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12 Herstellerumfrage Lagerlogistik + Materialfluss Mit smarten Lösungen fit für die Zukunft Es muss nicht gleich die eine, große ad-hoc-Transformation sein! Unsere diesjährige Umfrage unter Lagerlogistikanbietern zeigt, mit welchen Mitteln der Einstieg in die digitale Zukunft gelingen kann. Vorgestellt werden zudem wertstiftende Lösungsansätze für die Etablierung von „Green Logistics“.  Sabine Vogel M.A., Freie Fachjournalistin Laut einer Prognose des Statistischen Bundesamtes soll das weltweit generierte Datenvolumen bis 2025 auf 163,0 Zettabyte ansteigen. Nur zum Vergleich: Im Jahr 2016 wurde eine Menge von 16,1 Zettabyte erfasst. Demzufolge wird das Datenaufkommen in absehbarer Zeit um das Zehnfache zunehmen. Damit diese Informationen nicht verwässert werden oder gänzlich verloren gehen, sind massive Anstrengungen erforderlich. Doch genau an diesem Punkt offenbart sich erneut die Innovationsstärke setzen hier stetig neue Benchmarks. Zugute kommt ihnen dabei sicherlich, dass Themen wie Digitalisierung und Vernetzung für die Branche kein neuzeitliches Phänomen, sondern längst gelebte Realität sind. IoT wird die Industrie verändern Eine große Chance, die schier endlose Datenflut zu kanalisieren und zu managen, sieht Thomas Wiesmann, Beumer Group, etwa im Bereich Cloud Computing. Denn in der „Wolke“ ließen sich wesentlich größere Datenmengen als mit traditionellen Servern verarbeiten. Zudem könnten Echtzeitinformationen Analyse und Interpretation nutzen Unternehmen wie etwa Vanderlande modernste Big-Data-Technologien. Gepaart mit pfiffigen Algorithmen ließe sich im Zuge dessen auch das Systemverhalten weiter optimieren. Parallel vertritt der Niederländer Harm Bodewes die Überzeugung, dass das Internet der Dinge (IoT) in Kombination mit Robotern und fahrerlosen Transportfahrzeugen die Industrie drastisch verändern wird. Dieser Einschätzung schließt sich das Gros der Befragten an.   10.2017 – Die Trendumfrage zu Lagerlogistik und Materialfluss der Intralogistik. Speziell die Lagerlogistikanbieter mit historischen Daten abgeglichen werden. Zur Transporthilfsmittel werden untereinander kommunizieren Die übergeordnete Zielsetzung der Bestrebungen bringt Gerald Hofer von Knapp am Beispiel freifahrender Shuttle-Systeme auf den Punkt: „Durch die Anforderungen der Industrie 4.0-Konzepte rückt das Thema Flexibilisierung in den Vordergrund. Flexibilisierung bedeutet, starre Systemgrenzen mit skalierbaren Lösungen aufzubrechen.“ Bei der weiteren Entwicklung „wird auch die Dezentralisierung der Systemsteuerung auf ein neues Level angehoben werden“, so Volker Welsch von PSB Intralogistics. Infolge werden dann sämtliche Transporthilfsmittel und Ressourcen selbständig untereinander kommunizieren. Kostentreiber frühzeitig erkennen Umfassend fielen auch die Antworten zum Thema „Energie- und Ressourceneffizienz“ aus. Es zeigt sich, dass Leichtbauweise, Energierückspeissysteme und kontrollierte Bewegungsprofile weitestgehend zum Standard gehören und auch die vorbeugende Instandhaltung in der Praxis kein Novum mehr ist. Nicht zuletzt tragen Lösungen auf Basis ausgeklügelter Verdichtungskonzepte dazu bei, den Stromverbrauch zu senken und Betriebskosten einzusparen. Verhehlt wird allerdings nicht, dass oftmals ein hohes Maß an Überzeugungskraft gefragt ist. So räumt Christoph Wolkerstorfer von TGW ein: „Ökologische Lösungen auf technischer Ebene zu finden, erscheint vorrangig einfach. Diese jedoch mit den ökonomischen Anforderungen der Kunden in Einklang zu bringen, ist deutlich komplizierter.“ Da lohnt sich ein Blick auf die „Total Cost of Ownership“ (TCO). Denn die augenscheinlich günstige Variante könnte sich langfristig betrachtet möglicherweise als Kostentreiber par excellence entpuppen. Folgende Fragen haben wir den Herstellern gestellt: Frage 1: Energie- und Ressourceneffizienz sind sowohl aus ökologischer wie auch ökonomischer Sicht von Relevanz. Welche strategischen Ansätze und/oder konstruktiven Maßnahmen fließen in die von Ihnen angebotenen Lösungen ein, um beide Aspekte auf Ebene der Intralogistik in Einklang zu bringen? Frage 2: „Industrie 4.0“-Konzepte gehen einher mit der Forderung, Daten und Materialflüsse noch stärker als bisher aufeinander abzustimmen. Wo beziehungsweise mit welchen Anwendungen sehen Sie sich bereits gut aufgestellt, und welche Vorhaben stehen derzeit im Fokus der Entwicklungsarbeit Ihres Unternehmens?


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