen Fördertechnikkomponenten. Mechanik-Elemente werden bei Witron mit energieeffizienten Komponenten ausgestattet; Motoren, Regler, Sensoren. Regalbediengeräte verfügen über eine Energierückspeisung. Die Materialflüsse sind auf kurze Wege ausgelegt, und die Fördertechnik bewegt sich abhängig von der Tageslast nur dann, wenn es notwendig ist. Intelligente Kommissioniersysteme generieren dicht


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