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20 Herstellerumfrage Lagerlogistik + Materialfluss auswerten und gezielt für die Werterhaltung nutzen lassen. Relevante logistische Kennzahlen werden über das webbasierte Statistik und Monitoring-Modul auf verschiedenen stationären und mobilen Endgeräten visualisiert. Einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung Industrie 4.0 hat Stöcklin zudem mit der Einführung des Engineering-Tools TIA-Portal von Siemens unternommen. TIA steht für „Totally Integrated Automation“ und erlaubt einen automatisierten   10.2017 Zugriff auf die gesamte digitalisierte Automatisierung, von der Planung über das Engineering bis hin zum täglichen Betrieb. Das Geschehen im Warehouse 4.0 wird aber auch von fahrerlosen Transportsystemen geprägt sein, die schon heute vielerorts im Einsatz sind. Fahrzeuge wie der Eagle-Ant arbeiten im Flottenverbund und lassen sich flexibel an veränderte Aufgabenstellungen anpassen. In Summe sehen wir uns bei Stöcklin also schon heute gut gerüstet, die Anforderungen an Industrie 4.0-fähige Logistikkonzepte bedienen zu können. Im Zuge der weiteren Entwicklung orientieren wir uns dabei konsequent an den Grundpfeilern des Konzepts: Vernetzung, Informationstransparenz, technische Assistenz und dezentrale Entscheidungen. Im Mittelpunkt der Projektierung steht aber auch immer der individuelle Nutzwert. Nicht jede Applikation ist auch für jedes Unternehmen sinnvoll. u www.stoecklin.com ze ebenfalls nur einen Bruchteil der gesamten Größe ausmacht. Alle neuen Entwicklungen auf Produkt-, Modul- oder Systemebene werden auf die Tauglichkeit dieses Konzepts hin untersucht und umgesetzt. Das gilt selbstverständlich auch für Produktverbesserungen, wo wir mittlerweile auf einen beinahe vollständigen Fördertechnik-Produktbaukasten mit 48V DC-Technik inklusive Energierückspeisung zurückgreifen können. Ähnliches gilt für unsere Stingray Shuttle- und automatisierten Kleinteilelager-Lösungen, wo wir konsequenten Leichtbau umsetzen und mit Hilfe ausgereifter Steuerungstechnik trotzdem höchste Dynamiken und Durchsatzleistungen bei gleichzeitig optimiertem Energieverbrauch und hoher Wartungsfreundlichkeit erreichen. Auch hier sind Energierückgewinnungssysteme Teil des Baukastens. Mit Hilfe dieses TCO-Ansatzes bei der Entwicklung unserer Systeme haben wir die Möglichkeit, unseren Kunden langfristige Full-Service-Verträge anzubieten, die uns klar von unseren Mitbewerbern abheben. Zu Frage 2: Wenn Digitalisierung richtig eingesetzt wird, kann sie nachhaltig dazu beitragen, Arbeitsplätze zu sichern und neue Arbeitsplätze zu schaffen. Dabei legt TGW ihren Fokus auf den Mehrwert beim Kunden. Der Überbegriff Digitalisierung hat viele Facetten. Ein plakatives Beispiel und gleichermaßen der erste große Schritt in Richtung IoT ist TGW im Bereich digitaler Assistenzsysteme und Smart Glasses gelungen. Bereits 2016 wurden erste Versuchsprojekte gestartet. Heute sind unsere Techniker vor Ort beim Kunden mit Datenbrillen ausgestattet, über die sie sich mit den Fernwartungsteams in der Zentrale verbinden können. Dies ermöglicht eine Audio- und Video-Stream-basierte Kommunikation in Echtzeit, die uns Fehler schneller erkennen und beheben lässt. Ein weiterer Schwerpunkt der TGW-Digitalisierungsoffensive liegt in den Bereichen Big Data Collection und Analytics. In der Sammlung und Auswertung der Daten unserer Anlagen liegt enormes Potenzial. So entwickeln wir neben Predictive Maintenance- Lösungen auch sogenannte On-Demand-Informationsquellen, die Technikern jene Hinweise bieten, die sie brauchen, um ihre Arbeit schneller und effizienter durchführen zu können. Hier spielt auch der Einsatz von Teile- und Baugruppenkennzeichnung eine wesentliche Rolle. Aus diesem Grund wird jegliches TGW-Equipment künftig mit QR-Codes ausgeliefert, die vom Techniker im Bedarfsfall gescannt werden und so den Zugang zu verfügbaren Zustandsdaten ermöglichen. TGW wird mit Hilfe der Digitalisierungsoffensive Antworten auf neue Herausforderungen und Kundenanforderungen finden. Wir werden unsere Lösungen auf die enorme Steigerung der Prozessgeschwindigkeit und die sich verändernden Anforderungen anpassen. Unser Anspruch ist, heute bereits zu wissen, was der Kunde morgen braucht. Um den wachsenden Herausforderungen, die mit der Digitalisierung einhergehen, gerecht zu werden, wird in einem nächsten Schritt ein Start-up Unternehmen, also ein eigenes Innovation-Lab, gegründet, in dem neue digitale Geschäftsmodelle entwickelt werden. Dabei ist „Out-of-the-Box-Thinking“ gefragt. Das Start-up soll innerhalb der TGW-Gruppe geführt werden, jedoch mit eigenen Strukturen und eigener Dynamik. Es kann in kurzen Etappen erforschen, entwickeln und evaluieren. u www.tgw-group.com Christoph Wolkerstorfer Chief Sales Officer, TGW Logistics Group GmbH Zu Frage 1: Das Bewusstsein hinsichtlich des Spannungsfeldes zwischen Ökonomie und Ökologie im Bereich der Intralogistik ist TGW deutlich bewusst. Ökologische Lösungen auf technischer Ebene zu finden, erscheint vorrangig einfach. Diese jedoch mit den ökonomischen Anforderungen der Kunden in Einklang zu bringen ist deutlich komplizierter. Der Wunsch nach günstigen Lösungen, die trotzdem energieeffizient, ergonomisch und optimal zu warten sind, ist nicht einfach zu erfüllen. Aus diesem Grund engagiert sich TGW stark, ihren Kunden nicht nur ihre Investition, sondern die dahinterliegenden Lebensdauerkosten, sprich Total Cost of Ownership (TCO), näher zu bringen und zu verdeutlichen. Besser vorstellbar ist dieses Verhältnis anhand eines Eisbergs, dessen sichtbare Spit


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