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Titelthema 11 www.Dhf-magazin.com maximal auszulasten und so für eine hohe Produktivität zu sorgen. Um dies sicher zu stellen, beliefert SLG einerseits Kunden, die große Mengen abnehmen. „Für einen Kunden aus der Farben und Lackbranche produzieren wir circa eine Million Becher im Monat. Ein riesiges „Durch den permanenten Wechsel in der Produktion brauchen wir auch immer wieder passende Stapler und flexible Lösungen“ Volumen, das sich bereits in jeder einzelnen Schicht bemerkbar macht. Man kann zusehen, wie sich die Paletten stapeln. Diese müssen so schnell wie möglich ins Lager“, erklärt Dirk Stockkamp. Aber es gibt auch Kunden, die 10 000 Teile verteilt auf das Jahr erwarten. Die damit verbundene hohe Produktvielfalt verändert auch die Anforderungen an Transport und Lagerung der Fertigteile. „Wenn Sie zwei Tage hintereinander durch den Betrieb laufen, erwartet Sie ein ganz anderes Bild. Weil ganz andere Teile laufen, müssen wir uns täglich neuen Herausforderungen stellen. Die Ware muss ordentlich und sauber gelagert werden, so dass das richtige Produkt zum richtigen Kunden kommt. Es gibt nichts Schlimmeres, als zum Stuhlhersteller die Kühlschrankteile zu senden. Reibungslose, auf die Produktion abgestimmte logistische Prozesse sind für uns ein Riesen-Thema“, so Dieter Stockkamp. Formbare Logistik aus einer Hand Bei SLG arbeiten nicht nur die Spritzgussmaschinen unter Hochdruck. Auch die interne Logistik ist bei diesem großen Volumen und der Vielzahl kundenindividueller Produkte gefragt. Seit 1991 setzt das Familienunternehmen dabei auf die Firma Faller Stapler GmbH aus Titisee-Neustadt. Der Geschäftsführer, Christian Löffler, arbeitet gerne aus alter Verbundenheit eng mit dem Familienunternehmen zusammen und unterstützt Roland Zirkenbach, Versandleiter bei SLG. „Durch den permanenten Wechsel in der Produktion brauchen wir auch immer wieder passende Stapler und flexible Lösungen. Bei Firma Faller Stapler bekommen wir alles aus einer Hand und sind damit sehr zufrieden“, erklärt Zirkenbach. Die Nähe und das über die Jahre aufgebaute Vertrauen spielen dabei eine wichtige Rolle. „Wenn man eine Idee hat, können wir konstruktiv mit Herrn Löffler sprechen. Er sagt uns ehrlich: ‚das geht oder dafür müssen wir andere Lösungen suchen‘ und die finden wir dann auch“, so Zirkenbach. Die Flurförderzeuge kommen in Bernau im gesamten Haus zum Einsatz, ob in der Montage in den oberen Geschossen des Gebäudes oder in der Produktion. „Für uns besteht die Herausforderung darin, flexible Lösungen zu liefern, die den täglichen Anforderungen hier am Standort gerecht werden“, erklärt Löffler. Seit kurzem setzt SLG deshalb unter anderem auch eine Routenzuglösung ein. Sobald die Teile aus der Spritzgussmaschine kommen, werden sie verpackt, auf einen Rollwagen gestellt und an den Fahrweg des Routenzugs geschoben. Dieser holt die fertigen Produkte dort ab und bringt sie zur Veredelung oder in den Verpackungsbereich. „Zuvor hat ein Mitarbeiter mit dem Elektroniederhubwagen eine Palette aufgenommen, hat die Ware an seinen Bestimmungsort gebracht und ist dann mit leerem Wagen zurück gelaufen. Heute gibt es eine Art Milk-run“, erklärt Dirk Stock- kamp. Dabei fährt der Routenzug die Strecke regelmäßig ab, hängt die Anhänger mit Fertigwaren an und versorgt die Maschinen mit Rohmaterial. Im Montagebereich in den oberen Etagen des Gebäudes kommen die wendigen und leichten Elektroniederhubwagen aus der BT Levio-Reihe zum Einsatz. Hier werden die Fertigwaren bedruckt oder montiert, verpackt und auf Rollwagen gestellt. Per Lastenaufzug fahren sie in das Erdgeschoss und werden dort ebenfalls mit dem Routenzug in den Verpackungsbereich transportiert. Bevor die Paletten in den Versandbereich gehen, werden sie mittels Folie oder Band verschnürt, damit sie sicher transportiert werden können. Dafür nimmt ein Elektrohochhubwagen aus der BT Staxio-Baureihe die Ware von den Anhängern des Routenzuges und stellt sie auf die automatische Wickelmaschine. Von hier aus wird die foliierte oder gebänderte Palette in den Warenausgang zum Versand an den Kunden bereitgestellt. Auch dieser Bereich wird dem geplanten Wachstum standhalten müssen. Bernau liegt nicht nur im Herzen des Schwarzwaldes, sondern auch in der Mitte Europas. Das schätzen die Kunden. Und wo heute noch täglich acht beladene Lkws den Standort verlassen, sieht Dieter Stockkamp künftig bis zu 20 Transporte. Qualität fängt beim Mitarbeiter an Als Lieferant für Premiummarken im Möbelbereich lässt SLG in puncto Qualität keine Kompromisse zu. Um dies sicher zu stellen, müssen alle an einem Strang ziehen. Dabei stellt sich eine für die Gegend besondere Herausforderung: „In unserer Region herrscht nahezu Vollbeschäftigung. Um geeignete Mitarbeiter zu finden und zu halten, ist schon etwas Kreativität gefragt“, erklärt Dirk Stockkamp. Bei SLG arbeiten derzeit Mitarbeiter aus circa 30 Nationen, für die das Unternehmen seit einem Jahr Deutschkurse anbietet. „Uns ist wichtig, dass unsere Mitarbeiter ein Grundverständnis der deutschen Sprache mitbringen, um die Arbeitsbeschreibungen zu verstehen und am Verbesserungsprozess zur Qualitätssicherung teilzunehmen“, so Stockkamp. Täglich findet dafür ein Shopfloor Board Meeting statt, in dem Ideen und Problemlösungen von den Mitarbeitern besprochen werden. „Auch das funktioniert nur, wenn man dieselbe Sprache spricht“, so Stockkamp. u www.toyota-forklifts.de


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